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Global Gap Auslandsjahr - Interview mit Mandy aus den Niederlanden

Ein Zwischenjahr nach dem Schulabschluss wird immer beliebter, aber wie füllt man so ein Jahr aus? Zehn junge Leute aus den USA, Kanada, Großbritannien und den Niederlanden nahmen 2016 am Global Gap Auslandsjahr teil. In 32 Wochen reisten sie nach Ghana, Südafrika, Peru, Nepal und Thailand, um ehrenamtlich zu arbeiten. Unsere Mitarbeiterin Julia Kramer sprach In der Winterpause mit Mandy (18), einer der niederländischen Teilnehmerinnen. Sie war begeistert von ihren Eindrücken.

Liebe Mandy, wie war es, nach zweieinhalb Monaten im Ausland wieder nach Hause zu kommen? 

Mandy mit einem Mädchen im Sozialarbeits - Projekt in Ghana während ihres Gapyears„Es ist gewöhnungsbedürftig, vor allem in Bezug auf die Temperatur. In Kapstadt waren es 25 Grad und in den Niederlanden Frost! Gleichzeitig ist es seltsam, wieder in meinem kleinen Dorf in Friesland zu sein, wo nicht viel los ist im Vergleich zu Kapstadt. In Kapstadt wurde ich täglich mit großen Ungleichheiten konfrontiert. Als ich gerade in den Niederlanden war und alle über die „Mannequin – Challenge“ sprachen dachte ich mir: Worüber machen sich die Leute hier eigentlich Gedanken? "

Fiel es dir schwer, so lange von zu Hause weg zu sein? 

„Ich habe meine Eltern und Freunde vermisst aber ich hatte häufig Kontakt zu ihnen über Skype und WhatsApp. Es hilft auch, dass man im Projekt in einer Gruppe unterwegs ist, denn dann hat man weniger Heimweh. Zuerst habe ich ehrlich gesagt vor allem mein Pferd vermisst, weil es das erste Mal war, dass ich eine Weile nicht reiten konnte. Es ist toll, jetzt wieder zu Hause zu sein und alle wiederzusehen."

Warum wolltest du ein Gap Year machen? 

„Mein Vater hat immer gesagt: Wenn du dein Abitur hast, kannst du eine Weltreise machen. Da ich nicht sicher war, was ich nach meinem Schulabschluss studieren wollte, habe ich beschlossen, mir eine Auszeit zu nehmen. Auf der Reisemesse BuitenlandBeurs in Utrecht stieß ich dann auf Projects Abroad. Als ich das Global Gap Auslandsjahr mit dem Programm rund um die Welt entdeckt habe, sprach mich das direkt an. Auch meine Eltern mochten die Idee, eine Weltreise mit Freiwilligenarbeit zu kombinieren. Meine Mutter wollte glatt mitkommen!“

Was waren deine Erwartungen? 

„Ich war vorher schon einmal in Südafrika, aber nie in den anderen Ländern. Ich bin noch nie mit einer Gruppe unbekannter Leute gereist, also hatte ich keine Ahnung, was mich erwarten würde, aber dachte, ich gehe einfach und das wird bestimmt gut. So kam es dann auch.  In solch ein Abenteuer muss man mit einer offenen Einstellung herangehen.“

Und dann warst du im September mit 9 anderen Teilnehmer/innen in Ghana, wie war das? 

„Ghana ist ein guter Startpunkt, weil es nicht viel am Wochenende nicht viel zu tun gab. Alle Ausflüge fanden mit der gesamten Gruppe statt. Da kann man sich gut kennenlernen. Nach einer Woche dachten wir, uns alle schon zu kennen aber nach zehn Wochen merkt man dann, dass dies überhaupt nicht der Fall war.

Körperlich habe ich nicht wirklich etwas von einem Kulturschock erlebt, aber physisch musste ich mich an die neue Umgebung gewöhnen. Es ist sehr warm mit hoher Luftfeuchtigkeit. Das Essen ist auch sehr anders. Zum Beispiel essen die Ghanaer relativ viele Kohlenhydrate und wenig Vitamine. Das war ich aus den Niederlanden nicht gewohnt. "

Wie gefällt dir die Freiwilligenarbeit?  

