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Traumhaft

mexiko-naturschutz-freiwillige

Naturschutz in Mexiko von Britta Dolla

Am Anfang hätte ich am liebsten alles machen wollen, was Projects Abroad anbietet. Leider hatte ich nur drei Wochen Zeit. Ich habe mich dann für das Schildkrötenprojekt in Mexiko entschieden. Ich muss gestehen, dass Mexiko nicht gerade zu meinen bevorzugten Reisezielen gehörte. Nun, nachdem ich schon wieder gut sechs Wochen zu Hause in Deutschland bin, vermisse ich das Land, die Leute und die Natur sehr.

Als ich mich dann bei Projects Abroad angemeldet hatte, ging alles ziemlich schnell voran. Ich fühlte mich stets sehr gut betreut und Fragen wurden immer spontan beantwortet. Zwei Tage vor meiner Reise rief mich meine Betreuerin noch einmal an und fragte, ob alles klar sei, oder ob ich noch irgendwelche Fragen hätte. Das fand ich sehr freundlich und hatte meine Vorfreude nur noch verstärkt.

mexiko-naturschutz-camp

Meine Ankunft am Flughafen in Guadalajara verlief problemlos, und ich wurde sehr herzlich empfangen. Eine freundliche junge Frau stand mit einem Projects Abroad Schild am Ausgang und holte mich ab. Da ich bereits wusste, dass ich in dieser Nacht nicht mehr ins Schildkröten Camp fahren würde, und somit meine erste Nacht in Guadalajara bei einer Gastfamilie verbringen würde, war ich umso glücklicher, als mir die junge Frau mitteilte: „Du schläfst heute bei uns.“ Es war alles bis auf den letzten Punkt organisiert.

Am nächsten Morgen holten wir dann eine weitere Freiwillige ab und fuhren zur Busstation. Die Busstation in Guadalajara ist riesig. Sie erinnerte mich eher an einen Flughafen. Es gab mehrere Schalter von den unterschiedlichen Busgesellschaften. Auch hier war alles bereits organisiert. Nun hatten wir fünf Stunden Busfahrt vor uns. Da ich alles ziemlich aufregend fand, störte mich das nicht wirklich. Ich war neugierig und bereit für das Abenteuer. Die fünf Stunden vergingen dann auch wie im Flug. In Tecomán angekommen, wurden wir bereits erwartet. Zwei andere Freiwillige und einer unserer Betreuer nahmen uns in Empfang. Da ich mich vorher intensiv informiert hatte, und von jedem Team Fotos auf der Homepage von Projects Abroad zu finden sind, habe ich unseren Betreuer auch gleich erkannt.

mexiko-naturschutz-schildkrote

In Tecomán haben wir dann noch das Mittagessen für das Camp abgeholt und sind ins Camp gefahren. Der Weg zum Camp war von Limetten-, Bananen- und Papaya-Plantagen gesäumt – traumhaft! Im Camp angekommen hätte das Wetter nicht besser sein können. Es liegt direkt am Strand, und so konnten wir unser Mittagessen dann auch direkt am Strand genießen. Das Essen war immer sehr gut. Das Beste waren die frischen Früchte. Sie schmeckten so viel besser als bei uns in Deutschland.

Nach dem Essen bekamen wir dann erst einmal eine Führung durch das Camp: Wo ist die Küche, wo sind die Toiletten, wo schlafen wir, wo sind die Schildkröten-Nester etc. Es war einfach nur traumhaft. Ich hatte sogar meine Spinnenphobie ganz vergessen. Und wer mich kennt, der weiß, dass ich diese Krabbelviecher nicht wirklich mag. Es war alles anders als einfach nur Urlaub zu machen. Meine Vorstellungen und Erwartungen wurden weit übertroffen. Was ich sehr interessant fand, war zu erfahren, welche Arten von Schildkröten an dem Strand zu finden sind.

mexiko-naturschutz-eier

Da zu meiner Zeit nicht gerade Schildkröten-Hochsaison herrschte, waren unsere Aktivitäten zeitlich beschränkt. Im Camp machten wir morgens immer sauber: Küche und Wege fegen, Tische abwischen, sanitäre Anlagen sauber machen und den Müll wegbringen. Vormittags fuhren wir dann meistens nach Tecomán. Dort konnten wir ins Internet-Café, Souvenirs kaufen, Shoppen, die Stadt erkunden oder einfach nur in einem Café sitzen und Eis essen. Gegen frühen Nachmittag sind wir dann immer zur „Lunch-Lady“ gefahren und haben das Mittagessen abgeholt. Nach dem Mittagessen hatten wir Freizeit. Diese nutzten wir, um zu lesen, zu relaxen oder einen Spaziergang zur naheliegenden Lagune zu machen.

