Feedback
You seem interested in our projects! Care to tell us more?
Das mache ich gern! Nicht jetzt, danke.

You are from: United States, Go to our American website.

aide humanitaire
Ruf’ uns an:
+49 ­(0)30 2345 7223
info@projects-abroad.de

„Das ist eben so in Ghana“

Sozialarbeit in Ghana von Carolyn Riera Sozialarbeit in Ghana von Carolyn Riera Sozialarbeit in Ghana von Carolyn Riera Sozialarbeit in Ghana von Carolyn Riera

Sozialarbeit in Ghana von Carolyn Riera

Im Dezember ging es für mich vier Wochen mit Projects Abroad nach Ghana. Ab ins Warme. Nach einem langen Flug bin ich in Accra, der Hauptstadt, gelanded und wurde von einem Mitarbeiter von Projects Abroad, mit einem traditionellen ghanaischen Händeschütteln und „Fingerschnips“ begrüßt. Da ich erst abends mit zwei weiteren Freiwilligen aus Belgien dort ankam, war es zu spät, noch nach Cape Coast zu fahren. Wir übernachteten in einem Hostel in Accra.

Am nächsten Morgen ging es dann sehr früh los: Wir fuhren in einem Minibus nach Cape Coast, wo ich von meiner Gastfamilie herzlich begrüßt wurde. In Ghana ist die Amtssprache Englisch - in Cape Coast jedoch spricht man auch noch die lokale Sprache Fante. Auf der Straße wurde ich oft angestarrt und alle riefen ¨Obruni¨ (Weißer) und versuchten, mir Fante beizubringen.

Im Haus meiner Gastfamilie hatten wir nicht immer Strom und oft kein fließendes Wasser, dann musste ich wieder eine ¨Bucket Shower¨ nehmen – einfach Wasser aus einem Eimer über den Kopf giessen, fertig mit der Dusche. In den Taxis und Tro-tros, die wir jeden Tag nehmen mussten, wollte oft die Tür nicht richtig schließen, Fenster fehlten nicht selten oder die Sitze rappelten – provisorisch befestigt - im Auto.

An das Essen in Ghana musste ich mich auch gewöhnen, es ist recht scharf und es wird draußen auf dem Feuer gekocht, da fast niemand eine Küche (so wie wir es aus Europa kennen) hat. Wasser trinkt man dort meist nicht aus Flaschen, sondern aus Plastiktüten, die man mit den Zähnen aufreißen muss.

Richtige Straßenregeln gibt es nicht. Hupen heißt: Achtung, ich komme! Manchmal habe ich richtig Angst während der Fahrt bekommen. Kleinere Verkehrsunfälle hat man in Ghana eben ab und zu. Dann zuckt man mit der Schulter und sagt man nur: „It’s Ghana! Das ist eben Ghana.“

Es ist alles anders in diesem Land, wo die Ziegen und Hühner auf den Straßen und die Schweine am Strand frei herum laufen.

Im Waisenhaus, in dem ich mithalf, waren noch zwei Freiwillige aus Dänemark. Bis Weihnachten haben wir mit den Kindern eine kleine Weihnachtsshow mit Weihnachtsliedern eingeübt. Danach haben wir dann mit ihnen Volleyball gespielt, ihnen Geschichten vorgelesen, oder andere Spiele wie ¨Treasure Hunt¨ organisiert. Die Kinder waren sehr begeistert.

Am Wochenende hatten wir frei und die Freiwilligen haben etwas unternommen. Einmal sind wir bis in den Westen an die Grenze der Elfenbeinküste gereist, haben surfen gelernt, sind fast in einem Kanu untergegangen, da ein Loch im Kanu war.

Wir sind über sehr wacklige Hängebrücken im Regenwald, 45 Meter über dem Boden, gegangen und haben eine Nacht in einem Baumhaus im Regenwald übernachtet.

Einmal in der Woche wird von Projects Abroad eine ¨social night¨ organisiert, bei der alle Freiwilligen mitmachen. An einem Abend haben wir eine ghanaische Spezialität, „Jollof Rice“, zusammen gekocht. Die social nights waren immer sehr lustig.

Anfangs hatte ich viel Heimweh, habe mich aber an das Leben dort gewöhnt und viele nette Leute kennengelernt. Ich habe eine Menge Erfahrungen gemacht, sowohl gute als auch schlechte, die ich nie vergessen werde. Nach diesem Abenteuer sehe ich nun vieles in meinem Leben mit anderen Augen.

Carolyn Riera

Mehr zur Sozialarbeit in Ghana

Mehr zur Sozialarbeit

Mehr zu Ghana

Dieser Erfahrungsbericht enthält eventuell Bezüge zu Arbeit in oder mit Waisenhäusern. Projects Abroad’s aktuellen Standpunkt zu Freiwilligenarbeit in Waisenhäusern und Kinderheimen und Informationen über unseren Schwerpunkt auf gemeindenahe Kinderbetreuung kannst du hier nachlesen.

Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

Weitere Erfahrungsberichte

Ruf' uns an:
+49­ (0)30 2345 7223
Global Gap Auslandsjahr
Nach oben ▲