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„Projects Abroad organisierte auf meinen Vorschlag hin einen Anatomie-Kurs“

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Medizin - Praktikum in Argentinien von Anne Nicolei

Es ist Freitag der 1.10.2010. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlasse ich heute zum letzten Mal das Sanatorio Sierras Chicas in Córdoba, Argentinien. Nur noch wenige Tage vor mir liegt die lange und aufwendige Reise zurück nach Deutschland. Doch hinter mir liegt mit Abstand der aufregendste Sommer meines Lebens.

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Ich erinnere mich daran, als wäre es gestern gewesen, als meine Betreuerin von Projects Abroad mich zu meinem ersten Arbeitstag ins Krankenhaus begleitete. Ich war ängstlich und aufgeregt zugleich, denn ich hatte noch nie zuvor in einem Krankenhaus gearbeitet. Den Jetlag hatte ich auch noch nicht ganz überwunden und an die ungewöhnliche Kälte mitten im Juli konnte ich mich nach drei Tagen ebenfalls nicht ganz gewöhnen. Doch meine anfänglichen Sorgen waren unbegründet, denn für meine Wünsche, Fragen und Anregungen stand mir stets ein offenes Ohr von Seiten der Organisation zur Verfügung. Sowohl die Ärzte als auch die Krankenschwestern waren sehr geduldig mit mir. Sie nahmen meine Hilfe gerne an, stellten es mir jedoch frei zu entscheiden, ob ich mich einer Aufgabe gewachsen fühlte oder nicht. Ich lernte schnell, dass Eigenengagement und Eigeninitiative mir sehr dabei halfen einen persönlichen Kontakt zu den Angestellten des Krankenhauses aufzubauen. Hatte ich Wünsche, Fragen oder Kritik, so standen auch die Türen des Projects Aborad Office immer offen. So organisierte Projects Abroad zum Beispiel auf einen Vorschlag von mir zusätzlich für alle Medizinpraktikanten einen Anatomie-Kurs.

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Ich hatte mich zunächst rein aus Interesse dazu entschlossen, ein Medizinpraktikum zu absolvieren, da dies mit meinem eigentlichen Sprachstudium nicht viel zu tun hat. Trotz fehlender Vorkenntnisse und mangelhafter Sprachfertigkeiten stellte das Arbeiten im Krankenhaus keine Schwierigkeit dar. Man stellte sich auf meinen Wissensstand ein, sodass ich in den vergangenen Monaten viel über Patientenpflege, Diagnose und Behandlung von Krankheiten, Blut- und Urinanalysen usw. gelernt habe.

Spanischkenntnisse wurden ebenfalls nicht zwingend vorausgesetzt, doch ich habe mich um einiges besser im Krankenhaus zurecht gefunden weil ich Spanischkenntnisse hatte. Durch das Leben in der Gastfamilie bot sich mir zusätzlich die Möglichkeit mein verstaubtes Spanisch schnell aufzufrischen, meine Kenntnisse zu erweitern und meine Sprachfertigkeit zu routinieren. Ich wurde im fremden Haus meiner Gastmutti sofort warmherzig aufgenommen, durfte am alltäglichen Leben teilhaben und man interessierte sich sehr für mich und die Kultur, aus der ich stamme.

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Trotz allem blieb nebenbei ausreichend Raum für Freizeit, Unternehmungen und selbstverständlich Party. Projects Abroad sorgte mindestens ein Mal pro Woche dafür, dass ich mit anderen Freiwilligen aus aller Welt in Kontakt kommen konnte. Gemeinsam erkundeten wir Córdobas Nachtleben, lernte aber auch gleichermaßen die unglaublich interessante kulturelle und landschaftliche Vielfalt Argentiniens kennen. Ein Wochenendtrip nach Iguazu in den hohen Norden Argentiniens stellte den Höhepunkt meiner Reiseferien dar: Der kleine, schmucklose Touristenort am Dreiländereck zwischen Brasilien, Argentinien und Paraguay ist ein Auffangbecken für Touristen, welche aus allen Teilen der Welt angereist kommen um sich den berühmten Nationalpark und die atemberaubenden Wasserfälle von Iguazu anzuschauen. Nicht nur, dass die zwanzigstündige Busfahrt im gefühlten Fünfsterne-Doppeldeckerbus definitiv das Geld wert gewesen war, für mich persönlich waren der Park und die Wasserfälle das faszinierendste und erstaunlichste Naturwunder, welches ich je in meinem Leben gesehen habe.

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Das dominierende Gefühl, mit welchem ich somit nach diesen drei Monaten meinen Arbeitsplatz verließ, war Freude. Ich freute mich auf zu Hause und auf Deutschland, welches mir mittlerweile wie eine fremde, weit entfernte Welt vorkam. Ich war freudig und dankbar über das Gelernte und die gewonnenen Freundschaften. Das weinende Auge aber weiß, dass ich Argentinien sehr vermissen werde.

Anne Nicolei

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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