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Marroko: Grüne Hügel, wunderschöne Sandstrände, karge Berge und die Sahara

Menschenrechte in Marokko von Jann Rüter

Freiwilliger mit einem Mitarbeiter des Büros von Projects Abroad

Ich habe 3 Monate in Marokko verbracht und kann nach meiner Rückkehr in die Schweiz sagen: Ich vermisse das Land, die Leute, die Kultur, das Essen und das Klima ungemein und ich plane bereits meine nächste Reise nach Rabat.

Vor und während meines Fluges nach Rabat war ich sehr nervös, da dies meine erste Reise nach Marokko war und mein bisher längster Auslandsaufenthalt sein sollte. Am Flughafen Rabat-Salé angekommen, verflog diese Nervosität jedoch sofort als ich von Adil, einem der Projects Abroad Mitarbeiter abgeholt wurde. Im Taxi zu meiner Gastfamilie erklärte er mir, wie die nächsten Tage ablaufen würden. Obwohl es schon relativ spät am Abend war, als ich bei meiner Gastfamilie ankam, wurde ich unglaublich herzlich aufgenommen und ich durfte das erste Mal die Kochkünste meiner Gastmutter Nezha kennen lernen. Ich fühlte mich sofort wohl bei ihnen.

Am nächsten Tag holte mich Adil ab und wir erledigten einige wichtige Dinge (Geldwechsel, Sim-Karte kaufen, Tour durch die Stadt) und ich erhielt wichtige Infos über Marokko, meinen Arbeitsplatz und meinen Arabischkurs.

Freiwilliger bei einem Ausflug nach Chefchaouen

Am darauffolgenden Montag ging es dann auch schon los mit meinem Einsatz bei der Organisation Marocaine des Droits Humains (OMDH). Auch dort wurde ich sehr freundlich aufgenommen. Auch wenn die Verständigung auf Französisch für mich eine Herausforderung war und das Team wenig Englisch sprach, wurde für mich eine passende Aufgabe gefunden: Ich durfte Übersetzungen von verschiedensten Dokumenten von Französisch zu Englisch oder von Deutsch zu Französisch anfertigen, wobei ich mir genug Zeit nehmen konnte, alles mit Hilfsmitteln zu übersetzen. Die Arbeit gefiel mir und sie wurde auch von OMDH sehr geschätzt. Das bedeutete auch, dass ich viele Aufgaben selbstständig bearbeitete. Um vollständig in das Team integriert werden zu können, würde ich den Einsatz bei OMDH deswegen vor allem Leuten empfehlen, die sehr gut Französisch sprechen oder an Übersetzungsarbeiten interessiert sind.

Freiwilliger besucht den Markt in Fès

Neben dem Einsatz bei OMDH nahm ich Arabischunterricht. Meine junge Lehrerin Jamila (die glücklicherweise gut Englisch sprach) war immer sehr geduldig mit mir und brachte mir vieles bei. Wir verstanden uns sehr gut und ich freute mich jeden Tag auf die 2 Stunden Arabisch. Wir wurden schnell Freunde und ich kommuniziere auch heute noch mit ihr per Whatsapp in Arabisch, was mir dabei hilft das Gelernte nicht so schnell wieder zu vergessen. Auch sonst habe ich sehr von meinem Arabischkurs profitiert, weil die Menschen immer sehr erfreut reagiert haben, sobald ich sie auf Arabisch ansprach. Die sonst schon sehr offenen und freundlichen Marokkaner wurden noch herzlicher als sie merkten, dass ich mich für die Sprache und Kultur ihres Landes sehr interessierte.

Natürlich ging ich nicht nur nach Marokko um zu arbeiten und Arabisch zu lernen, sondern auch um Land und Leute kennen zu lernen. Dabei hatte ich das grosse Glück, dass ich Ousama kennen lernte, einen jungen Studenten. Ich verbrachte viel Zeit mit ihm und wir unternahmen mehrere Wochenendausflüge. Mit ihm besuchte ich den wunderschönen Strand in Bouznika, Assilah und Tanger, wanderte im Atlas, besuchte Fès (meiner Meinung nach die schönste Stadt in Marokko) und die heissen Quellen in Moulay Yacoub sowie die berühmte Kleinstadt Chefchaouen und die naheliegenden Wasserfälle von Aqshor.

Der Lac de Tilsit bei einem Ausflug

In den letzten zwei Wochen meines Aufenthaltes besuchten mich meine Eltern und wir unternahmen gemeinsam eine Reise in den Süden Marokkos. Da mein Vater einen Landrover mit Dachzelt besitzt, campierten wir an den meisten Orten. Unsere Tour begann in Rabat, führte uns nach Safi, danach in die Stadt des Windes Essaouira, nach Marrakech, über den Atlas ins malerische Ait Ben Haddou, dann zum Tor zur Wüste Foum Zguid, in die Wüste zur Oasis Sacrée und zum Erg Chegaga, danach weiter nach Zagora, durch den Gorges du Dadés zum Lac de Tislit und zurück nach Rabat. Leider würde eine genauere Beschreibung all dieser unglaublichen Orte den Rahmen dieses kurzen Erfahrungsberichtes sprengen. Ich kann jedem der nach Marokko reist bloß empfehlen, so extensiv wie möglich im Land zu reisen, um die unglaubliche Vielfalt in vollen Zügen geniessen zu können. Von den grünen Hügeln im Norden über die wunderschönen Sandstrände an den Küsten, den kargen Bergen im Atlas (und den grünen Bergen im Rif) bis in die Wüste Sahara ist für jeden etwas dabei. Nicht vergessen darf man die Königsstädte Rabat, Meknes, Fès und Marrakech, welche ein vielfältiges Angebot an kulturellen und historischen Schätzen bieten.

Die Fotos, die ich mit diesem Bericht hochlade, sollen einen kleinen visuellen Einblick in meine persönlichen Erlebnisse bieten, sie können jedoch nicht wirklich darstellen, was ich alles gesehen, geschmeckt und gefühlt habe. Um Marokko kennen zu lernen, muss man schon selbst dorthin 😊.

Jann Rüter

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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