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Medizinische Versorgung mal in einem ganz anderen Licht sehen

Medizin – Praktikum in Sri Lanka von Julia Knothe

Sri Lanka, Medizin, Ausflug

Wie ich auf Sri Lanka gekommen bin? Diese Frage haben mir gefühlte 100 Personen gestellt, als ich von meinen Plänen erzählt habe. Und so ganz genau beantworten konnte ich die Frage damals selbst nicht. „Naja ich brauche 3 Monate Krankenpflegepraktikum fürs Studium, einer fehlt mir noch, und den würde ich gerne im Ausland machen. Ich war noch nie in Asien. Sri Lanka klingt einfach total interessant.“ Mehr konnte ich dazu eigentlich nicht sagen. Ich habe insgesamt gute 5 Wochen in Sri Lanka verbracht und rückblickend wäre ich wirklich gerne noch länger geblieben.

Ich muss schon sagen, als ich im Flieger saß, habe ich mir doch Gedanken gemacht, ob wirklich alles so klappen wird, wie ich mir das gewünscht hatte. Sri Lanka ist immerhin ganz schön weit weg und ich sprach kein Wort Singhalesisch. Aber dass diese Sorgen völlig unbegründet waren, stellte ich ziemlich schnell fest. In Sri Lanka war alles komplett anders, als ich es von Zuhause gewöhnt war. Nach einer kurzen Eingewöhungsphase verliebte ich mich schnell in Land und Leute. Angefangen beim tropisch warmen und (selbst in der Monsunzeit, in der ich dort war) fast immer guten Wetter, über das exotische und aufregende Essen, bis hin zu der abwechslungsreichen Landschaft, die das Land zu bieten hat, war eigentlich für jeden etwas dabei. Die Menschen, die ich in Sri Lanka traf, waren wirklich hilfsbereit und meistens auch ziemlich neugierig, wenn sie Ausländer trafen.

Meine Gastfamilie war toll. Zu Anfang wohnten wir zu sechst (also mit fünf weiteren Projects Abroad Freiwilligen aus aller Welt) im Haus. Die Gastmutter war wirklich süß und gab sich die allergrößte Mühe, uns stets toll zu bekochen. Es hat mir immer Spaß gemacht, mich mit den Söhnen des Hauses zu unterhalten, die perfektes Englisch sprachen.

Sri Lanka, Medizin, Treffen

Mein Projekt fand in zwei Krankenhäusern statt. Die ersten zwei Wochen war ich in einem Krankenhaus auf der Entbindungsstation eingeteilt. Das hieß, jeden Morgen um acht anzukommen und erstmal von frisch geborenen Säuglingen begrüßt zu werden. Das ließ sich schon sehr gut aushalten, muss ich sagen! Insgesamt war die Arbeit dort echt interessant. Ich habe sehr viele Geburten miterlebt, Neugeborene versorgt und bei Kaiserschnitten zugesehen. Außerdem konnten wir in der Babyklinik bei der ambulanten Versorgung helfen.

Die anderen zwei Wochen meines Projektes war ich dann in einem allgemeinen Krankenhaus in der chirurgischen Abteilung, ebenfalls in Panadura. Das war mein absolutes persönliches Highlight! Es ist schon etwas Besonderes, bei Operationen wie z.B. Brustentfernungen oder Darm-OPs am Tisch zu stehen und alles haargenau erklärt zu bekommen. Für mich war das wirklich ideal, da ich in die Chirurgie gehen möchte. Und da in einem Saal mehrere OPs zeitgleich stattfinden, konnte ich immer hin- und herwechseln und so wirklich alles mitbekommen.

Natürlich muss ich auch sagen, dass die Krankenhäuser wirklich nicht mit europäischen Krankenhäuser zu vergleichen sind. Hygienestandard und Patientenkomfort sind in Sri Lanka noch Fremdwörter und viele in Deutschland völlig alltägliche Geräte fehlen, wie z.B. diejenigen für die Magnetresonanztomografie oder Computertomografie. Ich konnte jedoch viel lernen und mitnehmen, vor allem weil ich Elan zeigte. Das Krankenhaus ist übrigens auch ein perfekter Standort, um klinische Diagnostik zu lernen!

Jedes Wochenende hatten wir Zeit zum Reisen und konnten so fast die ganze Insel erkunden und wirklich viel sehen. Die Wochenenden waren immer kleine Highlights, weil ich mit vielen anderen Projektteilnehmern unterwegs war, und Langeweile hatte ich eigentlich nie.

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Die Organisation hat von Anfang an gut geklappt. Klar musste ich manchmal auch selbst die Initiative ergreifen und nachhaken, wenn mal was vergessen wurde. Alles in allem konnte ich mich aber auf das Team vor Ort echt verlassen. Die Projects Abroad Mitarbeiter waren zudem auch noch super lustig und es hat immer viel Spaß gemacht, an den von Projects Abroad organisierten Veranstaltungen teilzunehmen.

Wenn mich jetzt jemand fragt, warum ausgerechnet Sri Lanka, würde ich wahrscheinlich sagen, dass Sri Lanka einfach ein sehr vielschichtiges, interessantes und tolles Land ist, indem ich viele nette Leute traf, die meinen Aufenthalt zu einem spannenden Erlebnis machten. Außerdem kann ich nur jedem, der wie ich Medizin studiert, oder sich überlegt Medizin zu studieren, empfehlen, ein Praktikum in Sri Lanka zu machen. Man gewinnt einfach so viele neue Eindrücke und kann medizinische Versorgung einmal in einem ganz anderen Licht sehen.

Julia Knothe

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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