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Auf den Pfaden der Inka

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Inka-Projekt in Peru von Eva-Maria Schmitt

Ich studiere Geschichte und suchte ein passendes Praktikum. Weil ich schon immer mal für längere Zeit in Südamerika leben wollte, kam das Inka-Projekt wie gerufen. Auf keinen Fall wollte ich ein „langweiliges“ Praktikum machen und meine Zeit irgendwo absitzen. Daher war mir schon beim ersten Durchlesen der Informationen zum Projekt klar, dass ich es machen möchte. Ich war von Anfang an begeistert.

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Nach langem Flug war ich froh, in Cusco angekommen zu sein, wo ich gleich abgeholt und zusammen mit einer anderen Freiwilligen aus Australien in die Kleinstadt Huyro in der Porvinz La Convención gebracht wurde. Wir Freiwilligen und auch einige Mitarbeiter wohnten zusammen ein bisschen außerhalb in „El Establo“ in einem großen Haus.

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Mir wurde schnell bewusst, wie viel anders das Leben in Peru im Gegensatz zu Europa ist. Freilich hatte ich mich auf ein Land eingestellt, das wesentlich „ärmer“ ist, was beispielsweise den Lebensstandard betrifft. Das ist mir auch vor Ort aufgefallen, aber ich habe mich erstaunlich schnell an das Leben dort gewöhnt und ziemlich bald war alles „einfach normal“: die kalte Dusche war bei der Hitze eher eine Erfrischung und dass wir weder Kühlschrank noch Waschmaschine hatten war, auch kein Problem. Die Unterschiede wurden mir eigentlich erst so richtig bewusst, als ich zurück in Deutschland und wieder in unser „luxuriöses“ Leben eingebunden war.

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In „El Establo“ kamen wir ziemlich spät an meinem ersten Tag an und der Strom beziehungsweise das Aggregat war kurz nach unserer Ankunft aus. Strom gab es immer nur am Abend für rund drei Stunden. Also hieß es, schnell ein Bett suchen und erst einmal schlafen. Ich hatte Glück, denn in meiner ersten Woche standen neben der Arbeit gleich mehrere Ausflüge auf dem Programm: nach Vitcos, einer der letzten Rückzugsstätten der Inka vor den Spaniern, und nach Inka Castel. Auf dem Rückweg von Inka Castel legten wir die Wanderwege mit Macheten frei.

Ansonsten bestand unsere Arbeit aus dem Freilegen und Saubermachen von Ruinen und manchmal auch dem Suchen von neuen Inka-Ruinen. Das konnte ziemlich schweißtreibend sein, denn es war richtig heiß. Nervig waren dabei die vielen kleinen Sandfliegen, die überall waren. Man sollte stets sein Insektenspray dabei haben. Hilfreich sind leichte, lange Klamotten. Davon möglichst viel einpacken! Ansonsten kann ich nur empfehlen, nicht zu viel mitzunehmen. Es reicht meist wesentlich weniger, als man eigentlich denkt.

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Neben der archäologischen Arbeit standen auch Arbeiten am Haus und auf den Feldern an. Dies konnten Reparatur- und Streicharbeiten sein oder Unkraut jäten und Felder aufbereiten. Einmal in der Woche sind wir in die umliegenden Kindergärten gegangen und haben die Erzieherinnen unterstützt.

An den Wochenenden hatten wir frei und konnten Land und Leute erkunden. Natürlich durften dabei Ausflüge nach Cusco, wo wir die Stadt und ihre Inka-Vergangenheit erkundeten, nicht fehlen. Auch andere Ziele, wie Urubamba oder Pisac, wollten wir unbedingt sehen. Höhepunkt meines Aufenthalts war sicherlich das Wochenende in Machu Picchu - diese Inkastätte ist einfach unbeschreiblich - und ein Wochenende am Titicacasee - dem Meer der Anden.

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In den höher gelegenen Regionen, also zum Beispiel Cusco, die nicht wie Huyro im Nebelwald liegen, gibt es kaum oder gar keine Insekten und man hat dann für das Wochenende seinen Frieden. Allerdings kann es dort wesentlich kälter sein. Toll war, dass wir das Land und vor allem seine Leute durch den engen Kontakt, wie wir ihn hatten, richtig gut kennenlernten. Manchmal hatten wir auch abends „Unterricht“. Unsere Leiter oder auch die peruanischen Mitarbeiter erzählten uns dabei mehr über die Inka, ihre Kultur und Lebensweise, aber auch über aktuelle Dinge und die heutige politische Lage in Peru.

Ich kann nur jedem raten, solch ein Abenteuer zu wagen. Es hat mir sprachlich und auch persönlich sehr viel gebracht. Besonders schön war, dass so viele Leute aus den unterschiedlichsten Ländern zusammenkamen. Ich habe die Atmosphäre, die dabei entstand, sehr genossen.

Eva-Maria Schmitt

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