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Naturschutz in Lateinamerika: Peru
Regenwald - Projekt in Peru

Mitten im Amazonas - Regenwald befindet sich unser ökologisches Reservat Taricaya. Hier kannst du mit anderen Freiwilligen, unseren peruanischen Betreuern und einigen zahmen Affen zusammenleben und einen Freiwilligendienst im Naturschutz absolvieren. Das Reservat erreicht man nach einer eineinhalbstündigen Bootsfahrt von der Stadt Puerto Maldonado. Ob Schüler /in oder Rentner /in, Student /in oder Berufstätige /r - bei unserem Regenwald - Projekt ist jeder willkommen. Vorkenntnisse benötigst du nicht, Engagement und Umweltbewusstsein sind entscheidend. Als Praktikum für einen ökologischen Studiengang wie etwa Biologie oder Geoökologie wird unser Regenwald - Projekt an den Universitäten in der Regel anerkannt.
Für ausgeibldete Biologen /innen gibt es spezielle Einsatzmöglichkeiten im Projekt.
Das ökologische Reservat Taricaya
2004 wurde Projects Abroad von der peruanischen Regierung ein 476 Hektar großes Reservat im Regenwald zugesprochen, das "Reserva Ecologica Taricaya". Projects Abroad kann dieses Areal zunächst 40 Jahre lang nutzen - unter der Voraussetzung, dass jedes Jahr einen ausführlicher Bericht abgeben wird. Dieser soll belegen, dass sich die Gegend von früheren Eingriffen erholt und unser Projekt positive Auswirkungen auf ihr Öko - System hat.
Deine Rolle im Naturschutz - Projekt
Deine Arbeit im Regenwald - Projekt besteht hauptsächlich darin, die Natur zu beobachten. Das heißt, dass du morgens und abends im Regenwald unterwegs bist - im Boot, am Boden oder auf einer Hängebrücke - und deine Beobachtungen dokumentierst. Mit deiner Hilfe erstellen wir umfangreiche Artenlisten von Vögeln, Säugetieren und Pflanzen.
Im Regenwald - Projekt solltest du dich nur auf den von uns geschlagenen Pfaden bewegen. Dabei geht es weniger um die wilden Tiere als um die Orientierung. Unsere zehn Natur - Beobachtungspfade sind gut beschildert, so dass du beispielsweise die Entfernung zum Reservat ablesen kannst. Außerdem haben wir Gebiete ausgeschildert, in denen bestimmte Tier - oder Pflanzen - Arten vorkommen. Dank der Mitarbeit von bisher 500 Freiwilligen umfassen unsere gesamten Pfade 50 Kilometer, die gelegentlich erweitert werden sollen. Darüber hinaus haben wir Amerikas längsten "Canopy Walk" gebaut, eine kilometerlange Konstruktion, die Bäume und Hängebrücken miteinander verbindet. Hier kannst du auf Höhe der Baumkronen wandeln. Die Instandhaltung der Pfade und Hängebrücken kann eine deiner Aufgaben im Regenwald - Projekt sein.
Tierschutz - Projekte im peruanischen Regenwald
Wir engagieren uns gegen das Geschäft mit illegal gehaltenen exotischen Haustieren, das recht verbreitet ist. So hat Projects Abroad das erste "Animal Release Center" in Peru gegründet. In unserem Auswilderungsprojekt werden gefangene Tiere wie zum Beispiel exotische Haustiere wieder in ihren natürlichen Lebensraum eingegliedert.

Auch ein Schildkröten - Projekt haben wir ins Leben gerufen. Die in Peru vorkommende Terekay - Schienenschildkröte ist vom Aussterben bedroht. Das liegt unter anderem daran, dass ihre Eier auf den heimischen Märkten hohe Preise erzielen. Mit der Regierung zusammen haben wir ein Konzept entwickelt, dies zu verhindern, ohne die einheimische Bevölkerung um eine wichtige Einnahmequelle zu bringen. Gemeinsam mit einer Gruppen von Einheimischen sammeln wir die Eier ein und zahlen für jedes einzelne soviel, wie sie auf dem Markt damit verdienen würden. Auf diese Weise haben wir im letzten Jahr fast tausend kleinen Schildkröten das Leben gerettet. Wir markieren die Panzer der jungen Tiere, damit sie mit unserem Projekt in Verbindung gebracht werden. Dieses Projekt findet von Juli bis September statt sowie im Dezember, wenn die Tiere in die Wildnis entlassen werden.
Unsere Muster - Farm in Peru

Zum Regenwald - Projekt gehört auch unsere Muster - Farm. Dort probieren wir saisonbedingt nachhaltige Anbaumethoden aus, wobei du uns gerne unterstützen kannst. Eines unserer Ziele ist es, Anbauflächen mehrmals nutzen zu können, damit nicht für jeden neuen Anbau Regenwald gerodet werden muss. Wir kochen dabei jedoch nicht nur unser eigenes Süppchen, sondern kooperieren mit den Einheimischen. Sie helfen uns bei unserer Arbeit und wir zeigen ihnen, wie sie ihr Land effizient nutzen können - ohne dabei den Regenwald zu beeinträchtigen.
Das Mahagoni - Projekt
Die landwirtschaftliche Fakultät der Universität in Lima führt gerade wissenschaftliche Untersuchungen über das Holz junger Mahagoni - Bäume durch. Auf deren Grundlage basiert auch unser Projekt. Farmer haben mit dem Fällen von Mahagoni - Bäumen immer gewartet, bis diese das Alter von 40 Jahren und somit einen entsprechenden Marktwert erreicht hatten. Dabei wurde die Vegetation rund um den Baum erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Wegen der großen Nachfrage gibt es nun kaum noch Mahagoni - Bäume im Amazonasgebiet. Mittlerweile weiß man, dass schon fünf Jahre alte Mahagoni - Bäume einen Verkaufswert haben. Wir pflanzen Mahagoni - Bäume partienweise an, wobei du uns gern unterstützen kannst. Langfristig haben wir das Ziel, die Bäume in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren selektiv zu fällen.
Erfahrungen im Naturschutz in Peru von Alexander Plociennik
Erfahrungen im Naturschutz in Peru von Henry Mertinkat
Erfahrungen im Naturschutz in Peru von Kathrin Schlüchter
Erfahrungen im Naturschutz in Peru von Linda Schritz
Erfahrungen im Naturschutz in Peru von Lisa Markus
Erfahrungen im Naturschutz in Peru von Lisa Schuler
Erfahrungen im Naturschutz in Peru von Maike Gebhardt
Erfahrungen im Naturschutz in Peru von Marlene Ebertshäuser
Erfahrungen im Naturschutz in Peru von Raymond Otto
Ankunft in Taricaya
Freiwilliger mit Affen
Freiwillige im Beobachtungsstand
Roter Ara
Meerkatze
Unterkunft in der Lodge
Das Mahagony-Projekt
Clownfrosch
Sammeln der geschlüpften Schildkröten
Schwarzer Kaiman
Auf dem Canopy Walk
Armadillo
Südamerikanischer Nasenbär


