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Viel zu sehen, riechen und schmecken…

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Medizin - Praktikum in Togo von Sarah Moschner

Nach meinem Abitur habe ich mich dazu entschieden, für zwei Monate den afrikanischen Kontinent näher kennenzulernen. Da ich vorhatte, Medizin zu studieren und ich es mir spannend vorstellte, das Gesundheitssystem Afrikas – vor allem im Vergleich zu dem deutschen – zu erleben, entschied ich mich für ein Medizin-Praktikum im französischsprachigen Togo.

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So fand ich mich bald mit zugegebenermaßen etwas gemischten Gefühlen im Flugzeug zwischen Europa und Afrika wieder: aufgeregt, was wohl auf mich zukommen würde, erwartungsvoll und auch ein bisschen nervös. In Lomé angekommen, wurde ich herzlich von den Mitarbeitern von Projects Abroad empfangen und zu meiner Gastfamilie gebracht, bei der ich die nächste Zeit verbringen sollte. Dort wurde ich sehr nett begrüßt, und fühlte mich gleich wohl, vor allem die Mama bemühte sich, ein langsames Französisch zu sprechen, damit ich auch alles verstehen konnte – denn der togolesische Akzent ist, wie ich schnell feststellte, doch ein ganz anderer als im Schulfanzösischen! In der Familie erlebte ich die afrikanischen Lebensweisen natürlich gleich „live“, nicht zu vergessen das leckere typische Essen wie zum Beispiel „Fufu“, ein fester Brei aus Maniok, und die vielen mir unbekannten neuen Früchte!

togo-medizin-markt

Ich arbeitete von 7.30 bis 12.00 Uhr und von 14.30 bis 17.30 Uhr in einem kleinen Krankenhaus, das ich mit einem „Moto-Taxi“ erreichen konnte. Auch die Menschen dort waren wirklich nett: die Ärzte, Krankenschwestern/-pfleger und Hebammen versuchten, mir viel zu erklären und beizubringen.

So durfte ich mich im Laufe des Praktikums auf jeder der vorhandenen Stationen umsehen, die Arbeitsabläufe kennenlernen und auch mithelfen. Ich habe beispielsweise im Empfangsbereich immer die Temperatur, das Gewicht und den Blutdruck bestimmt, die Patienten zu den richtigen Räumlichkeiten verwiesen, durfte kleinere Pflaster wechseln, Infusionen vorbereiten und sogar bei Geburten zusehen.

togo-medizin-ausflug

Natürlich darf man sich die Arbeit nicht wie in deutschen Krankenhäusern vorstellen. Weil gerade die finanziellen Mittel so begrenzt sind, ist es für die Ärzte oft nur möglich, das Nötigste zu tun. Die Ausstattungen sind zweckmäßig und wir versuchten, aus dem, was wir hatten, so viel wie möglich zu gewinnen. Wie man sich vorstellen kann, gab es dabei nicht unbedingt nur schöne Seiten. Wenn ein Patient kein Geld hatte, wurde er auch nicht behandelt – Krankenkassen wie hier bei uns gibt es ja in Togo nicht. Daher ist auch die Ausstattung in den zahlreichen kleineren Kliniken, die es in Lomé gibt, stark begrenzt. Meist gab es eine kleine Chirurgie, eine gynäkologische und eine allgemeinmedizinische Station, ein Labor und eine Apotheke. Für größere Eingriffe wurden die Patienten dann beispielsweise an das große Uniklinikum in Lomé verwiesen.

togo-medizin-waisenhaus

Neben der Arbeit im Krankenhaus blieb natürlich auch viel Zeit, mit anderen Freiwilligen Lomé und die Umgebung zu erkunden. Jeden Dienstag trafen sich alle Freiwilligen, um gemeinsam etwas zu unternehmen, wie beispielsweise Arbeit in einem Waisenhaus, Trommelkurse oder aber einen Ausflug zu einem imposanten Wasserfall in der Nähe.

An den Wochenenden verabredete ich mich auch oft mit neuen Freunden. So waren wir auf dem Markt, was total spannend war, weil es so viel zu sehen, riechen und schmecken gab: bunte Stoffe, Schmuck, Obst und Gemüse am Straßenrand, Frauen, die alles Mögliche auf dem Kopf balancierten und Händler, die lautstark ihre Ware anpriesen – an das Verhandeln musste ich mich allerdings erst einmal gewöhnen!

togo-medizin-kultur

Außerdem fand ich toll, dass die Grenzen zu den Nachbarländern Benin und Ghana überhaupt nicht weit sind. Mit einem Visum, was ich mir bei den Botschaften holen konnte, hatte ich daher die Möglichkeit, noch kleine Einblicke in weitere afrikanische Länder zu erhalten.

Ich habe in meiner Zeit in Togo Erfahrungen gesammelt, die ich mit Sicherheit nicht so schnell wieder erleben werde. Es war wirklich spannend, ein mir bis dahin unbekanntes Land, neue Leute und eine andere Mentalität kennenzulernen. Für mich steht fest, dass ich dem Kontinent einen weiteren Besuch abstatten werde, um noch mehr sehen, erleben und entdecken zu können!

Sarah Moschner

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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