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Jamaica – Land we love

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Sozialarbeit auf Jamaika von Camilla Geiger

An was denkt man, wenn man Jamaika hört? Strände, Bob Marley, Rastas... Ich hatte die Möglichkeit Jamaika besser kennenzulernen und zu erfahren, dass noch viel mehr dazu gehört. Nach langer Vorbereitung bin ich endlich voll gepackt in die Karibik aufgebrochen. Natürlich war ich aufgeregt, das erste Mal alleine so weit weg zu sein, in einem fremden Land mit neuen Leuten, anderem Essen...

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Als erstes wurde ich von einem Fahrer von Projects Abroad wie abgemacht abgeholt und zu meiner Gastfamilie nach May Day (gehört zu Mandeville) gebracht. Meine Gastfamilie war sehr groß und es war immer Action im Haus, wodurch ich mich gleich heimisch fühlte. Alle nahmen mich sehr herzlich auf. Nach dem Jetlag, dem tollen und sehr informativen Einführungstag mit Patrina und ein paar Tagen der Eingewöhnung fing ich an, mich richtig wohl zu fühlen.

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Mit einem flauen Gefühl im Magen begann dann mein erster Arbeitstag im Waisenhaus. Positiv fand ich anfangs direkt, dass das Areal des Waisenhauses riesig und sehr schön gelegen ist. Vom Personal der Einrichtung wurde ich herzlich begrüßt. Mit der Zeit fand ich dann heraus, dass es keinen strukturierten Plan für jeden Tag gab. So habe mich deshalb einfach selbst eingebracht und selbstständig gearbeitet. Es brauchte einige Wochen, bis ich das Gefühl hatte, nun mit der Arbeit vertraut zu sein, vor allem mit der Art und Weise der Erziehung, den Regeln und der Ernährung. Nach dieser Umgewöhnung fühlte ich mich in meiner Arbeit bestätigt und merkte, dass die anderen Freiwilligen und ich eine große Hilfe waren! Wichtig war dabei, nicht mit falschen Erwartungen und Vorstellungen an die Arbeit zu gehen. Wenn man versucht, die Arbeit des Personals im Waisenhaus umzukrempeln, mit europäischen Standards rechnet oder versucht, solche einzuführen, kommt man nicht weit und ist eher eine Last als eine Hilfe.

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Schnell hatte ich mich in jedes einzelne von den Kindern verliebt, und konnte ihnen fast keinen Wunsch mehr ausschlagen. Ich merkte sofort, wie sehr sie sich freuen, dass ich da war. Endlich bekamen sie jede Menge Aufmerksamkeit. Natürlich erschreckte ich mich bei der Arbeit mit den Kindern auch des öfteren, da sie manchmal ziemlich aggressiv und ungehorsam sein konnten. Ich habe die Arbeit trotzdem sehr genossen und mich gefreut, jeden Morgen mit einem fröhlichen „Yaaaaaaaaayyy“ von den Kids begrüßt zu werden. Spätestens dann war jedes Heimweh und jeder Zweifel vergessen. Was mich auch sehr beeindruckte, war die Fröhlichkeit der Kinder, obwohl sie sich mit den einfachsten Dingen zufrieden geben mussten, keine richtigen Spielsachen besaßen, auf kaputten Schaukeln sitzen und sich alles mit so vielen anderen teilen mussten. Trotzdem herrschte im Kinderheim ein friedliches Klima, und ich war sehr gerne dort.

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Sehr gut gefallen hat mir auch die Betreuung von Projects Abroad vor Ort. In den letzten beiden Wochen meines Aufenthalts wurde ich krank, fühlte mich aber sehr gut aufgehoben und merkte, dass sich die Organisation toll um jeden Einzelnen kümmert, egal was ansteht.

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Bei der Arbeit mit Kindern braucht man viel Energie, und um diese zu tanken waren natürlich die Wochenenden da. Geplant wurden die Wochenendausflüge unter der Woche beim gemeinsamen Mittagessen mit Freunden, bei den Treffen donnerstags im Projects Abroad Büro oder abends gemütlich bei einem Red Stripe (jamaikanisches Bier, sehr zu empfehlen!). Da Jamaika nicht sehr groß ist, kann man an einem Wochenende sehr viel unternehmen und es lohnt sich immer. Zu meinen persönlichen Highlights zählt auf jeden Fall Treasure Beach (ein kleines Fischerdörfchen, ca. eine Stunde von Mandeville), Port Antonio und natürlich Negril. Man sieht unglaubliche Strände und Wasserfälle – Orte die einen sprachlos machen. Oft sind die Taxi- oder Busfahrten dorthin schon abenteuerlich und immer sehr lustig. Die Unterkünfte sind normalerweise sehr preiswert, und in den Zimmern gibt es alles, was man braucht. Empfehlen kann ich auch, Einheimische nach Tipps für die Wochenend-Planung zu fragen, da man dann manchmal ganz andere Plätze zu sehen bekommt und die touristischen Orte umgehen kann.

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Was an Jamaika mindestens genauso beeindruckend und faszinierend ist wie die tolle Landschaft und das sehr gute Essen, ist die Mentalität der Menschen. Die Einheimischen, die ich traf, waren sehr interessiert und schätzten es, dass ich in ihrem Land war, um eine gute Sache zu machen. Sie wollten wissen, ob ich mich wohl fühlte, wo ich herkam, wie es dazu kam usw. Ich hatte quasi keine ruhige Minute, doch auch daran gewöhnte ich mich leicht. Ich habe mich einfach in die Menschen verliebt!

Für mich waren die 3 Monate auf Jamaika eine meiner besten Erfahrungen, die ich bis jetzt machen konnte. Ich habe viele gute Freunde aus aller Welt und besonders auch Einheimische gefunden, eine Menge Spaß mit den Kindern gehabt, unfassbar schöne Orte gesehen, verschiedenstes Essen probiert, tolle Musik gehört und einfach 12 Wochen mein Leben mal so richtig genossen! Die Arbeit im Waisenhaus hat mich in meiner Entscheidung bestätigt, im sozialen Bereich zu arbeiten – und eine solche Erfahrung macht sich natürlich auch immer gut im Lebenslauf!

Camilla Geiger

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