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Wer sich verändert hatte, war ich!

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Sozialarbeit in Bolivien von Magdalena Tschida aus Wallern (Österreich)

Für mich war Bolivien kein Praktikum und auch keine Auszeit. Es war eine Reise, eine Erfahrung, eine Bereicherung. Es scheint so lang her, doch wenn ich an meine Zeit in Cochabamba zurückdenke, muss ich lächeln: Cochabamba, die Stadt im Herzen Boliviens, wo meine Geschichte beginnt.

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„Hola“, ein breites, herzhaftes Lächeln und eine „Willkommen zuhause“ Umarmung – das war meine erste Begrüßung in meiner Gastfamilie. Ich fühlte mich wie zuhause, und das bestätigte sich auch während des einen Monats, den ich in meiner neuen Familie verbrachte. Meine Gastfamilie war einfach toll, sie nahmen mich so herzlich auf, dass ich nie Heimweh hatte. Wir haben oft zusammengesessen und gelacht, gegessen oder einfach nur fern geschaut. Selbst diese kleinen, ganz normale Dinge waren für mich von so viel Freude und Spaß.

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Während der ersten beiden Tage bekam ich eine Einführung von Freddy, einem Mitarbeiter vom Projects Abroad Büro in Cochabamba. Er zeigte mir die wichtigsten Sachen. Auf die Mitarbeiter von Projects Abroad konnte ich mich immer verlassen, und ich schloss alle sehr schnell in mein Herz. Das lag, glaube ich, auch daran, dass die Menschen, die ich in Bolivien traf, anders waren als in Österreich – offener, herzlicher, hilfsbereiter und voller Lebensfreude.

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Ich entschied mich für das Projekt Sozialarbeit und arbeitete in einem Waisenhaus. Es lag in der Nähe der Cristo de la Concordia, der größten begehbaren Christus-Statue der Welt. Das Leben im Waisenhaus war sicher nicht leicht – weder für die Kinder, noch für die „Mamas“. Auf der anderen Seite hatten meine Aufgaben wenig mit Arbeit zu tun, es war eher ein Vergnügen: mit den Kindern malen, basteln, spielen, Hausübung machen, anziehen...

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Die größte Freude war für mich, ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, und damit hatte ich oft großen Erfolg. Jedesmal, wenn ich ins Waisenheim ging, kamen mir die Kinder schon schreiend mit „Hola Magdalena, quándo vamos a jugar?“ (Hallo Magdalena, wann spielen wir zusammen?) entgegen. Sie umarmten mich, nahmen meine Hand und erzählten mir alles, was ihnen gerade einfiel. Die Mädchen flochten mir öfters Zöpfe. Dabei hatten wir sehr viel Spaß. Mein Abschied dagegen fiel mit sehr vielen Tränen aus. Die Kinder malten mir alle Bilder und schrieben mir Karten. Auch die Mitarbeiter waren sehr freundlich, und es fiel mir schwer, mich von ihnen zu trennen.

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Bereits nach wenigen Tagen in Cochabamba hatte ich viele neue Freunde kennengelernt: zum Teil andere Freiwillige und auch Einheimische. Schon allein mit ihnen ein Eis essen zu gehen, nach der Arbeit, verschönerte den Tag. Klar, ersetzten sie nicht meine langjährigen Freunde, und das sollten sie auch nicht. Aber mit ihnen werde ich immer einen Abschnitt meines Lebens verbinden.

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Ich reiste viel. Das Land ist so atemberaubend und voller verborgener Winkel, vom kalten Salar de Uyuni, bis zum Hochgebirge in La Paz oder dem tropischen Klima in Santa Cruz und den Nationalparks. So machten wir Trekking auf der Sonneninsel (Isla del Sol im Titicacasee) und Camping im Dschungel (Nationalpark Amborró). Wir badeten in den Lagungen und Wasserfällen, bewunderten die großen Städte La Paz und Santa Cruz und bestiegen die Sanddünen. Wir kletterten bis an die Spitze. Es waren wirklich tolle Momente. Aber nicht nur die Ziele selbst waren toll, sondern, wie wir unsere Ziele erreichten, wie wir dort hinkamen. Und genau das war „Abenteuer pur“.

Es war Zeit für meine Abreise. Irgendwann musste ich ja wieder zur Schule. „Für dich haben wir immer ein Zimmer frei“, eine lange Umarmung von meinen Gasteltern und ich trat meine Reise Richtung Österreich an. Zuhause angekommen merkte ich, dass sich nichts verändert hatte. Es roch gleich, es sah gleich aus, es fühlte sich gleich an… Und dann realisierte ich: Wer sich verändert hatte, war ich!

Magdalena Tschida

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Dieser Erfahrungsbericht enthält eventuell Bezüge zu Arbeit in oder mit Waisenhäusern. Projects Abroad’s aktuellen Standpunkt zu Freiwilligenarbeit in Waisenhäusern und Kinderheimen und Informationen über unseren Schwerpunkt auf gemeindenahe Kinderbetreuung kannst du hier nachlesen.

Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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