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"Mit dem Kleinbus zum Krankenhaus"

Kind im Heim

Physiotherapie in Nepal von Anna Lena Sandersfeld

Ich bin bereits seit 2 Monaten wieder zurück in Deutschland und meine Augen funkeln noch heute, wenn ich an die Zeit in Nepal denke. Einzutauchen in diese ferne Welt und fremde Kultur war für mich eine Erfahrung, die mich mein Leben lang begleiten wird!

Als frisch ausgebildete Physiotherapeutin fand ich meinen 1. Arbeitsplatz im "Orthopaedic Hospital Jorpati/Kathmandu" und lebte mit weiteren Volontären sowie nepalesischen Studenten in einem Hostel. Die Gewöhnungsphase war kurz und bezog sich hauptsächlich auf das Essen und die Busfahrt zur Arbeit. Ich wurde herzlich aufgenommen und es wurde versucht, mir die erste Zeit zu helfen, wo es nur ging. Die Unsicherheit der ersten Tage verschwand recht schnell und ich begann, mich in der neuen Welt zurecht zu finden. An die Fahrt mit dem Bus ins Krankenhaus gewöhnte ich mich auch nach einigen Tagen, obwohl man schon mal mit 14 Menschen in einem Kleinbus sitzt und eventuell nicht dort ankommt, wo man eigentlich hin möchte. Hier kaum vorstellbar, in Nepal allerdings fast alltäglich... So habe ich gelernt, dass Zeit nicht immer eine wichtige Rolle spielen muss und man besser ein paar Stunden mehr einplanen sollte, wenn man pünktlich sein will.

Kamlesh und ich

Bei meinem ersten Besuch im "NRHC", einem Rehabilitationszentrum für unterernährte Kinder, hing ich bereits mit Herz und Seele an diesem Projekt. Die Entscheidung für ein Projektwechsel und den Umzug in eine neue Gastfamilie fiel mir nicht schwer, denn ich wusste, dass ich die Menschen, die ich liebgewonnen habe auch am Wochenende wieder sehen konnte.

Meine Arbeit im NRHC bezog sich hauptsächlich auf die Behandlung der Kinder, die zu ihrem Untergewicht an geistiger und/ oder körperlicher Behinderung litten und diejenigen, die aufgrund ihrer Unterernährung entwicklungsverzögert waren. Auf spielerische Weise und meist ohne viele Worte habe sie Stützen, Sitzen, Aufstehen und Laufen gelernt. Ich war beeindruckt, wie gut meine Arbeit funktionierte und wie sehr diese von Sunita, der Hausleiterin, und den anderen Mitarbeitern angenommen wurde. Außerhalb dieser Therapien habe ich mich um die gesunden Kinder gekümmert und mit ihnen zusammen gespielt. Des Weiteren gab es Zeiten, in denen ich den Krankenschwestern erklärt habe, warum meine Patienten besondere Aufmerksamkeit und Pflege brauchen und auf was zu achten ist.

Saroj und Ajana

Diese Einrichtung, das Personal und die Patienten haben meinen Aufenthalt einzigartig werden lassen. Sunita, die Hausleiterin, hatte stets offene Ohren und Augen für meine Begeisterung und Kritik. Sie hat mir freie Hand gelassen und mich dadurch in ihr Team aufgenommen. Das ist mehr als ich jemals erwartet habe.

Meinen letzten Arbeitstag bestritt ich mit Tränen in den Augen und einem Reisbauch, den ich mir in den Wochen des guten Essens angelegt hatte. Für mich war es unvorstellbar, in Zukunft ohne Dal Bhat aufstehen zu müssen. - Und jetzt freue ich mich auf den Tag, an dem ich es hoffentlich wieder genießen darf...

Anna Lena Sandersfeld

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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