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Logo in Togo

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Sprachtherapie in Togo von Charline Daehne

„Logo in Togo“ – so hatte ich mein Projekt eigenhändig ernannt. Meine Ausbildung zur Logopädin beinhaltet mehrere mehrwöchige Praktika, und so entschied ich mich in meiner Ausbildungszeit so viele Erfahrungen wie möglich zu sammeln. Mit Projects Abroad reiste ich nach Lomé, in die Haupstadt von Togo.

Nachdem die ersten zwei Tage mich kulturschockbedingt erstmal ein wenig Gewöhnung und Orientierung kosteten, empfand ich es am dritten Tag schon als ganz normal, dass meine Dusche aus einer blauen Wassertonne bestand. Die Wassertemperatur war bei den Außentemperaturen auch zu verkraften.

In meiner Gastfamilie, die sich sehr lieb um uns kümmerte, war ich zusammen mit einer dänischen Freiwilligen untergebracht.

Überall an den Straßenrändern stapelten sich Türme von Ananas, Mangos, Bananen ebenso wie Kleidungsstücken, Möbel oder Fernseher. Am besten konnte ich diese Austellung vom Mototaxi, dem gängigsten Fortbewegungsmittel, bewundern. Einmal aufgestiegen, ist man so richtig angekommen in Togo und will gar nicht mehr runter.

Ich sah Frauen, die Schüsseln auf den Köpfen getragen haben. Sie wurden von Frau zu Frau größer, der Inhalt immer vielfältiger. „Es ist einfach wirklich wie im Film und ich hab ne Komparsenrolle.“ – war der Abschlusssatz meiner ersten E-Mail in die Heimat.

Die ersten drei Wochen meines Praktikums verbrachte ich bei ADS, einer kleinen NGO. Wir haben vor allem behinderte Kinder und deren Eltern mit Logopäden und einem Physiotherapeuten betreut. Dort hospitierte ich in der Logopädie und wurde mit ins Geschehen eingebunden: Ich schaute mir mit den Kindern Bücher an, spielte mit ihnen und konnte sehr viele Erfahrungen bezüglich der Logopädie, der Ausbildung mit den beiden Fachkräften, austauschen. In diesem Land, in dem alles so anders schien, konnte ich mich immer wieder freuen, feststellen zu können, dass die die Arbeit der togolesischen Logopäden unserer in Europa sehr ähnlich ist.

Diese Beobachtung wurde mir im CNAO, ein großes an ein Krankenhaus angeschlossenes Rehabilitationszentrum, in dem ich die zweite Hälfte meines Praktikums absolvierte, bestätigt.

Im CNAO findet neben Logopädie auch Physiotherapie statt, Prothesen werden hergestellt und angepasst, die Patienten können etwa auch Schwimmtherapie in Anspruch nehmen. Außerdem werden verschiedene Berufe im Gesundheitswesen in der angrenzenden Berufsfachschule ausgebildet. Unter anderem befindet sich dort die einzige Berufsfachschule für Logopädie in ganz West- und Zentralafrika, welche ich auch besuchen konnte.

Im CNAO hospitierte ich an der Seite zweier Logopäden, die mir auf freundlichste Art und Weise all meine Fragen beantworteten, Vorgänge und Patienten geduldig erklärten und mir oft genug die Chance boten, selbst tätig zu werden. Alle Patienten, ob jung oder alt, waren sehr offen im Umgang mit mir und ich fühlte mich wie auch in den restlichen Situationen meines gesamten Aufenthaltes von den Togolesen sehr willkommen.

Viele Einheimische haben Interesse an uns ‚Yovo’s’ (Bezeichnung für uns Weiße) und daran wie unser Leben „da oben“ so läuft.

Eine Familie lud mich eines Tages zum ‚Pâte essen’ ein, und ich genoss neben gutem Essen und einem tollen Nachmittag eine wunderbar herzliche Gastfreundschaft, die mir noch lang im Gedächtnis bleiben wird.

Auf Grund des togolesischen Gesundheitssystems arbeitete ich nur vormittags bei ADS/CNAO und verbrachte deshalb zusätzlich drei Nachmittage pro Woche in zwei verschiedenen Waisenhäusern. Dort betreute ich zwei Jungen die sprachtherapeutische Unterstützung benötigten.

Am Dienstagnachmittag sowie am Freitagabend trafen wir uns immer mit den anderen Freiwilligen der Organisation. Es war toll und erleichternd, regelmäßig die Möglichkeit zu haben, seine Eindrücke austauschen zu können und auch in die Projekte der anderen einzutauchen. Meistens verbrachten wir auch die Wochenenden zusammen und klapperten die ‚typischen’ Ausflugsziele wie Kpalimé und Togoville ab. Ich hatte außerdem das Glück, mit vier anderen eine kleine fünftägige Entdeckungsreise in den Norden Togos und Benins zu machen, was meinen sechswöchigen Aufenthalt in Togo nicht besser hätte abrunden können.

Als ich nun Ende März wieder im Flugzeug nach Hause saß, fühlte ich mich zufrieden und erfüllt. Im Rückblick auf die letzten Wochen konnte ich nicht glauben, dass es nur sechs Wochen waren. So viel habe ich in dieser kurzen Zeit gelernt, entdeckt und erlebt, dass es mir fast unmöglich vorkam, dass das alles in meinen Kopf passt.

Auch wenn ich mich beim Erzählen ständig wiederhole, mir fällt doch immer wieder was Neues ein und es macht mir Spaß, diese Lebenserfahrung und das neue Wissen über eine völlig andere Kultur mit Menschen zu teilen.

Charline Daehne

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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