Feedback
You seem interested in our projects! Care to tell us more?
Das mache ich gern! Nicht jetzt, danke.

You are from: United States, Go to our American website.

aide humanitaire
Ruf’ uns an:
+49 ­(0)30 2345 7223
info@projects-abroad.de

Meine kostbaren Erinnerungen an die Menschen und Landschaften auf der anderen Seite des großen Wassers

argentinien-sozialarbeit-sonnenaufgang

Sozialarbeit in Argentinien von Lucia Vettori

argentinien-sozialarbeit-kinder

Vor drei Jahren fing ich an, Spanisch zu lernen. Schon in jungen Jahren wollte ich das, doch habe ich es immer wieder verschoben. Meine Familie und Arbeit als Architektin ließen nicht all zu viel Freizeit übrig. Mit dem Lernen der Sprache erwachte auch das Interesse für die spanische und lateinamerikanische Kultur. Als ich beschloss meine Stelle zu wechseln, ergab sich die Gelegenheit, diesen Wechsel mit einem Break zu verbinden. 3 Monate Auszeit, Zeit nur für mich allein. Ich wollte Südamerika kennenlernen, doch konnte ich mir nicht vorstellen 3 Monate „nur“ zu reisen. Ich wollte auch ein Stück Alltag erleben in einem mir fremden Kontext. Bei meiner Suche fand ich viele Organisationen, die Freiwilligendienste anbieten, doch war Projects Abroad eine der wenigen ohne Altersbeschränkung. Und da ich 53 Jahre alt bin, war das eine nicht unwichtige Bedingung. Im September 2010 meldete ich mich bei Projects Abroad an und entschied mich für Argentinien, es schien mir das unserer Kultur verwandteste Land und ich wünschte mir einen sanften Einstieg auf dem fernen Kontinent.

argentinien-sozialarbeit-kolleginnen

Anfang Januar flog ich nach Santiago de Chile und hatte zwei Wochen Zeit, von dort nach Córdoba zu reisen. Ich stieg in den colectivo, einen argentinischen Kleinbus und ließ mich in den Süden schaukeln, nach Pucón, Villarica, dann durch die Araucarien-Wälder. An der Grenze zu Argentinien angekommen fragte mich der Zöllner nach eingehendem Studium meines Passes: „¿De dónde sos vos?“

argentinien-sozialarbeit-freiwillige

Meine Reise führte mich weiter durch die Unendlichkeit Argentiniens und an einem frühen Morgen kam ich in Córdoba an. Ich wurde von einem jungen Mann abgeholt und zu meiner „Familie“ gebracht. Am ersten und zweiten Tag begleiteten uns, die neu Angekommenen, die Leute von Projects Abroad, halfen uns bei den Basics wie Telefon- und Buskarten kaufen und stellten uns unsere Arbeit vor.

argentinien-sozialarbeit-gastfamilie

Ich arbeitete in der Casa Ronald McDonald, einer Institution, die Familien mit kranken Kindern beherbergt. Wir, eine junge Frau aus Holland und ich, halfen wo es nötig war: aufräumen, kontrollieren, mit den Kindern spielen, mit den Eltern plaudern, Unkraut jäten... Wir arbeiteten nachmittags, von 14 bis 18 Uhr. Das war gut, da wir so während der größten Hitze im Schatten waren.

Mit meiner Familie hatte ich großes Glück. Patricia wurde mir eine wunderbare Gesprächspartnerin: sie, die ihr Land so gern hat, schenkte mir einen Einblick in die Geschichte und die Mentalität der Menschen in Argentinien und in Córdoba. Meine Wochenenden verbrachte ich vor allem „stadtwandernd“. Das mache ich unendlich gern, die Straßen einer Stadt sind für mich das schönste Museum der Welt.

In den Wochen in Córdoba war ich nicht nur ein Zaungast, dem es erlaubt ist, die unterschiedlichen Lebensweisen meiner Mitmenschen kennenzulernen. Im nahen Sein mit den Menschen, im Familienleben, durfte ich mich einlassen, war es mir auch erlaubt, mitzufühlen, etwas Preis zu geben und mich zu öffnen für das Andere, das Fremde. Es war eine reiche Zeit, für die Ohren, die Augen und das Herz (auch ohne Gaucho am Arm). Schwer beeindruckt hat mich die Arbeit der jungen Mitarbeiter von Projects Abroad in Córdoba. Toll, wie sie, Ariel, Vanessa, Sofía, Ramón und Agustín das Büro in Córdoba so professionell, engagiert und umsichtig leiten: chapeau!!!

Mit all den schönen Erfahrungen in Córdoba im Gepäck bin ich danach noch 3 Wochen durch Argentinien, Uruguay und Paraguay gereist und Anfang April wieder sooo gern heimgekommen, zu meiner Familie, meiner Katze und meinen Freunden. Das Heimweh, das mich auch begleitete, dieses zärtlich schöne Gefühl, ist jetzt nicht mehr da. Dafür bleiben mir nun die kostbaren Erinnerungen an die Menschen und Landschaften auf der anderen Seite des großen Wassers.

Lucia Vettori

Mehr zu Sozialarbeit in Argentinien

Mehr zu Sozialarbeit

Mehr zu Argentinien

Weitere Erfahrungsberichte

Ruf' uns an:
+49­ (0)30 2345 7223
Global Gap Auslandsjahr
Nach oben ▲