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Naturschutz – Projekt in Ecuador
Ökologischer Freiwilligendienst auf den Galapagos - Inseln
Die Galapagos – Inseln sind weltweit bekannt für ihren Artenreichtum. Die Inselgruppe liegt etwa 1000 km vor der Küste von Ecuador und war nie mit dem Festland verbunden. So konnte sich ein einzigartiges Naturparadies entwickeln, in dem viele Tiere und Pflanzen endemisch sind, also nirgendwo sonst auf der Erde vorkommen.
Um diese wunderbare Vielfalt zu schützen stehen 97% der Landesfläche unter Naturschutz. Dennoch sind viele Tier- und Pflanzenarten bedroht oder bereits ausgestorben. Grund hierfür ist häufig die Einführung fremder Arten auf die Inseln, beispielsweise durch die vielen Lebensmittellieferungen vom Festland. So gelangen etwa zahlreiche Fruchtfliegen auf die Inseln. Diese stellen eine große Bedrohung für das Ökosystem dar, da sie unter anderem die Früchte vieler Pflanzen verfaulen lassen. Häufig gelangen auch größere Tiere auf die Inseln, die Parasiten mit sich tragen und die einheimischen Tiere damit gefährden. Insgesamt gelten mehr als die Hälfte der endemischen Tierarten als bedroht, sowie jede fünfte Pflanzenart.
Unser Naturschutz – Projekt
Im Projekt arbeiten wir mit einer größeren Naturschutz – Organisation zusammen. In deinem Freiwilligendienst wirst du mitten in einem Naturreservat aktiv, das im Hochland der Insel San Cristobal liegt. Hier gibt es auch eine Forschungsstation, in der du gemeinsam mit anderen Freiwilligen wohnst. Die Station liegt etwa 45 Minuten mit dem Bus von der Stadt Puerto Baquerizo Moreno entfernt. Das Reservat umfasst etwa 200 Hektar und beheimatet viele einheimische Pflanzen, darunter etwa unzählige Arten von Farnen, Miconia (Schwarzmundgewächse) und Kräutern.
Die Arbeit der Naturschutz – Organisation
Die Organisation arbeitet seit vielen Jahren daran, den Wald wieder aufzuforsten, Biotope wieder herzustellen und die einheimische Landwirtschaft zu fördern.
Dabei verfolgt die Organisation zweierlei Ziele: Sie wirkt aktiv daran mit, einheimische Lebensräume in den Hochwäldern der Insel wiederherzustellen. Weiterhin möchte sie auch andere Organisationen dazu inspirieren, auf der Inselgruppe aktiv zu werden und sich für den Naturschutz einzusetzen.
Die Arbeit besteht beispielsweise darin, eingeführte schädliche Pflanzen aus der Natur zu entfernen. Im Gegenzug werden Bäume und Sträucher gepflanzt, die auf den Galapagos – Inseln zu Hause sind.
Auch die Information über Flora und Fauna ist der Organisation ein Anliegen: Derzeit wird ein Grünstreifen angelegt, der zeigt, welche Pflanzen auf unterschiedlichen Höhenlevels vorkommen. Das Gebiet umfasst verschiedene Höhen, von 150 Meter bis 550 Meter über dem Meeresspiegel.
Weiterhin arbeitet die Organisation mit einheimischen Landbesitzern und Farmern zusammen, um die Landwirtschaft zu fördern. Bisher gibt es auf San Cristobal recht wenig landwirtschaftliche Produktion, so dass die Insel auf Lebensmittellieferungen vom Festland angewiesen ist. Gerade durch diese Lieferungen gelangen häufig schädliche Tiere und Pflanzen auf die Insel. Indem die Landwirtschaft gefördert wird, sollen die Inseln unabhängiger von den Lebensmittellieferungen vom Festland werden.
Deine Aufgaben im Naturschutz – Projekt
Im Projekt arbeitest du gemeinsam mit anderen Freiwilligen. Angeleitet werdet ihr von einheimischen Biologen und anderen Fachkräften. Zu deinen Aufgaben kann gehören:
- einheimische Pflanzen im Reservat wieder aufzuforsten
- Obst und Gemüse auf Farmen in der Umgebung anzubauen
- Aufklärungsarbeit an Schulen
- Instandhaltungsarbeiten im Reservat, z.B. Wege zu beschildern und auszubessern
- Arbeiten in der Station selbst, z.B. in der Küche helfen
- Geführte Touren im Reservat durchzuführen, in dem du über die biologische Vielfalt informierst
- dich an Studien zur Pflanzenwelt beteiligen, z.B. bei der Klassifizierung von einheimischen, fremden und endemischen Pflanzen
- Daten erheben über einheimische, fremde und endemische Vögel
- insbesondere über Röhrennasenvögel (Sturmvögel), ihre Nistplätze und ihr Verhalten
- dich an Studien zu Anbaumethoden beteiligen, z.B. über Kaffee und andere landwirtschaftliche Produkte
Unterbringung und Freizeit im Naturschutz – Projekt
Im Freiwilligendienst lebst du gemeinsam mit anderen Freiwilligen in zwei Häusern, die aus Bambus und Zement gebaut sind. Jedes Haus verfügt über 11 Zimmer und einen großen Balkon.
Im Naturschutz – Projekt arbeitest du montags bis freitags, hin und wieder auch Samstag vormittags. In deiner Freizeit kannst du dich in den Freiwilligenhäusern entspannen oder etwas unternehmen. So kannst du etwa im Meer baden oder schnorcheln. Und natürlich kannst du die einzigartige Natur vom Land aus genießen: Nur 30 Minuten entfernt von der Forschungsstation liegt die Seelöwenkolonie La Loberia. Neben Seelöwen leben hier Meeresechsen - eine Leguan – Art, die ausschließlich auf den Galapagos – Inseln vorkommt. Zu Hause sind hier sogar einige der Chelonoidis nigra, besser bekannt als Galapagos – Riesenschildkröten.
Unterbringung im Naturschutz - Projekt
Forschungsstation auf San Cristobal