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„Das ganz große Abenteuer“

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Medizin-Praktikum und Englisch-Intensivkurs in Ghana von Celina Cziesia aus Siebnen (Schweiz)

Afrika, Ghana...das ganz große Abenteuer sollte es für mich werden und nach knapp einem halben Jahr in Ghana kann ich nur sagen: genau das war es auch!

Ich plante diese Reise nach meiner Ausbildung zur Krankenschwester mit zwei Freunden, die ebenfalls mit mir ausgebildet wurden. Obschon wir die Reise lange im Voraus geplant hatten, realisierte ich erst viel später, dass ich wirklich viele, viele Kilometer von zu Hause weg sein würde.

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Der Flug ging von Zürich über London direkt nach Accra. Nach einem herzlichen Empfang am Flughafen ging es auch schon zu meiner Gastfamilie.

Dort angekommen, zeigte uns die Gastmutter zuerst, wo und vor allem wie man Wasser trinken konnte. Da das Wasser in speziellen Tütchen abgepackt ist und meist kühl gelagert wird, ist es herrlich frisch, nur war es für mich eine Kunst an sich, das Trinken zu bewältigen, ohne alles zu verschütten.

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Ich reiste nach Ghana, ohne wirklich Englisch zu sprechen oder zu verstehen, was am Anfang zu manchen Missverständnissen zwischen meiner Gastmutter und mir führte. Deswegen beschloss ich, einen Englisch Sprachkurs zu machen, der mir von Projects Abroad angeboten und schließlich organisiert wurde. Meine Lehrerin war eine Einheimische und bei ihr im Unterricht lernte ich nicht nur Englisch zu sprechen, sondern gleichzeitig auch viel über Ghana selbst. Oft brachte sie mir einheimische Geschichten mit, die ich dann laut vorlesen sollte. Sie korrigierte dabei meine Aussprache und war immer bereit, meine unzähligen Fragen geduldig zu beantworten. Mit ihr zusammen machte das Lernen sehr viel Spaß und meine zwei Stunden jeden zweiten Tag waren immer im nu verflogen.

Ich arbeitete im Police Hospital Osu, wo ich im Verlauf der Monate in verschiedenen Abteilungen arbeitete. Unter anderem arbeitete ich auch einen Monat lang auf der „Children Ward“, der Kinderstation des Krankenhauses. Geführt wurde die Station von einer wirklich beeindruckender Frau, die ihren Beruf sehr liebte. Sie selber war eine eindrucksvolle Persönlichkeit, und die Mitarbeiter und Ärzte hatten ziemlich Respekt vor ihr. Bei mir hat sie auf jeden Fall einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Doch so streng sie auch gegenüber anderen auftreten konnte, umso herzlicher war sie im Umgang mit den Kindern und ihren Müttern. Sie kämpfte für jedes Kind und dessen Behandlung.

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Zu meinen Aufgaben gehörte oft der Verbandwechsel, die Reinigung von Wunden, Blutabnahme, das Legen von venösen Zugängen, Messung von Vitalzeichen und Verabreichung von Medikamenten.

Oft wurde ich auch als „Geheimwaffe“ für schreiende Kleinkinder eingesetzt. Das heißt, wenn ein Kind sich einfach nicht beruhigen wollte, stellte die Stationsschwester mich einfach vor das kleine Ding und schwupps - das Kleine war still. Die Kinder fanden nämlich meine Hautfarbe unheimlich faszinierend. Sie nannten mich wie alle Weißen „Obroni“, was „weiße/r Frau/Mann“ heißt. Oft, wenn ich durch die Straßen schlenderte, kamen die Kinder angerannt und riefen „Obroni, obroni“, dabei hüpften und schrieen sie wild durcheinander, damit ich sie auch ja nicht übersah. Die ganz mutigen versuchten oft, meine Hand zu halten, nur um mit mir ein Stückchen zu gehen.

Ein Highlight waren auf jeden Fall immer wieder die Outreach-Projekte, die wir jeden Dienstag und Donnerstag machen durften. Bei den Projekten wurden wir jeweils von einem oder mehreren Projects Abroad Mitarbeitern begleitet, die ebenfalls im Medizinbereich ausgebildet waren. Wir besuchten Dörfer, Schulen, Waisenhäuser und Slums. Überall, wo wir hinkamen, wurden wir stets mit offen Armen empfangen, wussten die Menschen doch, dass wir Verbandsmaterial mitbrachten und ihnen helfen wollten. Auch die eine oder andere Präventionsmaßnahme wie HIV-Aufklärung oder das Unterrichten von korrekter Zahnpflege gehörte zu unseren Aufgaben.

Alles in einem kann ich nur sagen, dass mich die Zeit in Ghana um tausend Erfahrungen reicher gemacht hat und ich es jederzeit wieder machen würde!

Celina Cziesia

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