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Die Leute standen mit Herzblut hinter ihrer Arbeit

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Medizin – Praktikum in Nepal von Michelle Thali

Schon immer wollte ich einmal nach Nepal – das Land, das den Himalaya beherbergt, mit seinem unüberschaubaren Kulturgemisch aus Hinduismus, Buddhismus und anderen Religionen und Traditionen. Aber wenn ich ehrlich bin, hat mich dieses Land vor allem fasziniert, weil ich keine Ahnung hatte, was mich genau erwarten wird. Da ich Medizinstudentin bin, wollte ich Nepal nicht einfach nur als Touristin sehen, sondern auch etwas davon mitbekommen, wie die medizinische Versorgung dort funktioniert.

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In Kathmandu angekommen, war ich so fasziniert von diesem gewaltigen Chaos, dass ich gar keine Zeit hatte, darüber nachzudenken, wie weit ich von zu Hause entfernt war. Ich musste mich zuerst mal an die neuen Verkehrsregeln gewöhnen – sofern ich eine Logik oder Gesetzmäßigkeit ausmachen konnte…

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Nach ein paar Tagen in Kathmandu wurde ich nach Bharatpur zu meiner Gastfamilie und zum Praktikumsplatz im Spital gebracht. Die Familie hieß mich mit einer Schärpe, Tika (roter Punkt auf der Stirn) und ein paar Blumenblättern herzlich willkommen. Die Menschen in meiner Gastfamilie gehören zu den liebenswertesten Menschen, die ich je in meinem Leben getroffen habe. Der Wohnraum war beschränkt, aber sehr gemütlich. Ich hatte eine Gastschwester (9 Jahre), die sich köstlich über meine Ungeschicktheit beim Essen mit den Händen amüsieren konnte. Meinen kleinen Gastbruder (18 Monate) schloss ich sofort ins Herz. Als ich ankam, entdeckte er gerade das Rennen und von da an flitze er nur noch in der Wohnung herum. An gemütliches Gehen war nicht mehr zu denken…

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Am nächsten Tag ging es dann ins Krankenhaus, und ich konnte mit meinem Praktikum beginnen. Anfangs war ich beunruhigt über die Zustände des Gebäudes und fand mich mit zwar westlicher Schulmedizin konfrontiert, welche aber sehr an den nepalesischen Lifestyle adaptiert schien. Ich fand mich inmitten der Ärzteschaft herzlich aufgenommen. Nach einiger Zeit realisierte ich, dass die Arbeit im Krankenhaus doch funktionierte. Obwohl man sie mit dem gewohnten Standard in Deutschland nicht vergleichen konnte, standen die Leute mit Herzblut dahinter. Sie gaben alles für das Wohl ihrer Patienten, auch wenn das alles andere als einfach war. Ich habe das Wenige, das zur Verfügung stand, schätzen gelernt. Nachdem die Ärzte etwas Vertrauen zu mir aufgebaut hatten, konnte ich auch selbst Hand anlegen. Die meiste Zeit verbrachte ich auf der Pädiatrie, was meinen Berufswunsch, Kinderärztin zu werden, bestätigt hat.

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Neben dem Praktikum hatte ich die Möglichkeit, an den Wochenenden Ausflüge, zum Beispiel nach Pokhara oder Lumbini, zu unternehmen. Dies sind Orte, die in der Nähe des Himalayas liegen und gute Ausgangspunkte für Trekkingtouren sind. Egal, an welchen Ort ich reiste, es war jedes Mal neu und aufregend. Kein Ort gleicht dem anderen und überall fanden wir historische und kulturelle Plätze. Viele Nepalesen klärten mich vor Ort über ihre Geschichte und die des Ortes auf, und so konnte ich einen tiefen Einblick in die Seele des Landes mit nach Hause nehmen.

Das Praktikum, die Arbeit im Krankenhaus und all die wunderbaren Begegnungen haben mich viel über mich selbst gelehrt, und ich ging eine riesen große Erfahrung reicher nach Hause.

Michelle Thali

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