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Welcome Obruni!

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Physiotherapie – Praktikum in Ghana von Julia Wöhler

Afrika wollte ich schon immer mal sehen. Die Entscheidung, das Ganze nicht als Urlaub anzugehen, sondern dort zu arbeiten, war jedoch eher spontan und ein absolutes Bauchgefühl. Geplant hatte ich drei Monate in Ghana, aber bereits nach zwei Wochen war mir klar, dass ich mehr Zeit in diesem wundervollen Land verbringen will. So verlängerte ich schließlich auf sechs Monate.

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Die Hitzewand, die fremden Gerüche, Geräusche und die vielen Farben waren die erste Begrüßung nach meiner Landung in Accra. Danach ging es sofort auf Tuchfühlung mit der ghanaischen Mentalität. Nyame, ein Mitarbeiter von Projects Abroad wartete schon auf mich und wies mich sofort in die typischen Begrüßungsgewohnheiten ein: eine Mischung aus Händeschütteln und Schnipsen der Daumen. Hört sich kompliziert an und das ist es auch! Ich brauchte einige Zeit, bis es fachmännisch aussah. In Cape Coast angekommen hörte ich schon beim Rundgang mit einem Projects Abroad Mitarbeiter von überall „Welcome Obruni!“. So nennen die Einheimischen die „Weißen“. Und so entstanden dann auch direkt die ersten Kontakte.

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Meine Gastfamilie war klasse! Meistens zauberte unsere Gastschwester viele verschiedene Leckereien auf den Eßtisch. Unterschiedliche Wünsche wurden nie abgewiesen, obwohl zeitweise bis zu acht Freiwillige in meiner Gastfamilie wohnten. Wir konnten alle ghanaischen Spezialitäten testen, wurden jedoch auch nie schief angeschaut, wenn wir ablehnten. Das Motto war „Enjoy yourself“ und unsere Gastschwester hat alles daran gesetzt, uns dabei zu helfen! Sie hat uns auch regelmäßig eingeladen, mit in die Kirche zugehen und das war immer ein ganz besonderer Erlebnis. Mit welcher Freude die Menschen dort ihren Glauben leben! Da macht alleine das Zuschauen wahnsinnig Spaß!

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Als ausgebildete Physiotherapeutin konnte ich das Team tatkräftig unterstützen. Ich stand nicht nur daneben, sondern konnte nach einigen Tagen Hospitation mit anpacken und hatte viel zu tun. Die Arbeit, die Möglichkeiten und das Fachwissen der anderen Mitarbeiter ist absolut nicht mit dem europäischem Standard zu vergleichen, aber genau das war die Herausforderung. Ich musste viel improvisieren und lernen, auch mit kleinen Mitteln zu helfen. Die Patienten waren bunt gemischt. Es gab auch einige schwerstverletzte Brandopfer, die man in Deutschland so niemals als Physiotherapie Patienten gehabt hätte.

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Das Team bestand zum Teil aus ghanaischen Physiotherapiestudenten, mit denen ich mich genauer über die Ausbildung und Einzelheiten austauschen konnte. Nicht zuletzt haben die Kollegen oft dazu beigetragen, dass ich unangenehme oder schwierige Situationen meisterte – beruflich, wie privat. Manchmal war die Verständigung mit den Patienten schwierig. So war ich immer froh, wenn eins der Familienmitglieder, die steht’s die Therapie begleiteten, englisch sprach. Trotzdem gab es nie eine Situation, in der ich das Gefühl hatte, durch das Kommunikationsdefizit aufgehalten zu werden. Und die Dankbarkeit und Freude der Menschen kamen immer irgendwie zum Ausdruck.

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Dank der regelmäßigen Treffen von Projects Abroad lernte ich Leute aus aller Welt kennen. So war immer viel los, sei es auf einer Party auf dem Dach einer anderen Gastfamilie oder bei einem Treffen in einer der unzähligen kleinen ghanaischen Bars. An den Wochenenden hatte ich genug Zeit zum Reisen und war nie allein! Ich bin quer durchs Land vom Stelzendorf in Richtung Elfenbeinküste gereist, bis zur Einmündung des Voltasees in den Ozean. Der Höhepunkt waren die Elefanten im Norden bei der Stadt Tamale!

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Die Mitarbeiter von Projects Abroad waren nicht nur auf sehr professionelle Weise Begleiter und eine große Hilfe bei jeglichen Fragen und Unklarheiten, sondern sind mit der Zeit auch zu Freunden geworden. Sie haben definitiv immer mehr als ihre normale Arbeit geleistet! Ich bin sehr dankbar, dass ich durch sie mein Ghana Abenteuer so intensiv, aufregend und reibungslos genießen konnte! Ich hatte nicht den Anspruch, das Land oder die Situation zu verändern, sondern habe vielmehr zugelassen, dass die Menschen, die Kultur und die Zeit mich verändert haben. Und das war sicherlich eine gute Einstellung für meine Reise.

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Eigentlich dachte ich anfangs, ich würde gerne weitere Plätze der Welt erkunden. Doch als die bisher besten sechs Monate meines Lebens dann dem Ende zugingen, war mir klar: Wegen der vielen neuen Freunde und weil dieses Land mich einfach verzaubert hat, ist der nächste Flug schon fast gebucht!

Julia Wöhler

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