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Argentinien-Medizin-Freiwillige

Medizin - Praktikum in Argentinien von Anika Pätzold

„Eine Fahrt nach Unquillo“ lautet die Bitte an den Taxifahrer, der mich vom Flughafen morgens um 9 Uhr zu meiner Gastfamilie bringen soll. Ganz ohne zu blinken, ohne Blicke in den Spiegel, aber der Hand auf der Hupe fährt er los. So schnell wie es der Verkehr erlaubt, nicht wie die Schilder es zeigen. Farbahnmarkierungen gibt es auch, aber wer hält sich schon daran, wenn doch überall Platz ist? Das waren meine ersten Eindrücke meines einmonatigen Aufenthaltes als Freiwillige in Argentinien.

Argentinien-Medizin-Buenos Aires

In den Sommerferien wollte ich zum Einen ein Medizin - Praktikum als Freiwillige im Ausland machen, zum Anderen meine Spanischkenntnisse vertiefen. Deshalb entschied ich mich dafür, mit Projects Abroad einen Monat nach Argentinien zu gehen. Als ich mich anmeldete, gab ich an, in einem Gesundheitszentrum für arme Menschen am Stadtrand arbeiten zu wollen. In Argentinien gibt es in den größeren Städten, wie Cordoba, gut ausgestattete Kliniken für diejenigen, die eine private Krankenversicherung haben. Die armen Menschen, die sich keine Krankenversicherung leisten können – und das sind viele – sind auf die kleinen Krankenhäuser angewiesen. In einem solchen arbeitete ich, am Stadtrand von Cordoba, im Dorf Unquillo.

Argentinien-Medizin-Tango

Als ich das erste Mal in das Krankenhaus kam, sah ich eine sehr lange Warteschlange. Nur die wenigsten hatten einen Sitzplatz, denn es gab nur ein paar Stühle im Eingangsbereich. Das Krankenhaus bestand aus zwei Etagen mit je 15 Zimmern, in denen jeweils zwei Betten standen. Die Zimmer waren nur mit dem Nötigsten ausgestattet und die Fensterläden klapperten an das Fenster. Hauptsächlich kamen ältere Menschen zu der Behandlung in die Klinik. Die meisten über 60 Jahre hatten keine oder nur noch wenig Zähne, wodurch ich die Sprache am Anfang erst schwer verstehen konnte. Viele von ihnen kamen, weil sie ursprünglich „nur“ eine fiebrige Grippe o. Ä. hatten. Weil auch Medikamente käuflich erworben werden müssen, verzichteten viele auf eine eigentlich notwendige Operation und warteten lieber ab. Die traurig anzusehenden Ergebnisse sah ich dann im Krankenhaus. Manche hatten auch eine Operation hinter sich, und wie ich es öfters beobachten konnte, hat sich wohl die Wunde auf Grund unzureichender hygienischer Mittel infiziert.

Argentinien-Medizin-Wanderung

Als ich am ersten Tag nach Hause ging, ging ich in der Erwartung, die meisten Patienten am nächsten Ta wieder zu sehen. Dem war aber nicht so. Viele kamen, lagen ein paar Stunden im Zimmer und dann wurde entschieden, dem Patienten nicht weiterhelfen zu können. Also wurde er wieder nach Hause entlassen. An manchen Tagen begann ich den Arbeitstag und musste feststellen, dass ein Patient nicht entlassen wurde, sondern sehr jung gestorben war, weil er sich eine bessere Gesundheitsversorgung nicht leisten konnte.

Argentinien-Medizin-Pferd

Daher weiß ich heute die Gesundheitsversorgung in Deutschland viel mehr zu schätzen. Außerdem bereitete es mir sehr viel Freude, trotz anfänglicher sprachlicher Probleme mit den Patienten und Kollegen zu reden, zu helfen und von ihnen zu lernen.

Argentinien-Medizin-Wasserfall

Wegen der wöchentlichen Treffen lernte ich schnell andere Freiwillige aus der ganzen Welt kennen. Wir erlebten zusammen viele spannende und lustige Dinge! Am Wochenende blieb Zeit zum Verreisen mit anderen Freiwilligen, z.B. in die Hauptstadt Buenos Aires oder zu den Iguazu- Wasserfällen.

Argentinien-Medizin-Cordoba

Mit meiner Gastfamilie verstand ich mich sehr gut. Sie waren sehr fürsorglich, und es war, als würden wir uns schon viel länger kennen! Bei allen Planungen und kleinen Sorgen habe ich mich von den Mitarbeitern des Projects Abroad Teams in Argentinien jederzeit gut betreut gefühlt. Ich wusste, dass immer jemand da ist, mit dem ich reden kann. Aus all diesen Gründen kann ich es nur empfehlen, als Freiwillige/r mit Projects Abroad ins Ausland zu gehen und dort tolle Erfahrungen zu sammeln!

Anika Pätzold

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