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„Duschen unterm Sternenhimmel“

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Naturschutz in Südafrika von Eva Brands

Wenn mich jemand nach meiner Zeit in Südafrika fragt, weiß ich meist nicht recht, wo ich anfangen soll. Immer wieder wird mir bewusst, dass die Erfahrungen, die ich dort gesammelt habe, nicht in Worte zu fassen sind. Man muss es einfach selbst erleben! Schon immer habe ich davon geträumt, dem Alltag für eine Zeit vollständig zu entfliehen und mich einmal nur auf mich und meine Umgebung zu konzentrieren. Nach dem Abitur entschied ich mich, diesen Traum wahr werden zu lassen und begab mich auf eine Reise ins Ungewisse.

Nach einem langen Flug kam ich endlich in Polokwane an- eine kleine Stadt ganz im Norden Südafrikas. Dort wurde ich von einem Projects Abroad Mitarbeiter abgeholt, der mich ins Camp bringen sollte. Die 4-stündige Autofahrt führte über die Grenze von Südafrika nach Botswana, direkt über den Limpopo-Fluss und hinein in eine atemberaubende Busch- und Graslandschaft.

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Im Camp wurde ich von den Mitarbeitern und anderen Freiwilligen herzlich begrüßt, bezog mein Zelt und bekam eine kleine Einführung. Und bereits an meinem ersten Abend durfte ich etwas Spektakuläres und Einzigartiges erleben. Es war bereits dunkel, und die Dunkelheit in Südafrika ist natürlich viel tiefer und undurchdringlicher, als wir es vom Leben in der Stadt gewohnt sind. Wir saßen um das Feuer herum, lasen und unterhielten uns, als wir plötzlich in der Nähe des Camps ein lautes Knarren und Knacken hörten. Schnell mussten wir alle Taschenlampen und Lichter ausstellen. Es handelte sich um eine Elefantenherde von mindestens zwölf Tieren, die an den Fluss gekommen war, um zu trinken. So konnten wir aus ca. zehn Meter Entfernung die beeindruckenden Tiere beobachten und ich konnte mein Glück kaum fassen, war es doch mein größter Wunsch gewesen, in Afrika Elefanten in freier Wildbahn zu erleben. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Reise sich für mich also schon mehr als gelohnt. Und es sollte nicht bei diesem einen Mal bleiben - täglich sahen wir bei unserer Arbeit im Reservat Elefanten, die auf der Suche nach Nahrung durch den Busch streiften. Im Camp und der Umgebung gab es immer etwas zu tun - unsere Aufgaben reichten von der Entfernung wilder Pflanzen über das Graben von Wasserlöchern bis hin zur Erfassung des Wildbestandes. Es war ein schönes und befriedigendes Gefühl, einen Beitrag zur Erhaltung dieser wunderschönen Natur leisten zu können.

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Neben den zahlreichen Elefanten gab es auch noch viele andere wilde Tiere zu entdecken: Zebras, Stachelschweine, Antilopen, Hyänen, Krokodile, Leoparden und Affen aller Art gehörten sozusagen zum Alltag im Camp-Leben. Letztere sorgten für viel Trubel und Unterhaltung im Camp, da sie auf ihrer Suche nach Nahrung täglich das Camp durchstreiften und auch keine Probleme hatten, die Reißverschlüsse unserer Zelte zu öffnen. So bediente sich ein Pavian an meiner Zahnpasta, während ich nicht da war.

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Die Zeit in Südafrika verging wie im Flug - ständig entdeckte man neue Tiere und Pflanzenarten und lernte so täglich etwas Neues dazu. Die Schlichtheit des Camp-Lebens war ebenfalls eine einzigartige Erfahrung. So duschte man abends unter dem Sternenhimmel, bereitete sein Essen über dem Feuer zu und lebte ohne Kontakt zu Außenwelt. Besonders der letzte Punkt lehrte mich, die kleinen Dinge des Lebens zu schätzen und mich völlig auf meine Umgebung und ein Leben in der Wildnis einzulassen. Nach einer Woche - die mir aufgrund der Intensität und Fülle an Aktivitäten im Nachhinein jedoch eher wie ein Monat vorkommt - hieß es für mich leider schon wieder Abschied nehmen. Ich hoffe sehr, dass ich noch einmal die Möglichkeit bekomme, nach Afrika zurück zu kehren, denn das Land hat mich von der ersten Sekunde an gefesselt und die Reise gehört zu einer der wertvollsten Erfahrungen, die ich in meinen bisherigen Leben sammeln durfte.

Eva Brands

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