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Medizin – Praktikum in Sri Lanka von Dominik Plieseis aus Graz (Österreich)

Auch zwei Monate nach meiner Rückkehr aus Sri Lanka fällt es mir immer noch schwer, die Vielfalt an Erfahrungen und Impressionen in Worte zu fassen, da ich in dieser Zeit sehr viel erlebt und gelernt habe. Zusammen mit meiner Freundin Christina beschloss ich, ein Praktikum im Ausland zu machen.

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In Sri Lanka angekommen, verbrachten wir die erste Nacht in Colombo, bevor wir nach Galle gebracht wurden, unserer Heimat für die nächsten 5 Wochen. Am nächsten Morgen wurden wir unserer Gastfamilie vorgestellt, die uns ausgesprochen herzlich aufnahm. Das erste Kennenlernen verlief sehr angenehm und wir fühlten uns von Anfang an willkommen. Besonders der Sohn der Familie schien sich sehr zu freuen, vor allem über die mitgebrachten Süßigkeiten, die bereits ein paar Tage später aufgegessen waren.

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Nach dem Mittagessen wurden wir zu unserem Arbeitsplatz im Krankenhaus gebracht. Anfangs waren wir beide ziemlich erschrocken, da alles ziemlich chaotisch wirkte. Hunderte Menschen, die auf Behandlungen warteten, Hunde in den Gängen, dazu lärmender Verkehr, scheinbar keine Organisation und mittendrin 2 österreichische Studenten, die nicht so recht wussten, was sie genau erwartete. Doch nach ein paar Tagen erkannten wir, dass trotz dieses vermeindlichen Chaos alles so funktioniert wie es soll – typisch Sri Lanka eben.

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Im Rahmen unseres fünfwöchigen Praktikums durchliefen wir 3 Stationen: die ETU (Emergency & Trauma Unit), die Chirurgie und die Neurochirurgie. Auf allen drei Stationen wurden wir sehr freundlich aufgenommen und uns wurde viel beigebracht. Die meiste Zeit verbrachten wir auf der Neurochirurgie. Auf dieser Station fühlten wir uns am wohlsten, denn der Chef der Abteilung bemühte sich sehr um uns. Er nahm uns auf die morgendlichen Visiten mit, und bei einigen Fällen wurden wir auch „abgeprüft“. Wenn wir etwas nicht wussten, erklärte er uns geduldig, worum es sich handelte und wie in den einzelnen Fällen weiter vorgegangen wird. Das Eindrucksvollste waren die zahlreichen Operationen, die wir miterleben konnten. In unserer letzten Woche durften wir sogar assistieren, was die ganze Zeit auf der Station noch unvergesslicher machte.

Zu Beginn des Praktikums herrschte bei uns eher das Gefühl von verständnislosem Staunen. So waren zum Beispiel die hygienischen Bedingungen im Krankenhaus von unserem europäischen Blickwinkel aus betrachtet ziemlich mangelhaft. Was uns jedoch am meisten erschütterte, war die Tatsache, dass oft nicht genug überlebenswichtige Geräte vorhanden waren, sodass die Ärzte manche Patienten nicht sofort behandeln konnten, sondern eine Verlegung in ein weit entferntes Krankenhaus anordnen mussten.

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Eine unserer größten Sorgen im Vorfeld war die Verständigung am Arbeitsplatz. Wir wurden jedoch sehr positiv überrascht, als wir feststellten, dass das gesamte Personal auf Englisch ausgebildet worden war und dass die Kommunikation im Krankenhaus in englischer Sprache stattfand. Patientenakten, Beschriftungen, etc. – alles auf Englisch! So erwiesen sich unsere anfänglichen Ängste als unbegründet.

Nach der Arbeit im Krankenhaus trafen wir uns oft mit anderen Freiwilligen am Strand in Unawatuna, um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Unawatuna zählt zu den schönsten Stränden in der Gegend und ist nur etwa 10 Minuten mit dem TukTuk von Karapitiya entfernt. TukTuks erwiesen sich als schnelle, authentische, kurz gesagt, perfekte Fortbewegungsmittel. Und wenn man sich etwas mit den Fahrern anfreundet, kann man schon mal eine gratis Fahrstunde bekommen und selbst durch die Gegend düsen!

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An den Wochenenden besuchten wir Kräutergärten, eine Schildkrötenfarm, ein Elefantenwaisenhaus und natürlich zahlreiche Tempel. Unser persönliches Highlight war das Wochenende in Kandy und Umgebung. Schon die Zugfahrt nach Kandy durch die wilde Berglandschaft war wunderschön und verging trotz einiger Stunden Fahrtzeit wie im Flug. Dort angekommen, besuchten wir den weltberühmten Zahntempel, in dem ein Backenzahn Buddhas aufbewahrt wird. Als sehr gute Entscheidung hat sich das Mieten eines Fahrers für einen Tag erwiesen. Dieser brachte uns am folgenden Tag zum Löwenfelsen Sigiriya und zu den Höhlentempeln in Dambulla: unbeschreiblich schön und ein absolutes Muss!

Unsere Tage waren ziemlich ausgefüllt. Wenn wir nicht gerade im Krankenhaus beschäftigt waren, oder die Insel erkundeten, wurden „Medical Seminars“ und „Social Outreaches“ von Projects Abroad angeboten. Die Seminare behandelten tropische Krankheiten und häufige Krankheitsbilder. Im Zuge eines „Social Outreaches“ pflanzten wir zum Beispiel Bäume für ein Waisenhaus. In diesem Zusammenhang möchte ich ein großes Lob an die Organisation vor Ort aussprechen: Wir wurden rundum super betreut! Das Engagement der Mitarbeiter ging weit über unsere Erwartungen hinaus und es entwickelten sich nette persönliche Kontakte.

Heute kann ich sagen, dass der Reiz, den dieses Land und seine Bewohner auf uns ausübte, ungebrochen ist und sogar noch stärker geworden ist. Wir werden diesen beeindruckenden Ort auf jeden Fall in absehbarer Zukunft wieder besuchen!

Dominik Plieseis

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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