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“WOOOW – what a big ting, Jamaica!”

Sozialarbeit auf Jamaika von Maik Looft

Maik mit seinen einheimischen Kolleginnen im Sozialarbeits-Projekt

Nach meiner abgeschlossenen Ausbildung zum Erzieher wollte ich mir endlich den Traum eines mehrwöchigen Aufenthaltes im Ausland erfüllen. Es sollte aber nicht nur eine Urlaubsreise werden, sondern eine Reise verbunden mit der Möglichkeit, in meinem Berufsfeld Erfahrungen zu sammeln. Meine langjährige Liebe zur Reggae und Dancehallmusik, der Drang nach Sonne, Strand und Meer sowie das Interesse, mein Englisch zu verbessern, lies meine Entscheidung nur auf ein Land fallen: Jamaika! Und dieser Traum ging am 02. Oktober 2015 nach einer mehrmonatigen Vorbereitung zusammen mit Projects Abroad endlich los. Bereits auf dem Langstreckenflug von London nach Montego Bay lernte ich verschiedene jamaikanische Einwohner kennen, mit denen ich mich über die verschiedensten Dinge austauschen konnte. Am Flughafen in Montego Bay wurde ich von einem Taxifahrer von der Organisation abgeholt und direkt zur meiner Gastfamilie gebracht.

Maik mit seinen Schützlingen beim Essen

Da ich an einem Freitag ankam, verbrachte ich das Wochenende bei meiner Gastfamilie, habe viel geschlafen und besuchte - als erstes Highlight - mit ihnen eine Kirche. Am Montagmorgen holte mich eine Mitarbeiterin von Projects Abroad zu meinem Einführungstag ab. Ich erfuhr, wie ich mit dem Route Taxi von meiner Gastfamilie in die Stadt und zu meiner Arbeitsstelle komme. Sie zeigten mir die Stadt, das Projects Abroad Büro, Einkaufsmöglichkeiten, Geldautomaten und natürlich meine Arbeitsstelle. Sie zeigen einem außerdem, wo sich die Freiwilligen nach der Arbeit treffen, um gemeinsam zu essen, den Abend oder die Wochenendausflüge zu planen. Manchmal haben wir beim Treffpunkt auch nur zusammen „abgehangen“.

Gruppenfoto von Maik mit seinen Schülern und den verantwortlichen Lehrern

Ich habe täglich ungefähr 4 – 5 Stunden gearbeitet. Von meinen insgesamt 10 Wochen habe ich 5 Wochen in der Anna Miller Basic School und 5 Wochen im Ricks Day Care Center gearbeitet. Beide Projekte waren auf ihre eigene Weise wundervoll. Ich wurde bis zu diesem Zeitpunkt selten mit einer solch ehrlichen Wertschätzung für meine Hilfe konfrontiert. Mein erstes Projekt war eine Art Vorschule für 3 – 5 Jahre alte Kinder. Ich unterstützte die Lehrkräfte beim Unterricht, bei morgendlichen Begrüßungsritualen, Sportaktivitäten, dem Vor – und Nachbereiten vom Mittagessen sowie hauswirtschaftlichen Tätigkeiten. Es kam auch vor, dass ich einzelne Unterrichtseinheiten selber durchgeführt habe. Die Kinder und Lehrkräfte nannten mich „Uncle Maik“. Eine Anrede als Zeichen für Respekt und Anerkennung. Eine tolle Zeit, die ich niemals missen möchte.

Maik zusammen mit seinem jamaikanischen Gastbruder

Schweren Herzens verließ ich nach 5 Wochen mein erstes Projekt und begann meine Arbeit im zweiten Projekt, dem Ric’s Day Care Center. Meine anfängliche Skepsis, ob es ähnlich schön werden wird wie im ersten Projekt, verschwand binnen Sekunden, nachdem ich in der Einrichtung angekommen war. Ich wurde so erfreut empfangen und direkt in die Arbeit involviert. Jeden Morgen habe ich Kinder gefüttert, beim morgendlichen Singen geholfen und den Tag mit meiner Chefin besprochen. Entweder habe ich Kinder im Alter von 3 – 5 Jahren unterrichtet oder mich um die jüngeren Kinder und Säuglinge gekümmert. Dazu gehörte spielen, trösten, füttern oder einfach nur bespaßen.

All diese Dinge habe ich gerne gemacht. Natürlich sind die Ausstattung, der Erziehungsstil und die Möglichkeiten, pädagogisch zu arbeiten, nicht mit dem europäischen Standard zu vergleichen. Aber es war eine so tolle Erfahrung, dass ich gerne noch weitere 10 Wochen geblieben wäre.

Maik an der Bob Marley Staue

Auch so ist in Jamaika vieles anders. Man muss Geduld mitbringen. Alltägliche Dinge wie Taxifahren, an der Kasse stehen, Essen im Restaurant bestellen oder von A nach B zu kommen dauern einfach länger, als man im Allgemeinen gewohnt ist. Aber, man gewöhnt sich daran. Viele Menschen sind offen und immer für ein kurzes Gespräch zu haben. Auf Jamaika lernt man, dass Luxus nicht überlebensnotwendig ist. Eine prägende Erfahrung.

Neben der Arbeit und zwei wöchentlichen Meetings mit Projects Abroad verbrachte ich meine Abende zusammen mit den Freiwilligen in lokalen Bars und Kneipen. Und jeden Freitag fuhren wir zusammen in Gruppen mit einem festen Taxifahrer zu den verschiedensten Orten Jamaikas. Dort übernachteten wir in günstigen Hotels, verbrachten den Tag am Strand, an Wasserfällen oder verschiedenen Touristenattraktionen. Ich habe die tollsten Partys meines Lebens gefeiert. Ich habe Freundschaften mit den Freiwilligen und Einheimischen entwickelt. Noch heute habe ich Kontakt zu meiner Gastfamilie. Ich hatte die Möglichkeit, lokale Nationalgerichte wie Jerk Chicken oder Ackee and Saltfish zu genießen, die Blue Mountains zu erklimmen, Bob Marleys Geburtsort und Grabstätte zu besuchen und in der berühmten Blue Lagoon zu schwimmen. Ich sah lokale Fußballspiele, Straßenfeste und traumhafte Landschaften. Ich kann sagen: es war einer der schönsten und prägendsten Zeiten meines Lebens.

Maik beim schwimmen in der blauen Lagune

Und als ich im Dezember nach 10 Wochen Jamaika wieder verlassen musste, ging ich mit einem lachenden sowie mit einem weinenden Auge.

Nun blicke ich oft auf diese Zeit zurück und bin dankbar, dass ich diesen Schritt gemacht habe und diese Erfahrung erleben konnte. Ich kann jedem Freiwilligen nur ans Herz legen, offen und kontaktfreudig auf die Menschen zuzugehen, sich auf die Arbeit und die Abenteuer einzulassen und diese Zeit in vollen Zügen zu genießen. Rückwirkend betrachtet war es eine gute Entscheidung, bedingt durch die Länge meines Aufenthaltes zwei Projekte zu wählen. Dies hat meinen Einblick in die Arbeit in Jamaika vervielfältigt. Wenn ich die Möglichkeit habe, werde ich meine Wohn – und Arbeitsstadt Mandeville wieder besuchen.

Die Erlebnisse und Erfahrungen lassen sich schwer in kurze Worte fassen. Und deshalb kann ich nur sagen: macht diese Erfahrung selbst!

In diesem Sinne sage ich: Big up Jamaica…me soon cum back! Up Up Up!

Maik Looft

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