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Als ich einmal einen Meerschweinchenstall gebaut habe

Schildkröteneier

Naturschutz in Peru von Marlene Ebertshäuser

Anfänglich bekam ich schon leicht eine Art Reizüberflutung: Alles ist anders, vom Gras bis zum Tages-Rhythmus. Aber als ich mich darauf erstmal eingestellt hatte, tat der Aufenthalt im Dschungel der Seele gut! An Lebensstandard und Bedingungen gewöhnte ich mich unglaublich schnell und die etwas klapprigen Duschen und durchgelegenen Matratzen wurden eine Selbstverständlichkeit. Wer sich für die einzigartige Natur interessiert und gerne in einer Gemeinschaft lebt und arbeitet, ist hier genau richtig. Mit ein paar Blasen an den Händen, oder dem Ausmisten des Tapir-Pools sollte man allerdings kein Problem haben.

Fledermaus

Das Tolle ist, dass ich das Gefühl hatte, auch am Ende meines Aufenthaltes jede Woche etwas Neues zu sehen oder zu erleben. Viele Arbeiten sind nämlich zeitlich begrenzt. So war ich etwa beim Bau eines neuen Jaguargeheges dabei und beim Fangen und Identifizieren von Fledermäusen, wozu 2 Wochen lang ein Federmausspezialist in der Taricaya Lodge war. Andere Arbeiten hingegen kehrten immer wieder, wie die Observationseinheiten am Morgen und am Nachmittag, oder das Füttern der Tiere bei "Rescue Center Maintainance". Schön war auch, dass ich das Schildkröten-Projekt von Anfang bis Ende mit erleben durfte: Wir campten am Strand und suchten mitten in der Nacht Schildkröteneier (insgesamt wurden ganze 1.775 Eier gefunden), dann kam das Ausschlüpfen, das Vermessen und Wiegen im Oktober und am Schluss natürlich die Freilassung.

Tierfutter

Übrigens wurde die Gemeinde Palma Real, die sich in der Nähe befindet, in das Schildkröten-Projekt mit einbezogen. Ich habe in einem Rescue Center bei Puerto Maldonado mitgeholfen und bei einem Bauer auf der anderen Flussseite einen Meerschweinchenstall gebaut... So erhielt ich noch mehr Einblicke, die ich als normaler Tourist bestimmt nicht bekommen hätte!

Bestimmte Vögel, Schlangen und Bäume lernte ich schnell kennen: das Rufen der Screaming Pieha, die gelbe Common Swamp Snake usw. Und manchmal hielt Stuart von Projects Abroad einen seiner echt interessanten Vorträge über Fledermäuse, Kaimane oder Ameisen.

Die sozialen Erfahrungen in Taricaya sind für mich ein ganz spezieller Teil der Zeit im Regenwald. Man lebt, arbeitet, feiert mit den verschiedensten Leuten zusammen und lernt sich so richtig gut kennen. Da ist der Abschied oft schwer gefallen. Dadurch, dass man mehrere Wochen praktisch Tag und Nacht zusammen ist - und das auch noch im Regenwald - hatte ich das Gefühl, mit vielen Leuten dort mehr erlebt zu haben, als mit guten Freunden zu Hause.

Sprachlich habe ich richtig viel dazu gelernt. Spanisch habe ich nur wenig gesprochen, doch am Anfang war immer jemand zum übersetzen da, und später konnte ich das Meiste schon verstehen und mich auch ein wenig auf Spanisch unterhalten. Englisch sprechen wurde für mich sowieso bald zur Routine - weshalb ich für viele Tiere die deutsche Bezeichnung gar nicht (mehr) kenne.

Meine letzten Tipps: Ein gutes Kuchenrezept im Kopf haben - ein Kuchen in der Mittagspause kommt immer gut an! Viel nachfragen und sich einfach drauf einlassen!

Marlene Ebertshäuser

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