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Neues Land, neue Kultur – anderes Leben

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Sozialarbeit in Bolivien von Svenja Bendrich

Im Spätsommer machte ich mich auf den Weg nach Bolivien, wo ich die nächsten 10 Monate verbringen wollte. Ich war nun das erste Mal, so eine lange Zeit alleine und weit weg von zu Hause, in einem für mich ganz unbekannten Land. Doch alle Sorgen, die sich vor und während des langen Fluges entwickelt hatten, waren unbegründet.

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Schon am Flughafen in Cochabamba wurde ich sehr freundlich von einer Mitarbeiterin von Projects Abroad empfangen und zu meiner Gastfamilie gebracht.

Bei meiner Ankunft war die Kommunikation noch etwas schwierig, doch meine Gastmutter hat das gar nicht gestört. Sie hat viel mit mir geredet, während sie mir die Wohnung zeigte und ich hatte sofort das Gefühl, willkommen zu sein. Meine Gastfamilie hat alles getan, damit ich mich wohl fühlte.

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Da bereits ein anderer Freiwilliger in meiner Familie lebte, lernte ich Cochabamba schon in den ersten Tagen richtig gut kennen. Alle waren sehr offen, und es war für mich überhaupt kein Problem, Anschluss zu finden. Da ich in Deutschland in einer Kleinstadt wohne, war die Umstellung anfangs etwas schwer. Ich hatte aber Glück, da ich direkt im Zentrum gewohnt habe und somit konnte ich alles zu Fuß erreichen und musste die sogenannten Trufis - kleine Busse - nur benutzen, um zur Arbeit zu fahren.

Per Handzeichen signalisierte ich dem Trufi, dass ich einsteigen wollte. Bei Aussteigen rief ich dem Fahrer meinen Stop zu. Das Fahren mit den Bussen war immer sehr spannend, da ich als blonde, hellhäutige Frau sehr bestaunt wurde. Das Wort ''gringa'', die Bezeichnung für so ziemlich alle Ausländer, war auch eines der ersten Worte, die ich gelernt habe.

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Eine Besonderheit in Cochabamba ist der Cristo de la Concordia, eine Christusstatue, etwas außerhalb der Stadt. Außerdem gibt es viele leckere und gemütliche Restaurants und Cafés, in denen ich viele schöne Stunden mit meinen neuen Freunden verbracht habe. Das größte Highlight Cochabambas ist natürlich „La cancha“, ein riesiger Markt, auf dem man wirklich alles findet wie etwa Essen, Kleidung, Computer oder Souveniers.

Meine Arbeit im Kinderheim Ciudadela Sedeges – mit 90 Kindern eines der größten - bestand darin, den älteren Kindern bei den Hausaufgaben zu helfen und sie zu motivieren. Mit den kleinen Kindern habe ich oft einfach nur gespielt, aber auch der Erzieherin geholfen, Ihnen lesen und schreiben beizubringen.

Ich habe jeden einzelnen Tag mit diesen wunderbaren Kindern genossen, da sie sich einfach sofort in dein Herz schleichen und man sie nur lieben kann! Obwohl viele dieser Kinder aus sehr armen Verhältnissen kommen, haben sie auf mich immer einen glücklichen Eindruck gemacht. Ich konnte viel von ihnen lernen. Nun weiß ich, was wirklich wichtig ist im Leben. Jetzt bin ich für Vieles hier in Deutschland dankbarer, als ich es davor je war.

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In diesen 10 Monaten habe ich eine sehr enge Bindung zu meinen Kindern aufgebaut. Es viel mir sehr schwer, mich von Ihnen zu verabschieden. An meinem letzten Arbeitstag hat mir meine ''casita'' (Häuschen), in der ich geholfen habe, einen Kuchen gebacken und ich habe von jedem Kind Geschenke bekommen, angefangen bei Lieblingshaargummis bis hin zu Lieblingskuscheltieren. Das hat mich so berührt und mir nochmal gezeigt, wie wichtig ich Ihnen auch geworden bin, dass ich so unfassbar froh war, dieses Jahr in Bolivien gemacht zu haben.

Neben meiner Arbeit im Kinderheim hatte ich auch die Möglichkeit, viel zu reisen. Eines der Highlights waren die Iguazú-Wasserfälle an der Grenze zwischen Argentinien und Brasilien, aber auch der bolivianische Dschungel war eindrucksvoll. Alles in allem kann ich sagen, dass mich diese 10 Monate in Bolivien für mein Leben geprägt haben und ich mich dadurch sehr entwickelt habe.

Mein Verantwortungsbewusstsein ist gewachsen und auch Geduld habe ich jetzt reichlich. Was die Sprache angeht, war meine Zeit in Lateinamerika auch wirklich wertvoll, da ich nun fließend Spanisch sprechen kann.

Ich hoffe sehr, dass ich in den nächsten zwei Jahren wieder nach Bolivien reisen kann. Dann besuche ich ''meine'' Kinder, meine Gastfamilie und meine Freunde.

Svenja Bendrich

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