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Südafrika: Von Leoparden in Sprint und Elefanten, die keine Kameras mögen

Natur in Kwa Tuli

Naturschutz-Projekt in Südafrika von Julian Hertrampf

Vor meinem Start an die Uni wollte ich die Zeit nutzen, um zu reisen und die Welt kennenzulernen. Dabei schien mir die Kombination mit einem Freiwilligendienst besonders interessant und sinnvoll. Nach umfangreichen Recherchen im Internet habe ich mich für Projects Abroad entschieden, da es hier problemlos möglich ist, unterschiedliche Projekte in verschiedenen Ländern miteinander zu kombinieren. So freute ich mich nach jeweils 10 Wochen in Thailand (Naturschutz) und Südafrika (Surf-Projekt) schon sehr auf den Abschluss meiner Reise: Einen Monat in der botswanischen Wildnis.

Naturschutz-Projekt in Südafrika

Gleich nach meiner Ankunft am kleinen Flughafen in Polokwane wusste ich, dass sich die Entscheidung für dieses Projekt wirklich gelohnt hatte. In einer vierstündigen Fahrt im Safari-Jeep bestaunte ich die unendliche, weite Landschaft, die einen krassen Gegensatz zum quirligen Leben in Kapstadt bildet. Das Abenteuer begann spätestens als Jo, unser Fahrer von Projects Abroad, am Grenzposten am Limpopo-Fluss den Wagen über eine „Brücke“ steuerte, die eher einem zwei Meter schmalen Betonstück ähnelte.

Im Camp angekommen wurde ich von den anderen Freiwilligen herzlich empfangen, die mir auch gleich einen Überblick über das Camp verschafften. Es gibt ein Haupthaus, das in einen Küchen- und einen Wohnzimmerbereich aufgeteilt ist. In der Küche konnten wir uns zu jeder Uhrzeit am Müsli oder den Keksen bedienen, was zu der ein oder anderen nächtlichen Expedition von mir führte.

Freiwillige in Südafrika naturschutz

Ein paar Meter entfernt standen die Zelte, die für jeweils sechs Personen ausgelegt sind. Hier hatte ich auch ziemlich Glück, da ich mir mein Zelt nur mit einem weiteren, gleichaltrigen Freiwilligen teilte, mit dem ich sofort auf der gleichen Wellenlänge war. Da wir viel Platz hatten, konnten wir die anderen Betten zu Ablageflächen umfunktionieren und richteten uns somit heimisch ein. Zu guter Letzt gab es noch das „Badezimmer“, welches in eine Frauen- und eine Männerseite eingeteilt war. Recht spannend ist es zu erwähnen, dass es nur warmes Wasser gab, wenn dieses ein paar Stunden zuvor mit Hilfe eines Feuers erwärmt worden war.

An meinem ersten Arbeitstag begannen wir mit dem Reparieren der Straße im Reservat. Mit Spitzhacken, Schaufeln und einer Schubkarre bewaffnet, machten wir uns auf in den Kampf gegen die Schlaglöcher.

Allgemein kann man sagen, dass morgens immer eine eher körperliche Aktivität ansteht und nachmittags eine etwas angenehmere, einer aktiven Safari ähnelnden Tätigkeit durchgeführt wird.

nach der Arbeit im Naturschutz

So stand an diesem Nachmittag Bird Census an. Statt Schaufeln und Spitzhacken trugen wir nun Ferngläser und Vogelbücher mit uns. Es geht bei dieser Arbeit darum, die verschiedenen Vögel des Parks ausfindig zu machen. Die Koordinaten der Fundstelle werden notiert, damit man Populationen und ihre Brutplätze langfristig nachverfolgen kann.

Meine Lieblingsaktivität nannte sich Camera-Traps. Diese waren nicht, wie hier in Deutschland, an Straßen aufgestellt und um zu schnelle Safari-Jeeps zu blitzen, sondern an verschiedenen Wasserstellen positioniert, um die unterschiedlichen Tiere, die hier ihren Durst stillen, zu fotografieren. Da so eine Kamera bzw. deren SD-Karte jedoch nicht unendlich viel Speicherplatz besitzt, mussten diese alle 1-2 Wochen ausgetauscht werden. Zurück im Camp angekommen, guckten wir uns die entstandenen Fotos dann auf einem Laptop an und erhielten faszinierende Eindrücke von einer Zebra- und Elefantenherde, die sich seelenruhig das Wasserloch teilten, von einen Leoparden im Sprint und einem Elefanten, dem die Kamera anscheinend nicht so viel Freude wie uns bereitete. Jedenfalls versuchte er, diese vom Baum zu entfernen, was ihm schließlich auch gelang. Einfach faszinierend!

Kaw Tuli bei Nachr

Ein weiteres faszinierendes Erlebnis war der Sleepout. Nicht weit vom Camp befindet sich ein Hochstand, auf dem wir eine Nacht verbrachten. Eingepackt in unsere Schlafsäcke und in extra Decken, warteten wir dort gespannt auf die Tiere, die in der Nacht wohl kommen würden, um ihren Durst am darunter liegenden Wasserloch zu stillen. Auch dort wurden wir nicht enttäuscht: Wildkatzen, Wildschweine und Elefanten waren nur wenige Meter von uns entfernt, doch sie bemerkten uns nicht.

Allgemein war meine Zeit im Kwa Tuli-Reservat in Botswana ein riesen Highlight und da die Wildnis keine Routine kennt, war kein Tag wie der andere! All die Menschen, welche ich dort kennenlernte, waren einzigartig. Wir hatten gemeinsam so viel Spaß, dass es mir wirklich schwer fiel, das Camp gegen mein deutsches Zuhause wieder einzutauschen. Es war eine unglaubliche Erfahrung für mich, die ich gegen nichts in dieser Welt eintauschen möchte!

Julian Hertrampf

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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