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„Noch bevor ich den Nationalpark verlassen hatte, hatte ich mich bereits entschlossen zurück zu kommen, denn ich vermisse Afrika jetzt schon“

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Naturschutz in Südafrika von Marcel Stoehr

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Kannst du dir vorstellen, auf einen etwa 4000 Jahre alten Affenbrotbaum zu klettern? Ich muss gestehen, ich konnte es mir bis vor einiger Zeit noch nicht vorstellen und auch heute noch fällt es mir schwer, obwohl das Teil meiner Erlebnisse in Afrika war. Nach meiner 20 stündigen Reise , befand ich mich bald mit 2 Mitarbeitern von Projects Abroad auf dem Weg Richtung Alldays und hatte sofort den Eindruck, bereits mitten in der afrikanischen Wildnis zu sein. Wir verbrachten den Abend in einer schönen Lodge.

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Am nächsten Morgen ging es nach einem guten Frühstück zu einer Plattform, in deren Nähe ein Löwenrudel gefüttert wurde. Es war wunderschön, diesen vor Kraft strotzenden Tieren beim Fressen zuzuschauen. Nach diesem Erlebnis hatte sich meine Reise hierher schon bezahlt gemacht. Am Abend kamen wir kurz vor Sonnenuntergang im Nationalpark an. Auf dem Weg dorthin hatte ich das Gefühl, jetzt richtig in Afrika angekommen zu sein. Stundenlang durch unbesiedeltes Gebiet zu fahren, war ich aus Deutschland einfach nicht gewohnt. Immer wieder kreuzten Impalas, Zebras oder Warzenschweine die Straße und dann und wann sah man in der Ferne eine Herde Elefanten oder Giraffen vorbeiziehen. Es war einfach unbeschreiblich und sollte doch noch so viel besser werden.

In unserem Camp direkt am Limpopo fühlte ich mich sehr schnell heimisch und auch mit den anderen Freiwilligen und den Betreuern kam ich gut zurecht. In den nächsten Wochen machte ich alles, was so zum Leben im Nationalpark dazugehört. Ich lernte die verschiedenen größeren Säugetiere, die wir auf unseren Touren durch das Naturschutzgebiet sahen, auseinander zu halten, mir wurde beigebracht, in einem Topf über Glut Kuchen zu backen und ich lernte, niemals alleine das Camp zu verlassen. Des Weiteren hatten wir verschiedenste Arbeiten im Camp oder an weiter entfernten Plätzen im Reservat zu erledigen: sei es das Beobachten und Zählen der verschiedenen Vogelarten oder das Abhacken und Ausgraben von Kakteen, die in diesen Lebensraum eingeschleppt worden waren. Auch bauten wir alte Zäune ab, damit sich die Tiere nicht mehr an ihnen verletzen konnten.

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Es ist ein einfaches Leben hier und gleichzeitig doch so viel erfüllender, als ich es in meinen 17 Jahren bisher erlebt habe. Man duscht abends unter dem Sternenhimmel, man sitzt abends gemeinsam am Feuer und man geht am Wochenende gemeinsam nach Alldays, um einzukaufen und ein bisschen Zivilisation zu schnuppern.

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Die Victoriafälle in Simbabwe

So aufregend ging es die nächste Zeit weiter. Als wir nach diesem Wochenende wieder in im Nationalpark waren, fuhren wir zu einem etwa 4000 Jahre alten Affenbrotbaum. Was war das für ein Gefühl, diesen Baum nicht mal mit 10 Personen auch nur halb umfassen zu können! Noch am selben Abend teilten uns die Betreuer mit, dass wir einen Trip ins Okavangodelta und zu den Victoriafällen machen würden. Ich kann gar nicht beschreiben, wie es mir nach dieser Nachricht ging. Zuerst dieser 4000 Jahre alte Baum -unglaublich - und als Krone die Nachricht: „Wir fahren ins Okavangodelta!!!“ - Die Euphorie war perfekt und mehr als angemessen. Die Woche durch die Nationalparks Botswanas, ein Traum! Wir sahen Elefanten, Giraffen und verschiedenste Antilopenarten am laufenden Band. Von den vielen verschiedenen Vögeln ganz zu schweigen. Die absoluten Highlights auf dieser Fahrt waren allerdings ein Rudel jagender Afrikanischer Wildhunde, die als sehr bedroht gelten und somit auch sehr selten zu sehen sind, und eine junge Leopardin, die sich nicht scheute, höchstens 10 Meter an unserem Landrover vorbei zu laufen. Wie um diese perfekte Woche abzurunden, fuhren wir dann noch nach Simbabwe zu den Victoriafällen. Das Bild dieser Fälle ist ein weiteres aus meiner Zeit in Afrika, das sich unauslöschlich in mein Gehirn eingebrannt hat. Einer so ungeheuren Naturgewalt bin ich vorher noch nicht begegnet.

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Zurück im Nationalpark blieben mir noch drei Wochen in Afrika, die ich unendlich genoss, bevor ich mich von den netten Leuten dort, der unvergleichlichen afrikanischen Kultur und Afrika überhaupt verabschieden musste, um mich auf den Weg zurück nach Deutschland zu machen. Noch bevor ich den Nationalpark verlassen hatte, hatte ich mich bereits entschlossen zurück zu kommen zu diesem unvergleichlichen Ort mit seiner einmaligen Natur und den unvergesslichen Leuten. Möge der Tag meiner Rückkehr möglichst bald sein, denn ich vermisse Afrika schon jetzt...

Marcel Stöhr

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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