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Von Steppenpferden und Kinder-Jockeys

von Michael Harms

Fast jedes Land hat seinen typischen Nationalsport: Tischtennis ist besonders beliebt in China, American Football in den USA und Rugby in Australien. Was spielt man eigentlich in der Mongolei? Fußball, Basketball, Tennis? Weit gefehlt - die beliebtesten Sportarten dort sind Ringkampf, Bogenschießen und Pferderennen. Sie stellen einen derart wichtigen Teil der kulturellen Identität des Landes dar, dass ihnen sogar ein eigenes Nationalfest gewidmet ist.

Das Eriin Gurwan Naadam – Fest findet jedes Jahr vom 10. bis 13. Juli statt und wird im ganzen Land begangen. Selbst aus den entlegensten Provinzen des Landes reisen die Wettkämpfer mit ihren Familien und Pferden an, um sich in den verschiedenen Disziplinen zu messen. Während Ringkampf ausschließlich Männern vorbehalten ist, treten beim Bogenschießen sowohl Frauen als auch Männer an. Wer die Ziele am Häufigsten trifft, wird als Siegerin oder Sieger lautstark gefeiert.

Besondere Aufmerksamkeit kommt den Kinder zu: Beim große Pferderennen, bei dem schon Sechsjährige an den Start gehen dürfen. Beginnt das Rennen, jagen mehrere hundert Pferde donnernd durch die Steppe – ein unvergesslicher Anblick, den die Zuschauer – ebenfalls zu Ross –verfolgen. Von der Altersklasse der Rennpferde hängt übrigens ab, welche Distanz genommen wird. Die längste beträgt 30 Kilometer. Die ersten fünf Pferde, die das Ziel erreichen, werden als Sieger gefeiert. Entscheidend für ihre Leistung ist die Ausbildung der Rennpferde. Ein Siegerpferd beschert seinem Besitzer nicht nur viel Geld, sondern vor allem großes Ansehen.

Manche Wettkämpfer sind mehr als drei Monaten unterwegs, bis sie das große Zeltlager in der Steppe am Rande der Hauptstadt erreichen. In der Mongolei ist Zeit ein anderer Maßstab - nicht selten kommen manche von ihnen zu spät. Mehr als viermal so groß wie Deutschland, leben dort rund 3 Mio. Menschen.

Seit einigen Jahren zieht das alljährliche Spektakel vermehrt auch Touristen an. Wer die Mongolei bereisen möchte, sollte das Steppen-Spektakel unbedingt besuchen, das sich von Ulanbator aus gut erreichen lässt. Die mongolische Gastfreundschaft, die Begeisterung für den Sport und die farbenfrohen Trachten der Wettkämpfer sorgen für ausgelassene Stimmung in der sonst so ruhigen Steppe. Ein unvergessliches Erlebnis. Garantiert.

Hier erfährst du mehr über unsere Projekte in der Mongolei .

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