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"Ein Traum wird wahr"

Lisa mit Kaimanbaby

Naturschutz in Peru von Lisa Schüler

Peru, Walkway, Lisa

Dass ich kurze Zeit später mal früh morgens von dem tiefen durchdringenden Gebrüll der Affen geweckt werden sollte, habe ich mir während des Abis auch noch nicht vorstellen können! Doch kaum ist die Schulzeit zu Ende, befinde ich mich auch schon auf dem Weg in den peruanischen Regenwald!

In "Taricaya" angekommen, bin ich selbst überrascht wie leicht mir die klimatische und kulturelle Umstellung fällt, ich fühle mich sehr bald mehr zu Hause als in Deutschland. Schweiß gehört ebenso zum Leben wie Mückenstiche und Spanisch! Mal abgesehen von den überwältigenden Farben sowie Geräuschen des Flusses und des Waldes, bin ich einfach glücklich mit der Primitivität des Lebens; fern von der materialistisch geprägten westlichen Welt und eins mit der Natur, fühle ich mich frei!

Das Leben im Camp mit Freiwilligen, Leitern und Wissenschaftlern kommt mir vor wie in einer großen Familie. Das enge Zusammensein fordert einiges an Toleranz, doch jeder Neuankömmling ist bald unersetzlicher Teil einer verrückten Gruppe von Leuten mit internationaler Herkunft und verschiedensten Interessen!

Die körperlich häufig recht harte, aber ebenso täglich auch sichtbar verrichtete Arbeit macht einen zufrieden und ausgeglichen, und mir wird immer mehr deutlich, dass es wichtigere und schönere Dinge gibt, als die, mit denen ich alltäglich im modernen Europa konfrontiert werde!

Mal abgesehen von der "mañana" - Kultur, die ich sehr genieße, finde ich es einfach toll und unheimlich lehrreich, auch mit Biologen und Diplomanden mitarbeiten zu können. Dank der tiefgehenden Kenntnisse von Fernando, Carlos und all ihren Landsleuten über ihren Lebensraum, kann man schnell lernen Vogelarten, an ihrem Gesang sowie Flug zu erkennen, wie auch die häufigsten Pflanzenarten und deren medizinische Bedeutung zu bestimmen. Natürlich gehören auch Plattformbau, Feldarbeit, Pfadinstandhaltung, Tierpflege sowie Beobachtungen zum regelmäßigen Lernpensum.

Viele Vorgehensweisen und Arbeitsschritte des Projektes habe ich erst nach und nach verstanden, denn hier spielen die umwelt- und sozialpolitischen Probleme eines Landes wie Peru eine große Rolle. Hier, wo Naturschutzrichtlinien kaum bekannt sind und auch in der Politik andere Prioritäten gesetzt werden, kann man nicht so einfach ein Gebiet unter Schutz stellen, schließlich wohnen hier seit 30000 Jahren Menschen, deren Leben auf der Vielfältigkeit und Reichhaltigkeit des Regenwaldes basiert.

Ingesamt muss ich sagen, dass ich eine unvergessliche und für meinen Lebensweg sehr richtungweisende Zeit hatte. Meine Träume von der Arbeit als Feldbiologin sind Pläne mit konkreten Zielen geworden. Ich danke Projects Abroad sowie allen Leuten aus "Taricaya" für die tollen Monate und kann nur jedem raten, den es auch in die Ferne zieht, sich nicht halten zu lassen. Der Weltgeist will nicht fesseln, sondern öffnen und weiten! - NOS VEMOS.

Lisa Schüler

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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