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"Mit Vollgas durch Kambodscha"

Khmer-Projekt in Kambodscha

Khmer - Projekt in Kambodscha von Selina Blumer (Kanton Zürich, Schweiz)

Nach drei Monaten Thailand entschied ich mich, das einmonatige Khmer-Projekt in Kambodscha zu besuchen. Das Projekt ist verbindet für mich unzählige kulturelle und persönliche Erfahrungen. In einem Monat habe ich einen wirklich guten und vielseitigen Eindruck von diesem Land gewonnen.

In der ersten Woche beschäftigte ich mich dort intensiv mit der jüngeren Geschichte Kambodschas (20 Jh., z.B. Khmer Rouge). In Phnom Penh, wo man in schönen, sauberen Appartements wohnt, stehen unzählige Museen, Tempel, Pagoden und Paläste zur Veranschaulichung. Die zweite Woche ist praktischer: Hier lernte ich traditionelle kambodschanische Handwerkskünste kennen, wie das erstellen von Buddhastatuen, das ausstechen von Puppen für Schattenspiele sowie auch kochen. In den letzten beiden Wochen reise ich vermehrt durch Kambodscha. Ich besuche Reisfarmern und half bei Ernte und Anpflanzung; ich ging mit dem Fahrrad in ein kleines Dorf, welches von der Töpferei lebt und dann nach Angkor Wat. Angkor Wat war für mich das schönste in Kambodscha. Geschichtsträchtige und wunderschöne Tempelanlagen türmen sich in den naturbelassenen Regenwaldlandschaften auf. Die alten Mauern berichten von legendären Schlachten und Märchen des 8-12Jh.. Bäume durchschlängeln die Ruinen und halten die Gesteinsbrocken kunstvoll zusammen.

Khmer-Projekt in Kambodscha

Ich möchte in diesem Bericht einen einzelnen Tag, der für mich typisch war für das Khmer Projekt, speziell herausheben, um einen Einblick in die Stimmung und die Mentalität der Menschen zu geben:

Wir waren auf unserem viertägigen Aufenthalt in Siem Reap und hatten Angkor Wat bereits den Tag zuvor besichtigt. Somit stand unserem Bootsnachmittag nichts mehr im Wege; außer der Anreise, die in Kambodscha oftmals Überraschungen und Unvorgesehenes enthält. Vom Gasthaus in der Stadt bestiegen wir zunächst unser Tuktuk, welches sich tapfer über den staubigen, mit Schlaglöchern übersäten Weg kämpfte. Einheimische erkannten sofort unser Malheur und folgten uns mit ihren Motorrädern, bis schließlich auch unser Projektleiter sich geschlagen gab und einwilligte, auf Motorräder umzusteigen. Der Tuktukfahrer musste natürlich auch mit, und so wurde das Tuktuk umgebaut und jeder fand sich auf dem Rücksitz eines jungen Kambodschaners wieder. Über eine Stunde kurvten wir durch abgeschiedene Dörfer, und die Fahrer schienen sichtlich stolz, westliche Passagieren chauffieren zu können. Am Ziel angekommen, standen ein paar Holzboote und ein Stand, an dem sie sauren Palmensaft verkauften. Eine Toilette gab es natürlich nicht, und so blieb mir nichts anderes übrig, als mich vor den neugierigen Blicken der Kinder, die mir überall hin folgten, hinter einem Busch zu erleichtern. Auf dem Boot wurde es dann sehr friedlich und wir genossen die Ruhe, die nur hie und da von Telefonaten des Bootsführers gestört wurden.

Das Boot brachte uns in ein Dorf, welches jeweils ein halbes Jahr unter Wasser steht und ausschließlich vom Fisch- und Krebsfang lebt. Ich kam mir etwas voyeuristisch vor, da sich die Menschen direkt vor ihren Hütten wuschen und kochten, und wir ihnen dabei zusahen.

Khmer-Projekt in Kambodscha

Ein weiteres Mal wechselten wir das Boot, als uns eine Frau anbot, uns durch die sumpfige Baumlandschaft zu rudern. Ihr Junge war auch auf dem kleinen Boot, er zeigte sich aber ziemlich unbeeindruckt von uns seltenen Besuchern und erledigte auf der Rückbank seine Schulaufgaben. Wie viele Menschen in Kambodscha fragte die Bootslenkerin uns über unseren Familienstand und unser Alter aus und warum uns Kambodscha interessiere.

Als Entschädigung berichtete sie detailliert über die eigene Lebens- und Familiengeschichte (sie sprach sie ausschließlich Khmer, unser Projektleiter musste jeweils alles auf Englisch übersetzen.)

Auf dem Rückweg machten wir dann noch einen spontanen Abstecher auf den See, da der Bootsführer `frisches` Wasser nach Hause bringen musste. Sein Vorschlag, im Wasser schwimmen zu gehen lehnten wir angesichts der braunen Brühe dankend ab. Unsere Motorradfahrer warteten bereits auf uns und brachten uns zurück in die Stadt.

In Kambodscha und auch in Thailand verbrachte ich eine wunderschöne Zeit. Ich habe die Entscheidung, mit Projects Abroad dorthin zu reisen, keinen Moment lang bereut, und möchte keines der Erlebnisse dieser vier Monate missen.

Selina Blumer

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