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„Ich bin jetzt ein Teil der Familie“

Sozialarbeit Tansania Ausflug

Medizin – Praktikum und Sozialarbeit in Tansania von Antonia Pelshenke

Seit ich denken kann habe ich mich sehr für Afrika interessiert, und so ging ich nach meinem Abi für knapp 5 Monate nach Tansania. Ich möchte gerne Medizin studieren und wollte daher auch möglichst in dieser Freiwilligenzeit schon medizinische Erfahrungen sammeln, was Projects Abroad mir ermöglichte. ... Und auf einmal war ich in meiner afrikanischen Gastfamilie für die nächsten 5 Monate. Sie waren bezaubernd: Sie waren „richtig afrikanisch“ und haben versucht mir zu helfen wo es ging. Gleichzeitig haben sie mir aber auch viel Freiraum gelassen, den ich oft auch brauchte um alle gesammelten Eindrücke zu verarbeiten.

Sozialarbeit Tansania Junge

Die ersten 3 Monate arbeitete ich in einem Krankenhaus, danach zwei Monate in einem Waisenhaus. Morgens nahm ich nach einer Scheibe Weißbrot und Chai -Schwarzem Tee mit Gewürzen und Milch - ein Daladala zur Arbeit. Daladalas sind asiatische Minibusse, die nach Arusha und in Arusha Fahren. In diese kleinen Minibusse werden unglaublich viel Menschen gepackt, bis eben wirklich keiner mehr rein passt. Nach einer Weile habe ich das System kennen gelernt und die Daladalas lieben.

Im Krankenhaus durfte ich viel machen. Wenn Operationen anlagen, durfte ich helfen. Sonst konnte ich in der Notaufnahme bei der Wundversorgung assistieren. Man darf nie versuchen, die Menschen dort und ihre Kultur, Infrastruktur, etc. mit den westlichen Normen zu vergleichen. Das habe ich verstanden in meiner Zeit, und das hat mir sehr geholfen! Es gibt Gründe, warum die Dinge dort so sind, wie sie sind und man sollte das Handeln der Einheimischen verstehen und respektieren. Sie verstehen ja umgekehrt auch einiges nicht, das wir tun.

Sozialarbeit Tansania Kunststunde

Im Waisenhaus wurden mir nicht immer eindeutige Aufgaben zugeteilt. Am Ende war die Lehrerin im Waisenhaus aber wirklich froh, einen kleinen Teil ihres riesigen Aufgabenbereiches an mich abzugeben. So unterrichtete ich am Vormittag, nachdem wir alle zusammen Wasser von dem ca. 1 km entfernten Bach in Eimern auf unseren Köpfen geholt hatten, die Kinder in Englisch, Kunst, Mathe und Erdkunde, so gut es eben ging. Nachmittags gingen wir zu einem kleinen Feld und spielten Fußball, Packen, usw. die Kinder suchten wirklich meine Nähe, da sie keine Eltern mehr hatten. Oft gab es kleinere Streitigkeiten, weil zu viele Kinder auf einmal meine Hand halten wollten. Am Ende hielt dann immer jedes Kind stolz einen Finger und am nächsten Tag die, die am Vortag nicht dran waren. Natürlich war ich am Anfang eine Fremde. Am ersten Tag verbrachten sie ca. 2 Stunden damit, mir Zöpfe zu flechten und meine Haut aufmerksam anzufassen, da das so anders ist als bei ihnen. Recht schnell jedoch wurde ich zu ihrer Dada, Schwester.

Sozialarbeit Tansania Kind

Auch wenn das Essen im Waisenhaus nicht allzu gut war, aß ich mit ihnen, um ihnen zu signalisieren, dass ich mit ihnen auf einer Stufe stehen möchte. Das freute sie sehr und auch die stolze Köchin. Am Abend, wenn ich ging, fragten alle Kinder unzählige Male nach, ob ich auch am nächsten Tag wieder käme und liefen noch immer ein Stück mit mir. Und wenn ich morgens wieder kam, war die Freude groß. Alle kamen sie angerannt, hielten sich an meinen Fingern fest und drückten mich ganz doll an sich. Und dann war ich einfach nur glücklich. Die Arbeit im Waisenhaus hat mir sehr viel gebracht. Man lernt unglaublich viel über sich selbst und weiß ganz andere Dinge im Leben zu schätzen. Und wenn man ein kleines Kind richtig glücklich sieht, dann weiß man auf einmal genau, warum man hier ist und das es richtig ist. Das gibt einem so viel zurück!!

Sozialarbeit Tansania Wasser

Mir hat mein Aufenthalt unbeschreiblich gut gefallen und ich liebe Afrika noch mehr, als ich es vorher schon getan habe. Nebenbei habe ich so meine Pflegepraktika für das Medizinstudium schon abgearbeitet und mir das mit dem mitgebrachten Formular im Krankenhaus bestätigen lassen. Ich habe viele nützliche Dinge gelernt. Zum Waisenhaus und zur Familie habe ich noch Kontakt: Mir liegt sehr viel an ihnen und mein Gastvater sagte mir zum Abschied, dass er sehr traurig ist, dass er seine neu gewonnene Tochter wieder gehen lassen muss. Ich sei aber jeder Zeit willkommen und jetzt ein Teil der Familie. Das rührte mich zu Tränen und ich kann kaum ausdrücken, wie viel mir das bedeutet. Es war einfach klasse!

Antonia Pelshenke

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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