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Unternehmensgründer in Cape Coast bekommen neues Finanzierungsprogramm

Im April 2017 hat unser Mikrofinanzierungs – Projekt in Ghana seinen Standort von den Akuapem Hills nach Cape Coast verlegt, um zukünftig Unternehmer in einer Siedlung für Leprakranke und deren Familien zu unterstützen und in einer Fischergemeinde das wirtschaftliche Engagement von  Frauen zu fördern.

Die letzten Jahre waren für das Mikrofinanzierungs – Projekt in Akuapem Hills arbeitsreich und von Erfolgen gekrönt. Allein im Jahr 2016 konnten wir durch das Projekt 80 UnternehmerInnen finanzielle Starthilfe anbieten und durch Gründer – Workshops bei ihrer Unternehmensgründung unterstützen. Die Förderung der letzten Jahre hat sich ausgezahlt. Unser Projekt hinterlässt Unternehmen, deren Bestand über die nächsten Jahre gesichert ist, wovon die Gemeinde nachhaltig profitieren wird. Für das Mikrofinanzierungs – Projekt ist es nun an der Zeit, mit den Angeboten und Kleinkrediten weitere Gemeinden in Ghana zu unterstützen.

Neuer Standort in einer Siedlung für Leprakranke

Freiwillige und Mitarbeiter mit Viktoria, einer Unternehmensgründerin in der Lepra – Gemeinde  Neuer Projektstandort wird eine Siedlung für Leprakranke am Stadtrand von Cape Coast. Im Dorf leben Menschen, die von Lepra betroffen sind mit ihren Familien. Lepra ist eine chronische aber heilbare Krankheit, die Haut und Nerven befällt und durch engen, wiederholten Kontakt mit unbehandelten Betroffenen durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. „Obwohl das Land bereits große Fortschritte in der Eindämmung und Prävention neuer Krankheitsfälle gemacht hat, hält sich in Ghana ein hartnäckiges Stigma um die Lepra – Krankheit“ so Jenny Puyo, Projects Abroad Regionaldirektorin für Ghana. „Viele Menschen glauben, dass Lepra hoch ansteckend sei und fürchten sich vor den Erkrankten. Darum werden sie gesellschaftlich geächtet und in Lepracamps verbannt.“ Zusätzlich zur Verbannung erhalten Leprakranke in Ghana so gut wie keine staatliche Führsorge oder Unterstützung.  

Die Bewohner der Siedlung wollen sich gerne besser selbst versorgen und haben bereits mehrere kleine Unternehmen gegründet. Da Lepra stigmatisiert und von Staat und Behörden als Behinderung eingestuft wird, erhalten Betroffene aber keinerlei Kredite oder finanzielle Unterstützung von Banken, um ihre Unternehmen voranzubringen. Projects Abroad ist die einzige Organisation, die diese Versorgungslücke in der Gemeinde schließt und finanzielle Hilfe sowie kostenlose Unternehmensförderung anbietet.

Der Leiter der Dorfgemeinschaft ist John, der dem Camp in den letzten 30 Jahren eine offizielle Stimme gegeben hat. Er kennt die Hürden und Herausforderungen der Bewohner und freut sich im Namen der Gemeinde auf die Unterstützung durch Projects Abroad. „Viele der Anwohner sind wirklich auf Hilfe angewiesen und das Mikrofinanzierungs – Projekt ist für sie eine der besten Fördermöglichkeiten, da es für sie schwierig ist, Kredite von Banken zu bekommen. Das Leben hier im Dorf ist hart. Das Projekt wird den Menschen wirtschaftlich auf die Beine helfen, damit sie genug Essen auf den Tisch bekommen. Ob wir genug zu Essen haben, ist leider eine unserer täglichen Sorgen“, sagt John.

Nutzen des Projektes für die ganzen Gemeinde

Bewohner des Lepra – Dorfs zeigt den Freiwilligen seinen LadenDas Leben in der Siedlung ist schwer und die Unterstützung von den Behörden, gemeinnützigen Organisationen und Hilfsprojekten sehr spärlich. Darum müssen die Gemeindemitglieder Lösungen finden, um sich selbst zu helfen. Die Empfänger der Kleinkredite von Projects Abroad geben alles, um ihre Situation und die Lebensbedingungen im Camp zu verbessern. Durch das Geld können mehr Rohmaterialien und Vorräte für den Start angekauft werden. „Von der harten Arbeit der Unternehmer profitiert die gesamte Gemeinde des Lepra – Dorfs“ erklärt James, der ein Kunstgeschäft in der Nähe des Strandes führt. „Jedes Mal, wenn jemand Kunst in meinem Laden kauft, wird der Gewinn geteilt. Einen Teil gebe ich dann an die Gemeinde im Lepra – Dorf ab, damit die Menschen genug zu Essen kaufen können. Vom Rest profitiert meine Familie.“

Medizinische Versorgung des Lepra – Dorfs in Cape Coast

Neben der wirtschaftlichen Förderung engagiert sich Projects Abroad auch im Rahmen des Medizin – Projekts in Ghana für mehr Bewusstsein über die Lepra – Krankheit. Mit der Hilfe von Freiwilligen werden kostenlose medizinische Untersuchungen und Aufklärungskampagnen für den Umgang mit Lepra angeboten, um die Krankheit weiter einzudämmen. Durch diese kostenlose medizinische Versorgung helfen wir gleichzeitig, Neuansteckungen weiterer Gemeindemitglieder einzudämmen.

Förderung von Frauen in der Wirtschaft in Abukem

Neben der Arbeit in der Siedlung für Lepra – Kranke können sich Freiwillige für Frauen in der Wirtschaft stark machen. Das Fischerdorf Abukem ist weitestgehend abhängig vom saisonalen Fischereigeschäft, das von Männern dominiert wird. Hier setzten wir uns dafür ein, dass Frauen ihrer eigenen Geschäftsideen umsetzen können und wirtschaftlich unabhängig von der Fischerei werden. Den Frauen der Gemeinde fehlt in vielen Fällen selbst grundlegende schulische Ausbildung. Unsere Freiwilligen bieten darum Lehrgänge in Grundrechnen, Lesen und Englisch, kombiniert mit Wirtschaftsunterricht an. Kleinkredite werden im Anschluss an das Kursprogramm abhängig von Teilnahmestunden, Fortschritt und Leistungen der Teilnehmerinnen vergeben. 

Menschen aus unterprivilegierten Gemeinden durch Kleinunternehmen eine Chance auf eine finanziell gesicherte Zukunft für sich und ihre Familien zu ermöglichen ist Hauptziel des Mikrofinanzierungs – Projekts. „Durch das Projekt eröffnet sich eine Perspektive für mehr Arbeitsplätze und Wohlstand für die Menschen. Langfristig gesehen fördert es das Unternehmertum in der Bevölkerung und die wirtschaftliche Entwicklung der Region, was wiederum die Lebensbedingungen und Zukunftschancen der Menschen verbessern wird“, so Jenny.  

Hier findest du mehr Informationen über das Mikrofinanzierungs – Projekt in Ghana und wie du dich engagieren kannst. Wir unterhalten weitere Projekte im Senegal , Tansania und Kambodscha , die sich ebenfalls über die Hilfe von Freiwilligen freuen. 

 

 

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