Zusammen ein Gapyear machen: Mandy war mit einer Gruppe von Freiwilligen in unserem Global Gap Auslandsjahr unterwegs„Bevor ich ins Global Gap Auslandsjahr ging, hatte ich noch nie Freiwilligenarbeit geleistet. Daher war das Sozialarbeits – Projekt in Ghana meine erste Erfahrung und ich mochte es sehr. Wir arbeiteten in einer Tagesstätte für Kinder und sie waren jeden Tag sehr glücklich, uns zu sehen. Das Personal war sehr dankbar für unsere Hilfe. Im Allgemeinen empfand ich die Projekte in Südafrika als sehr unterschiedlich. Im Hausbau – Projekt in Kapstadt hatte ich Gelegenheit, mit vielen Einheimischen zu sprechen und habe erlebt, wie es ist, in einem Township zu leben. Das war etwas ganz Besonderes. Während des Journalismus – Projekts habe unter anderem mit jungen Gefangenen in einer Haftanstalt gesprochen. Sie waren sehr offen über die Gangs und die Gewalt in ihren Nachbarschaften, den Drogenmissbrauch und die Verbrechen, die sie begangen hatten. Diese Geschichten werde ich nie vergessen. "

Wie hat es dir gefallen, in einer Gruppe zu reisen? 

„Es hat viele Vorteile, in einer Gruppe zu reisen. Man lernt sich gut kennen, und jeder wird akzeptiert, wie er/sie ist. Natürlich hat so lange Reise ihre Höhen und Tiefen und es kann mal Konflikte geben, aber gleichzeitig ist immer jemand da, der für einen da ist. In dieser Hinsicht war die Gruppe wirklich ein bisschen wie eine Familie. "

Was war bist jetzt die größte Herausforderung während der Weltreise? 

"Ich war es gewohnt, meinen Eltern zu haben, wenn ich Hilfe brauche und jetzt muss ich Probleme selbst lösen. Glücklicherweise kann die Gruppe einem weiterhelfen und ich denke, es ist wichtig, dass man lernt, auch selbst die Initiative zu ergreifen. Man ist selbst dafür verantwortlich, wie es einem geht. Am Anfang erfordert das Durchhaltevermögen aber es geht mir sehr gut damit. "

Hast du dich in den letzten Monaten verändert? 

Im Gapyear hat Mandy neben Freiwilligenarbeit auch allerhand Sehenswürdigkeiten und Sightseeing mitgenommen„Jetzt, wo ich so viel von der Welt sehe, erscheint mir das Dorf in dem ich in den Niederlanden lebe plötzlich sehr klein. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn man reist, muss man aufgeschlossen sein. Ich war mir vor der Reise schon bewusst aber jetzt merke ich, dass ich offener sein möchte, wenn ich wieder in den Niederlanden bin. Ich mag Menschen mit unterschiedlichen Ansichten und Meinungen um mich herum. "

Würdest du anderen Freiwilligen empfehlen, am Global Gap Auslandsjahr teilzunehmen? 

„Ich würde es 100% empfehlen, weil man so viele verschiedene Seiten der Welt zu sehen bekommt und so viele Abenteuer erlebt. Du triffst so viele Einheimische in den verschiedenen Ländern und auch innerhalb der Gruppe hat jeder einen anderen Hintergrund und eine andere Kultur. Man kann von jedem Menschen, den man trifft eine Menge lernen. Wir haben noch drei Monate vor uns und ich weiß jetzt schon nicht mehr, von welchem meiner Erlebnisse ich zuerst erzählen soll. Wenn du bereit für ein Abenteuer bist, solltest du definitiv mitmachen.“

Die Global Gap Auslandsjahr ist ein innovatives Freiwilligen – Programm für junge Menschen, die auf Weltreise gehen und gleichzeitig einen wertvollen Beitrag für Gemeinden weltweit leisten möchten. Projects Abroad organisiert ein 32-wöchiges Reiseprogramm mit Freiwilligen – Projekten in 5 verschiedenen Zielländern inclusive lokalen Führungen und Ausflügen und 24/7 Support für alle Teilnehmner/innen.  Hier findest du mehr Infos zum Global Gap Auslandsjahr .

Mandy aus den Niederlanden

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