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Ich sehe nun manche Dinge mit anderen Augen

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Medizin - Praktikum und Sozialarbeit in Tansania von Lisa Beiner

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Schon während meiner Schulzeit war es mein großer Wunsch, nach dem Abitur nach Afrika zu gehen und in einem Waisenhaus zu arbeiten. Nach ein bisschen Internetrecherche bin ich auf Projects Abroad gestoßen und habe dann auch herausgefunden, dass ich in Tansania sogar ein Medizinpraktikum mit der Arbeit im Waisenhaus kombinieren kann. Und so ging es für mich für 5 Monate in den Osten Afrikas.

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Dort angekommen war ich total fasziniert von der Großstadt Dar es Salaam und dem vielen Verkehr. Ich wurde von Projects Abroad am Flughafen abgeholt und direkt in meine Gastfamilie gebracht, in der schon zwei andere Freiwillige wohnten. Von meiner Gastfamilie war ich gleich begeistert. Schnell lernte ich die afrikanische Kultur, das Essen und die Gewohnheiten kennen. Mit meiner 23-jährigen Gastschwester war ich oft unterwegs und konnte so vieles von Dar es Salaam kennen lernen, was man als Tourist wahrscheinlich nicht so häufig sieht. Morgens gab es immer Chai und Chapati (Tee und eine Art Pfannkuchen) oder Mandazi (eine Art Brötchen). Zur Arbeit bekam ich ein kleines Lunchpaket, und abends aßen wir zusammen ein leckeres afrikanisches Essen.

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Schon einige Tage nach meiner Ankunft konnte ich im Krankenhaus arbeiten. Dahin ging’s meistens mit dem Daladala, einem sehr überfüllten, aber günstigen Bus. Falls ich doch einmal zu spät dran war, konnte ich auf der Straße immer ein Bajaj finden, ein kleines dreirädriges Fahrzeug, mit dem ich immer überall hinkam.

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Über die Zustände dort im Krankenhaus war ich teilweise ziemlich erstaunt, weil es doch sehr anders ist als bei uns hier in Deutschland. Es gab wenig funktionierende Maschinen, und viel los ist auch immer. Die Ärzte kümmerten sich meist sehr gut um alles, auch wenn sehr viel improvisiert wurde, da viele nötige Hilfsmittel einfach nicht vorhanden waren. Sie nahmen sich sehr viel Zeit für uns Freiwillige, und ich habe im Praktikum sehr viel gelernt und einen guten Einblick in viele Bereiche des Krankenhauses bekommen (Labor, Kinderstation, OP, Kreissaal, Notaufnahme, Zahnarzt...). Ein besonderes Highlight war für mich, ein frisch geborenes Kaiserschnittbaby auf dem Arm halten zu dürfen!

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Auch meine darauffolgende 3-monatige Freiwilligenarbeit im Kinderheim war für mich ein unvergessliches Erlebnis. Es hat mich jeden Tag aufs Neue glücklich gemacht, lachende Kinder um mich zu haben, die immer auf meinem Schoß sitzen wollten, und die ich einfach knuddeln konnte. Es war jeden Tag aufs Neue schön, dort anzukommen. Wir spielten verschiedene Spiele mit den Kindern, brachten ihnen Lieder bei, versuchten sogar die Kleinsten ans Englisch zu gewöhnen und halfen beim Kochen und Waschen. Es gab viele Aufgaben. Manchmal war es aber auch einfach nur schön, ein Kind auf dem Arm zu haben und mit ihm alleine zu spielen. Am Ende meines Aufenthalts organisierten wir für die Kleinen einen Ausflug an den Strand, was alle super fanden! Um den Größeren mal eine Freude zu machen, haben wir sie mit ins Kino genommen, was allen riesigen Spaß gemacht hat.

Einmal im Monat hatten wir „Dirty Day“, ein Tag, an dem alle Freiwilligen zusammen in ein Kinderheim oder eine Schule gefahren sind. Dort haben wir entweder Räume gestrichen, Gärten angelegt oder Aufräumarbeiten erledigt, was trotz der Hitze sehr viel Spaß gemacht hat, da wir am Ende des Tages immer eine große Veränderung sehen konnten. Auch ein „Medical Outreach“ gab es jeden Monat. Dort haben alle Freiwilligen, die ein Medizin - Praktikum machten, die Kinder einer Einrichtung auf Krankheiten wie HIV, Malaria oder ähnliches untersucht.

Natürlich habe ich auch viel in meiner Freizeit unternommen. So sind wir an den Wochenenden oft an den Strand gefahren, waren auf der nahe gelegenen Insel Sansibar, haben eine Safari gemacht oder waren im Kino. In Dar bieten sich auf jeden Fall sehr viele Aktivitäten, um auch in der Freizeit immer volles Programm zu haben.

Der Aufenthalt in Tansania hat mir sehr viele neue Erfahrungen gebracht. Ich habe viele neue Leute aus der ganzen Welt kennen gelernt und sehe nun manche Dinge mit anderen Augen. Zu meiner Gastfamilie habe ich noch Kontakt und will so schnell wie möglich wieder in den Süden fliegen, um sie und meine Kinder im Heim zu besuchen!

Lisa Beiner

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