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„Te iubesc Romania – Ich liebe dich Rumänien!“

Rumänien-Archäologie-sophie

Archäologie in Rumänien von Sophie Rotermund-Federer

Ehrlich gesagt wusste ich über Rumänien vor meinem sechs wöchigen Aufenthalt dort relativ bis sehr wenig, genauso wie über meine Aufgaben die das archäologische Projekt mit sich bringen würden. Ich hatte mich wie so häufig erst sehr kurzfristig dazu entschlossen meine Koffer zu packen und Rumänien zu entdecken.

Rumänien-Archäologie-ausgrabung

Die ersten 3 Tage verbrachte ich in Brasov, wo das Büro von Projects Abroad ist. Dort erkundete ich mit einer anderen Freiwilligen aus England die Stadt und die Umgebung, unter anderem das angebliche Schloss vom berühmten Graf Dracula. Nach 3 Tagen und einer Menge Spaß ging es weiter nach Porolissum, meiner ersten Ausgrabungsstätte, einer antiken römischen Festungsanlage, mitten durch das Herz von Transilvanien. Ich wurde in Cluij von Kornel, meinem Projektleiter und Ansprechpartner für die nächsten Wochen, abgeholt. Er erzählte mir auf der Fahrt viel über Porolissum, Rumänien, die anderen Freiwilligen und was auf mich zu kommen würde in den nächsten Tagen. Als wir ankamen, war ich überwältigt von der majestätischen Schönheit der Bergketten und der friedlichen Stille um uns herum. Wir Freiwilligen und Kornel lebten in einem kleinen Haus mit riesigem Garten, inklusive Gemüsebeet und Pflaumenbäumen, gerade mal 10 min zu Fuß von der Ausgrabungsstelle entfernt.

Ich nahm in Porolissum an einer EU-geförderten Lehrgrabung für deutsche, rumänische und ungarische Studenten teil und konnte mich dank der vielen netten und offenen Leute dort schnell in die Gruppe integrieren und wurde gleich am ersten Tag in die Restaurierungsbasis zum Mitarbeiten eingeladen. Damit ging ein Traum von mir in Erfüllung, denn mein Berufswunsch war und ist es, als Restauratorin für archäologisches Kulturgut zu arbeiten. Ich verbrachte 3 volle Tage dort und restaurierte und konservierte Eisennägel, Glasgefäße, Bronzeschmuck und Rüstungsaufsätze. Mit Porolissum werde ich immer lange Abende im Gartenpavillon, Nächte auf der römischen Mauer beim Sterne Beobachten und DVD-Abende im Amphitheater verbinden.

Rumänien-Archäologie-transsilvanien

Nach 10 Tagen dort ging es weiter nach Sarmizegetusa, meiner zweiten Ausgrabungsstätte und auch dort fanden wir eine ehemalige römische Stadt vor, allerdings um einiges besser erhalten als in Porolissum. Auch dort war die Truppe der Archäologen sehr nett und offen und wir hatten eine Menge zu tun. Die eine Woche in Sarmizegetusa war wirklich harte, anstrebende aber befriedigende Arbeit, denn es gab viel Lob für unsere fleißige Mitarbeit und wir wurden tagtäglich königlich mit sehr gutem Essen, netten abendlichen Gesprächen und jeder Menge Polinka belohnt.

Nach Sarmizegetusa fuhren wir nach Arad, das in einem geographisch völlig flachen Gebiet liegt. In Arad gab es so viele neue Leute, die kennengelernt werden wollten, dass ich mich schnell eingewöhnt hatte. In Arad kam ich zum ersten Mal in Kontakt mit der Kultur der Daker, die Rumänien bevölkerten, bis sie von den Römern vertrieben wurden. Die insgesamt 3 Ausgrabungen in Arad waren sogenannte "Notgrabungen", die einen Bereich von mehreren Kilometern abdeckten, da an dieser Stelle eine Autobahn gebaut werden soll. Es wurde im voraus vermutet, dass sich in diesem Bereich eine bzw. mehrere Daker-Siedlungen befanden, was allerdings überraschte war, dass sich dort am Arad-Bypass mehrere geschichtliche Epochen stark überlappt hatten. So fanden wir zu Gegenständen und Wohnorten der Daker ebenfalls Artefakte aus der Bronzezeit usw. Bei einer dieser Ausgrabungen kam ich das erste Mal in meinem Leben mit menschlichen Skeletten in Berührung. Mit Knochen zu arbeiten, das heißt sie auszugraben, freizulegen, zu säubern, zu zeichnen und zu fotografieren und ist äußerst schwierig und aufwendig, da sie mit ihren beinahe bis zu 2000 Tausend Jahren sehr porös sind. Dennoch war es eine interessante Erfahrung und ich wurde mit der Zeit richtig gut und habe dann nur noch mit Knochen gearbeitet.

Da wir Freiwilligen nur Werktags arbeiten mussten, hatten wir die Wochenenden für Ausflüge frei und fuhren die umlegenden Städte, Dörfer, Burgen, Kirchen, Schlösser usw., um Rumänien noch besser kennenzulernen. Ein besonderes Highlight waren das Wochenende in Budapest, Ungarn und das Daker-Festival in den Bergen Transsilvaniens.

Insgesamt war meine Rumänienreise einfach toll und ich konnte viel über das Land, die Menschen, die Kultur und auch über mich erfahren. Auch konnte ich sowohl mein Englisch, als auch meinen Berufswunsch festigen und ich bin mir jetzt sicher, dass ich Restauratorin werden möchte. Rumänien hat mir neben vielen tollen Erfahrungen auch eine Menge neuer Freundschaften gebracht, und ich kann es wirklich nur weiter empfehlen!

Sophie Rotermund-Federer

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