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Schreiben in Jamaika

Jamaika Journalismus

Journalismus in Jamaika von Minetta Wunderskirchner

Insgesamt war ich ein Jahr mit Projects Abroad unterwegs und habe sechs Projekte in vier unterschiedlichen Entwicklungsländern unterstützt. Jamaika war die letzte Station meiner Reise. Daran in ein fremdes Land zu fliegen, in einer fremden Familie zu wohnen, in einem unbekannten Umfeld zu arbeiten und mich kulturellen Unterschieden zu stellen, hatte ich mich daher schon gewöhnt. Jedes Land ist anders. Jede Kultur ist anders. Und jedes meiner Projekte warJamaika Journalismus anders.

Ich landete morgens um 5 Uhr, war unglaublich müde und musste dann feststellen, dass mein Koffer es nicht nach Jamaika geschafft hatte. Dieser erste Schock war jedoch schnell vergessen, nachdem ich von einem freundlichen Projects Abroad-Mitarbeiter am Flughafen abgeholt und zu meiner Gastfamilie gefahren wurde. Schon auf der ca. 1,5-stündigen Fahrt nach Mandeville konnte ich sehen, wie schön diese karibische Insel war. Mein Koffer kam ein paar Tage später nach.

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Als ich bei meiner Gastfamilie ankam, wurde ich von meiner Gastmutter herzlich empfangen und habe ihre beiden Söhne - meine neuen Gastbrüder - kennengelernt. Da meine Gastmutter zurück zur Arbeit musste und ich sehr müde war, habe ich mich für ein paar Stunden ins Bett gelegt. Zu meiner Überraschung war das Haus voller Kinder, als ich aufwachte. Alle Nachbarskinder waren gekommen, um sich die Neue anzusehen.

Der Start in Mandeville lief somit wie von selbst. Ich habe mich wirklich sehr wohl gefühlt in meiner Gastfamilie. Morgens und abends haben wir viel Zeit miteinander verbracht. Mit meiner Gastmutter habe ich auch oft sonntagsabends "Modern Family" oder "NCIS" geguckt und auf dem Sofa entspannt. Ich fühlte mich wie zu Hause.

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Ich habe ein Journalismus-Praktikum bei der Radiostation der „Northern Caribbean University“ absolviert. Ich muss gestehen, dass ich eigentlich gar nicht zum Radio wollte, da ich gerne Artikel schreiben wollte. Nachdem ich mich aber bei NCU FM umgesehen und in alle Bereiche hineingeschnuppert hatte, habe ich entdeckt, dass die Radiostation nicht nur täglich über das Geschehen in der Karibik, sondern auch über Weltereignisse und wissenschaftliche Themen berichtete. Jamaika Journalismus Als promovierte Biologin waren für mich vor allem naturwissenschaftliche Themen interessant. Daher habe ich Eigeninitiative gezeigt und gefragt, ob ich das Nachrichtenteam unterstützen darf. Diese Eigeninitiative hat sich ausgezahlt, denn nun durfte ich das tun, was ich von Anfang an wollte – Schreiben. Ich habe die Beiträge für die täglichen internationalen Nachrichten recherchiert und geschrieben sowie manchmal auch die Beiträge für die Nachrichten aus Jamaika und der Karibik im Allgemeinen. Und aufgrund meiner biologischen Ausbildung durfte ich zusätzlich die täglichen Wissenschaftsnachrichten und sogar eine wöchentliche Radioshow mit naturwissenschaftlichen Themen produzieren. Das Beste war jedoch, dass ich all diese Beiträge auch sprechen durfte. Ich war also montags bis freitags zwei Mal täglich On Air!

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Ich war zwar meist die älteste unter den Freiwilligen (ich bin 31 Jahre), das fiel aber kaum auf, da es mir persönlich nichts ausmachte und die anderen auch überhaupt nicht kümmerte. Ich habe mich sehr gut integriert und habe trotz des recht großen Altersunterschieds viele neue Freunde gefunden, zu denen ich auch jetzt noch Kontakt habe! An den Wochenenden sind wir zusammen rumgereist, um Jamaika zu entdecken. Manchmal sind wir in kleinen Gruppen von bis zu sechs Personen verreist, entweder, wenn sich nicht alle auf ein Ziel einigen konnten, oder aber, wenn es organisatorisch schwierig war, wie z.B. bei der Nachtwanderung in den wunderschönen Blue Mountains. Meistens ist aber die komplette Gruppe zusammen um die Insel gezogen mit bis zu 30 Freiwilligen. So waren wir alle zusammen beispielweise beim „Rebel Salute Reggae-Festival“ nahe Ocho Rios.

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Jamaika ist wunderschön. Natürlich nicht überall. Die Slums in Kingston z.B. würde ich nicht gerade als hübsch bezeichnen. Aber die Insel selbst ist wunderbar grün, die Blue Mountains sind atemberaubend und die Strände mit glassklarem Wasser variieren von Touristenattraktionen bis hin zu einsamen Oasen. Ich habe viele Wochenenden damit verbracht, mir Küstenorte anzusehen, zu Tauchen oder einfach mit den Bussen durch Jamaika zu fahren, um mir die kleinen vom Tourismus unberührten Dörfer anzusehen. Ich habe drei Monate auf Jamaika verbracht und möchte keinen einzigen Tag davon missen.

Minetta Wunderskirchner

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