Camp-Aktivitäten waren dann immer ab 16:30 oder 17 Uhr und dann ein bis zwei Stunden. Da es keine Schildkröten-Hochsaison war, gab es natürlich auch andere Arbeiten zu erledigen. Wir haben einen Zaun gestrichen, Holzpaletten neu gestapelt, Unkraut umgegraben, eine neue Feuerstelle für das Lagerfeuer errichtet, eine Holzbank gebaut, das Badehaus für eine neue Lackierung vorbereitet und die Schildkrötennester gesäubert. Dabei wurden uns die Nester gezeigt, in denen Schildkröten geschlüpft sein könnten. Danach buddelten wir die Nester aus. Es war ein tolles Gefühl, als ich das erste Mal so eine winzig kleine Schildkröte in der Hand hielt. Toll! Die Schildkröten wurden dann in einer Wanne oder in einem Eimer gesammelt und zum Strand gebracht. Es war einfach toll, zu beobachten, wie die kleinen niedlichen Schildkröten ins Wasser „robbten“.

mexiko-naturschutz-strand

Zu den Camp-Aktivitäten gehörten auch Nachtpatrouillen. Wir starteten morgens zwischen vier und fünf Uhr. Das war sehr früh, aber absolut lohnenswert. Ein Mitarbeiter des Camps holte uns an ab, und wir fuhren hinten auf dem Beachbike mit. Ich fand es atemberaubend, bei sternenklarer Nacht und am besten noch Vollmond den Strand entlang zu fahren. Ich hatte Glück, dass ich in meiner ersten Nacht gleich zwei Schildkröten fand, die gerade dabei waren, ihre Eier zu legen. Es war absolut faszinierend. Die Eier wurden dann eingesammelt und im Camp am nächsten Morgen in neue Nester verbuddelt. So waren sie vor Wilderern gesichert, die die Eier als Delikatesse auf dem Markt oder an Restaurants verkaufen.

mexiko-naturschutz-krokodilfarm

Zu den Aufgaben der Freiwilligen gehörte auch das Beobachten von Vögeln. Dafür fuhren wir gegen 17 Uhr in die nahegelegene Lagune, in der viele verschiedene Vogelarten Rast machten. Wir paddelten mit einem kleinen Boot und katalogisierten alle Vögel, die wir sahen. Es war total schön, und ich konnte die Natur in ihrer ganzen Schönheit betrachten.

Donnerstags sind wir vormittags immer in eine Krokodilfarm gefahren. Hier hatten wir unterschiedliche Aufgaben – vom Müll aufsammeln bis hin zur Reinigung von Krokodilgehegen – und ich entdeckte meine Vorliebe für Reptilien!

mexiko-naturschutz-sonnenuntergang

Es war eine tolle Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte. Wir haben uns alle super verstanden und auch viel Spaß zusammen gehabt. Wer die Ruhe, die Natur und die Arbeit mit Tieren liebt, wer gern im Team arbeitet und das Meer liebt, der ist im Schildkröten Camp genau richtig. Da ich bereits seit über zwanzig Jahren arbeite, war alles, was ich in Mexiko an Arbeiten erledige, nicht wirklich Arbeit. Das Land und die Menschen gefielen mir so gut, dass ich am Ende des Jahres wieder für zwei Monate hinfahre. Dieses Mal ist es nicht einfach nur Urlaub, sondern ein wenig mehr. Ich freue mich schon sehr!

Die Mitarbeiter von Projects Abroad waren alle sehr freundlich und haben sich um alles gekümmert. Sie gaben uns Tipps für unsere Wochenendausflüge und waren für uns immer erreichbar. Ich fühlte mich absolut super aufgehoben. Es war perfekt organisiert. Ich kann nur jedem empfehlen, diese Erfahrung zu machen. Das Schöne ist, dass man sich allein auf den Weg machen kann. Du triffst immer auf andere Freiwillige. Diese Zeit in Mexiko hat mir extrem viel gegeben, und ich kann es kaum erwarten, wieder hinzufahren!

Übrigens: Britta hat auch einen Erfahrungsbericht über unser Vorbereitungsseminar geschrieben. Du findest ihn hier.

Britta Dolla

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