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Tango. Steak. Maradona. Berge.

Im Waisenhaus

Sozialarbeit in Argentinien von Hyun Jo An

Tango. Steak. Maradona. Laut. Berge. Das waren so ziemlich die einzigen Stichworte, die mir zu Argentinien einfielen, bevor ich im Juni für zwei Monate Deutschland verließ. Warum Argentinien? Ich wusste selber nicht genau, warum ich mich neben all den anderen schönen lateinamerikanischen Ländern ausgerechnet für Argentinien entschied, vielleicht war es das allgemein bekannte Gerücht, das Land sei in vieler Hinsicht sehr anders und besonders, was mein Interesse weckte.

Ich bemerkte schon die ersten Unterschiede, als ich am Flughafen von Buenos Aires ankam, bevor ich nach Córdoba weiterflog. Du brauchst dir keine Gedanken darüber zu machen, in den falschen Bus zu steigen oder dich generell zu verlaufen besonders bei deinen (meist) schwachen Spanischkenntnissen am Anfang – die Einheimischen werden der Reihe nach von alleine auf dich zukommen und fragen, ob und wie sie dir helfen können. Kein Scherz!

mit meiner Gastfamilie und einer anderen Freiwilligen

Diese Art von Wärme und Hilfsbereitschaft erlebte ich während meines gesamten Aufenthalts, sei es auf der Arbeit, auf der Straße oder auf Partys – ach, und gewöhnt euch daran, durchgehend als Fremde angestarrt zu werden, aber nehmt es ihnen nicht übel, da es aus reiner Neugierigkeit ist und sie es positiv meinen.

Die Erfahrung im Waisenhaus hat ebenfalls sehr zu meiner schönen Zeit beigetragen. Ich konnte vorher nicht von mir behaupten, ich würde Kinder mögen, aber da ich etwas Neues ausprobieren wollte und ich mir sicher war, dass es eine tolle Erfahrung werden würde, nahm ich es in Angriff. Und ich habe es dort keine Sekunde bereut.

Es war unglaublich, wie es mich traf, als ich am ersten Tag das Haus betrat – die Kinder liefen sofort auf mich zu, hängten sich an mich und wollten mich auch die restliche Zeit nicht mehr loslassen. Ich konnte spüren, wie sie sich nach Liebe sehnten und einfach jemanden brauchten, der sie auf dem Schoß sitzen lässt oder in den Armen hält.

Mit zwei Freiwilligen auf den Bergen

Ich arbeitete nun etwa zwei Monate im Kinderheim, wo jede Altersgruppe von 1 bis 10 vertreten war, die meisten waren jedoch etwa 4oder 5 Jahre alt. Ich half ihnen sich anzukleiden nach ihrer Siesta, frisierte die Mädchen, half den anderen Mitarbeiterinnen beim Tischdecken, die meiste Zeit jedoch verbrachte ich mit den anderen Freiwilligen mit den Kindern.

Es war auf jeden Fall eine unvergessliche Erfahrung und ich habe während dieser Zeit eine besondere Vorliebe für argentinische Kinder entwickelt.

Mein 1-monatiger Spanischkurs lief ebenfalls super, mit meiner Lehrerin Marisu habe ich mich auf Anhieb bestens verstanden und sie wurde nach einer Zeit zu einer sehr guten Freundin bzw. zu einer zweiten Mutter. Ich verbrachte viel Zeit bei ihr zu Hause auch außerhalb des Unterrichts, wir redeten viel und sie kümmerte sich sehr gut um mich, als ich für eine kurze Zeit krank geworden war. Noch heute haben wir Kontakt zueinander.

Waisenhaus

Meine Gastfamilie möchte ich natürlich keineswegs unerwähnt lassen: Sie bestand aus einem sehr lebensfrohen und gastfreundlichen Vater, seiner Mutter und seinen zwei Töchtern, 12 und 19 Jahre alt. Am Anfang hatte ich noch etwas Probleme, das Castellano zu verstehen, was dazu noch stark vom Córdoba-Dialekt geprägt war, aber durch die Hilfe von zwei weiteren Freiwilligen, mit denen ich anfangs zusammenwohnte und die Geduld der Gastfamilie konnte ich mich nach kurzer Zeit schon gut mit allen unterhalten. Auch haben sie so gut wie jeden Tag etwas Besonderes für uns gekocht, was immer zum größten Teil aus Fleisch und Steak bestand (was natürlich gut war).

Mit den beiden Freiwilligen kam ich super zurecht und wir hatten eine sehr lustige Zeit miteinander, leider gingen sie auch schon wieder nach ein paar Wochen und es kamen wieder zwei neue ins Haus. Mit ihnen hatte ich ebenfalls eine schöne Zeit.

Während meines Aufenthalts habe ich mich stets bemüht, einheimische Kontakte zu knüpfen und es hat sich auch definitiv ausgezahlt. Ich habe viele unglaublich tolle Menschen kennen gelernt, mit denen ich noch Kontakt habe und die ich auch in Zukunft weiter sehen werde, denn ich werde definitiv nach Argentinien zurückkehren.

Hyun Jo An

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