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Mein Traum von Afrika

Jungs mit Malbuch

Sozialarbeit in Ghana von Doris Dollinger

Als ich nach 4 Wochen Ghana wieder in der Abflughalle in Amsterdam, Richtung Deutschland saß, hatte ich das Gefühl, ein ganz anderer Mensch geworden zu sein. Ich schaute auf die wunderschöne, aufregende, abenteuerliche Zeit zurück, die hinter mir lag - und bereute den Rückflug.

Afrika, das war schon immer ein Traum von mir, ich war fasziniert von diesem Kontinent. Über Projects Abroad kam ich auf Ghana und Anfang November war es endlich soweit, mein Abenteuer, welches ich allein machen wollte, begann. Nach dem ersten Hitzeschock beim Aussteigen am Flughafen wurde ich mitten in der Nacht von meiner korpulenten Gastmutter im Nachthemd begrüßt und fest gedrückt. Was mich die ersten Tage erwartete, war ein total farbenfrohes, kunterbuntes Chaos, in Accra, der Hauptstadt von Ghana. Überall Menschen auf der Strasse, an jeder Ecke Musik, eine ganz besondere Stimmung die man gesehen haben muss.

Ich mit einem Kind

Anfangs hatte ich kleine Startschwierigkeiten wegen der neuen Sprache, der unbekannten Umgebung und der neuen Kultur, die faszinierend aber zugleich erschreckend war. Doch schnell lernte ich viele neue Leute aus der Organisation Projects Abroad kennen, mit denen ich viel unternahm, und mit denen ich mich immer wieder austauschen konnte.

Tagsüber unter der Woche arbeitete ich in einem Kinderheim in Accra, dort waren etwa 32 Kinder untergebracht. Die Arbeit machte mir total viel Spaß, die Kinder waren sehr lieb und offen, sie spielten mit Steinchen und Stöckchen und waren mit sehr wenig glücklich und zufrieden. Aber auch Fußballspielen und das tägliche Huckepacktragen war Pflicht. Ich half beim Hausaufgaben machen, Essen kochen und wir sogar bastelten Weihnachtskarten.

Meine Gastfamilie war nett und herzlich, auch wenn meine Gastmama viel unterwegs war, denn es waren gerade Wahlen in Ghana, und sie war ein aktives Mitglied bei der NPP, einer der beiden großen Parteien. Das Essen schmeckte meistens gut, am liebsten aß ich das gewöhnungsbedürftige Fufu, das ist ein maisbreiartiges Gericht mit Soße. Zuhause hatten wir auch Besteck zum essen und mussten nicht wie üblich in Ghana mit der Hand essen. Die Zimmer waren schön, wir hatten fliesend Wasser und Ventilatoren. Immer vormittags konnte ich in einem Hotel in der Nähe baden gehen, das lag direkt am Meer, und war traumhaft.

Die Menschen in Ghana sind sehr nett und freundlich, doch man muss die europäische Logik ablegen, um sie zu verstehen. Sie haben eine ganz andere Lebensweise als wir und man muss seine Gewohnheiten ein bisschen umkrempeln. Zum Beispiel kommen die Ghanaer grundsätzlich zu spät und machen meistens keine Uhrzeit sondern einen Tag aus. Das war anfangs ziemlich komisch für mich, denn in Deutschland ist mein Alltag total durchgeplant und stressig und ich musste lernen, auch mal zu warten.

Sozialarbeit in Ghana

Am Wochenende unternahmen wir meistens was in der Gruppe zusammen mit anderen aus dem Projekt. Dann war Urlaub und Entspannung angesagt. Einmal besichtigten wir die Sklavenburg in Cape Coast, einer Küstenstadt, oder fuhren an einen außerhalb gelegenen wunderschönen Strand, an dem man baden konnte, gingen auf ein afrikanisches Gospelkonzert oder auf den Markt, auf dem wildes Treiben herrschte. Als ich nach 2 Wochen das erste mal (total teuer) Schokolade gekauft hatte, genoß ich diese wie nie zuvor! Mein Highlight war ein Gottesdienst mit trommeln und tanzen. Die Stimmung in Ghana ist unbeschreiblich, die Lockerheit der Leute, die Sonnenuntergänge am Meer, die weiten Steppen, das besondere Licht, die wunderschöne Natur und die wunderschönen Farben.

Das ist schon verrückt, man hat die Gelegenheit, für eine kurze Zeit sein komplettes Leben, Arbeit, Freunde und Familie gegen ein Neues zu tauschen. Leider hatte ich nur 4 Wochen, weil ich nicht länger Urlaub bekam. Und es verging wie im Flug und ich genoss jeden Tag.

Jetzt denke ich an eine total schöne lehrreiche Zeit zurück, die mein Leben auf alle Fälle wertvoller gemacht hat, und die mich gelehrt hat, viele Dinge, die für uns selbstverständlich sind, wieder schätzen zu lernen. Ich würde dieses Land und dieses Projekt jedem weiter empfehlen, der offen ist und was erleben möchte!

Doris Dollinger

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