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Drei ganz andere Wochen in Ghana

Sozialarbeit in Ghana von Heike Senger

Heike Praktikum Ghana

Seit langer Zeit schlummerte der Gedanke in mir, mal für ein soziales Projekt nach Afrika zu gehen. Nun bin ich schon 42 Jahre alt und stehe mit einem Vollzeitberuf mitten im Leben und die Zeit rauscht nur so an einem vorbei. Alles soll einfach immer nur höher, schneller und weiter gehen.

Ich wollte mich also wieder auf das Wesentliche konzentrieren und entschied mich für eine dreiwöchige Freiwilligenarbeit in Ghana. Mir war klar, dass ich mich für diese Zeit von allem Luxus verabschieden werde. Anfang Dezember ging die Reise dann für mich los. Nach einer Übernachtung in einem Hostel in Accra, ging es am nächsten Tag nach Cape Coast und anschließend weiter nach Abura. Dort wurde mir dann von einem Project Abroad Mitarbeiter gezeigt, wie man sich mit dem Taxi fortbewegt und wo man sich eine Telefonkarte kaufen und sein Geld wechseln kann. Das Laufen auf den Straßen war dabei stets ein Abenteuer, da die Kanalisationen der Stadt direkt offen am Straßenrand aufbereitet sind.

Freiwillige in Ghana, Projects Abroad

Das Leben in Ghana findet auf der Straße statt. Überall werden Dinge verkauft, Hühner, Ziegen und Schweine laufen frei herum und die Frauen tragen ihre Habseligkeiten auf dem Kopf und auf dem Rücken dazu ihre Babys. Ich habe es auch mal mit einer mit Wasser befüllten Schüssel versucht, danach war ich jedoch geduscht. Sobald Strom vorhanden ist, schalt an jeder Ecke begeistert Musik und dies fast rund um die Uhr. Meine Haus-Mama kam jeden Tag und bereitete mir Frühstück und Abendessen zu, doch die meiste Zeit hatte ich für mich allein. Ich hatte viel Zeit mir Gedanken zu machen und einfach zu reflektieren.

Sozialprojekt in Ghana

Ich startete dann in meinem Sozialprojekt durch und unterstützte einen Kindergarten. Ich konnte die Kinder anfangs teilweise nur durch die Schuhe unterscheiden, weil alle eine Uniform und kurze Haare trugen. Für die Kinder war ein Gast aus dem Ausland eine Seltenheit und somit beäugten sie mich neugierig und manchmal doch recht stürmisch. Ich hatte auch schnell meine Lieblinge. Als die Weihnachtsferien begannen, habe ich mich um die Kinder in einem Waisenhaus gekümmert. Das jüngste Mädchen war dabei 7 und der Älteste vielleicht 16. Dort haben wir jeden Tag Reis über dem offenen Feuer gekocht. Ebenso habe ich mit den Kids auch stundenlang „Mensch ärgere Dich nicht" gespielt und so Einblick in die ghanaischen Spielregeln erhalten.

Sonnenuntergang in Ghana, Projects Abroad

Es gab selten fließend Wasser und somit musste ich das Wasser aus dem Brunnen holen. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so über mich selbst gelacht habe. Ich ließ den Eimer an einer Schnur in den Brunnen fallen und durch das leichte Gewicht kam natürlich kein Wasser rein. Ich holte mir dann Nachhilfe von einer einheimischen Nachbarin. Trinkwasser gab es bei uns aus Tüten, und auch das Toilettenpapier wurde für alle zugeteilt.

In den ersten Tagen, habe ich mich oft gewundert, wie man mit diesen schwierigen Bedingungen leben kann. Aber mit jedem Tag wurde mir bewusst, dass die Menschen, auch wenn sie von der Hand in den Mund leben und es nicht anders kennen, zufrieden sind, mit dem was sie haben.

Natur in Cape Coast

Ich trete mit voller Dankbarkeit für diese Erfahrung meinen Rückflug an und schon am Kofferband in Berlin wird mir bewusst, willkommen in Deutschland!

Ich versuche meine afrikanische Gelassenheit bei zu behalten und nicht mehr auf den "Zug der Befindlichkeiten" aufzuspringen. Sollte ich noch einmal die Möglichkeit dazu haben, dann gibt es das nächste soziale Projekt in Afrika für mich!

Heike Senger

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