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“Bula, buy some bila”

fidschi-community-freiwillige

Community Work - Projekt auf den Fidschi - Inseln von Claudia Cepok

Als ich mich dafür entschied, sechs Wochen lang in einem Dorf auf den Fidschi - Inseln zu leben, wusste ich nicht, worauf ich mich einlasse. Ich wollte mich einfach mal überraschen lassen und ins kalte Wasser springen.

fidschi-community-kinder

Als ich mit einem Mitarbeiter von Projects Abroad in einem Taxi Richtung Dorf fuhr, wo ich für die nächste Zeit leben würde, wurde mir langsam bewusst, dass ich mich für ein richtiges kleines Abenteuer entschieden hatte. Mokani Village lag für meine Verhältnisse relativ weit weg von der nächsten Stadt (etwa 1 Stunde). Auch die Straßenverhältnisse waren nicht die besten, und so „hoppelten“ wir die Wege entlang. Da die Wege nicht asphaltiert waren, bildeten sich bei Regen immer riesige Pfützen, aber das störte niemanden im Dorf. Sehr oft habe ich Kinder darin spielen sehen.

fidschi-community-kindergarten

Mein Arbeitsplatz war ein Kindergarten, der nur etwa 70 Meter von meinem Haus entfernt lag. So kam es öfter vor, dass ich mich den ganzen Tag lang nur im Umkreis von ca. 100 Metern bewegt habe. Das war zuerst ganz schön ungewohnt für mich. Im Kindergarten arbeitete ich jeweils von 8:00 bis 11:30 Uhr und hatte eine Menge Spaß mit den Kindern. Die Kindergärtnerin Eileen und ich haben jeden Tag mit den Kindern gebastelt, gemalt, gespielt, geschminkt und ihnen Englisch beigebracht. Das Englischlernen gehört zum Kindergarten dazu, da die Kinder zu Hause nur Fidschianisch sprechen. So habe mit der Zeit auch ich das eine oder andere fidschianische Wort lernen können und konnte mich mit den Kindern immer besser verständigen. Alle Kinder waren sehr süß und ich hatte eine große Freude, sie zu betreuen.

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Der Kindergarten wurde in den Ferien geschlossen, und es gab eine Art Feriencamp, welches Projects Abroad organsierte. Dort habe ich mit anderen Freiwilligen die Aufsicht der Dritt- und Viertklässler übernommen. Wir haben zwei Wochen lang die Ferien in vollen Zügen genossen und sehr viel Spaß miteinander gehabt. Mir tat es auch sehr gut, mit älteren Kindern zu arbeiten, da deren Englisch wesentlich besser war.

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Das ganze Dorf hat mich sehr freundlich empfangen, und nach ein paar Tagen wurde ich von allen Bewohnern mit „Bula Claudia“ (Hallo Claudia) begrüßt. Ich habe mich sehr wohl gefühlt. Alle waren sehr gastfreundlich, und ich wurde des Öfteren zum Essen eingeladen. Bei unseren Nachbarn, Oripa und Ratu, wurde geheiratet, und fast das ganze Dorf war an den Hochzeitsvorbereitungen beteiligt. Oripa, die eigentlich schon meine zweite Gastmama war, hat mir ein Sulu Jaba, ein traditionelles Gewand, genäht, was ich an diesem besonderen Tag tragen durfte. Es waren sehr viele Gäste eingeladen, und es gab unvorstellbar viel Essen. Aber das ist ganz normal in einem Dorf auf Fidschi. Essen gibt es zu jedem Anlass in Mengen!

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Ein ganz besonderes Highlight meines Aufenthalts war der Bila-Verkauf. Bila ist fidschianisches Brot, das in Mokani hergestellt wird. Für Mokani Village ist der Bila-Verkauf sehr wichtig, da die Dorfbewohner durch den Verkauf den Großteil ihres Lebensunterhaltes verdienen. Gerne habe ich dabei mitgeholfen und das Brot dann auch auf dem Wochenendmarkt verkauft. Es war wohl ein eher seltenes Bild, dass ein junges, europäisches Mädchen mit den Frauen aus Mokani Bila verkauft. Um noch mehr Aufmerksamkeit zu bekommen, habe ich die ganze Zeit „Bula, buy some bila“ gerufen und habe jede Menge Lacher geerntet. Das war eine so große Attraktion, dass sogar die Zeitung gekommen ist. Ich wurde interviewt und am nächsten Morgen war ich in der Zeitung. Das war klasse!

Zurückblickend kann ich sagen, dass ich sehr viele nette und gastfreundliche Menschen getroffen habe. Ich habe eine Menge über mich selbst gelernt und Erfahrungen gesammelt, die ich nirgendwo sonst hätte machen können. Auch wenn die Lebensweise sehr bescheiden war, möchte ich diese Zeit auf keinen Fall missen.

Claudia Cepok

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