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Ein Sommer in Nepal

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Medizin – Praktikum in Nepal von Katrin Grosinger aus Wiener Neustadt in Österreich

Nächstes Jahr bin ich mit meinem Medizinstudium fertig. Bevor der stressige Berufsalltag über mich hereinbricht, wollte ich mir unbedingt einen meiner größten Träume verwirklichen, für den ich mir in den vergangenen Jahren keine Zeit genommen hatte: ein Auslandspraktikum, durch das ich neue Leute, eine neue Kultur und ein anderes Gesundheitssystem kennenlernen konnte. So stieß ich auf Projects Abroad, und schon hatte ich einen Platz in einem orthopädischen Kinderkrankenhaus in Banepa in Nepal – dem Hospital and Rehabilitation Center for Disabled Children (HRDC).

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Nach meiner Ankunft am Flughafen fuhren wir mit 2 weiteren Freiwilligen in ein Hotel in Kathmandu. An meinem ersten Wochenende konnten wir uns erstmal akklimatisieren, eine Einführung in Land, Leben, Leute und Verhaltensweisen bekommen, eine nepalesische SIM Karte für das Handy besorgen, wichtige Dokumente kopieren und mit den anderen Freiwilligen Kathmandu unsicher machen.

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Am darauffolgenden Montag war es dann endlich soweit. Ein Mitarbeiter von Projects Abroad, der mir auf dem Weg tausend Fragen beantwortete, brachte mich zu meiner Gastfamilie, wo ich erstmal mein Gepäck abstellen konnte. Gleich darauf fuhren wir weiter zum Krankenhaus, wo ich zum ersten Mal auf Damu, meinen Gastvater traf. Noch ziemlich überwältigt von den Eindrücken der letzten Tage, bekam ich eine Führung durch das HRDC und erfuhr, dass ich mir mit 6 weiteren Freiwilligen Unterkunft und „Arbeitsplatz“ teilte. Vor allem mit meiner Zimmergenossin Marian, mit der ich heute noch in Kontakt bin, habe ich viele Abenteuer erlebt.

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Der Arbeitsalltag bestand aus den morgendlichen Runden, wobei wir die Krankheiten der verschiedenen Patienten besprachen. Zudem halfen wir, die Kinder zu untersuchen. Viele von ihnen hatten eine mehrtägige Anreise hinter sich und wurden zum ersten Mal in ihrem Leben untersucht. Wir waren beim Gipsen und in der Physiotherapie-Abteilung behilflich und spielten mit den kleinen Patienten im „Spielzimmer“. Ich habe viele Krankheitsbilder gesehen, die in Österreich kaum vorkommen, und konnte so mein theoretisches Wissen erweitern. Die Ärzte waren sehr freundlich und stets bemüht, meine vielen Fragen zu beantworten und mich in Diagnostik und Therapievorschläge einzubeziehen.

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An den Wochenenden organisierte sowohl Projects Abroad als auch Damu Ausflüge für uns, „da wir ja nicht nur zum Arbeiten, sondern auch auf Urlaub in Nepal waren“, wie mein Gastvater immer zu sagen pflegte. Die Ausflüge reichten von Elefantenreiten, Safari, Kanufahren, Rafting, Canyoning und Bungee Jumping bis Sonnenbaden am See und Massage. Durch diese Exkursionen und meine Trekkingreise im Anschluss konnte ich das Land in all seinen Facetten kennenlernen: den Dschungel im Chitwan Nationalpark, den Himalaya, die mächtigste Gebirgskette der Erde, den Extremsportbereich und das geschäftige Treiben in den 3 Königsstädten von Nepal – Kathmandu, Baktaphur und Patan.

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Am meisten berührt haben mich während meines Aufenthalts die Kinder im Krankenhaus, die trotz ihrer Armut und Krankheiten mit einer Lebensfreude gesegnet sind, von der die meisten Menschen in entwickelten Ländern nur träumen können. Aber auch die Mentalität der Menschen in Nepal, die mir mit einer immerwährenden Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft begegneten, hat mich fasziniert. Hatte ich mich in Kathmandu verlaufen (was bei meinem schlechten Orientierungssinn leider ein paar Mal vorkam), nahmen mich die Einheimischen an der Hand und brachten mich wieder zurück zum Hotel. Durch das Leben mit meiner Gastfamilie hatte ich das Gefühl, nicht nur zu Besuch, sondern auch Teil der Kultur sein zu können. Ich durfte an hinduistischen Festen, wie der Reiszeremonie teilnehmen, bei der der 6 Monate alte Sohn meiner Gastfamilie das erste Mal Reis zu essen bekam.

Es war nicht nur ein Sommer in Nepal, in dem ich Erfahrung für mein späteres Berufsleben sammeln konnte, sondern auch ein Sommer, in dem ich mich persönlich verändert und weiterentwickelt habe: Ich habe gelernt, vieles aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

Katrin Grosinger

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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