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"Aufregende und lehrreiche drei Monate auf Jamaika!"

Ich mit zwei Kindern

Sozialarbeit auf Jamaika von Sarah Türke

Am 13. Juli begann für mich mein ganz persönliches Jamaika - Abenteuer. Nach meinem Abitur war mir klar, dass ich im Ausland durch die Arbeit in einer sozialen Einrichtung, Erfahrungen für mein Leben sammeln möchte, und gleichzeitig selbständiger werden wollte. Dass meine Entscheidung auf Jamaika fiel war Zufall. Im Internet stieß ich auf Projects Abroad und auf Erfahrungsberichte von jungen Leuten, die schon ein paar Monate auf Jamaika verbracht hatten.

Freundlicher Einheimischer in Port Antonio

Am Abflugtag verabschiedete ich mich tränenreich von meinen Liebsten und trat den langen, langen Flug nach Jamaika an. Ich landete abends am Kingston Airport und das Erste was mir auffiel, war die unglaublich drückende Luftfeuchtigkeit, die mich in Sekunden zum schwitzen brachte. Wie versprochen wartete ein sehr netter Fahrer auf mich, der mir durch seine lockere Art, die Angst vor der Begegnung mit meiner Gastfamilie nahm. Ungefähr zwei Stunden später begrüßte ich erleichtert aber todmüde meine Gastmutter, meine beiden Gastschwestern und deren Freunde. Alle waren sehr nett zu mir. Sie zeigten mir mein geräumiges Zimmer und nach meinem ersten jamaikanischem Essen schlief ich bis zum nächsten Tag.

An diesem erhielt ich eine Führung durch die Stadt Mandeville und das Kinderheim. Daraufhin begann recht schnell mein Arbeitsalltag. Ich hatte Glück, denn in dem Heim in dem ich arbeiten sollte, gab es eine weitere Freiwillige. Sie hat mir sehr lieb geholfen mich zurechtzufinden und hat mir alle Kinder vorgestellt. Einen wirklichen Tagesablauf gab es in dem Heim zur Zeit meiner Ankunft nicht Dies lag daran, dass Ferien waren und die etwas älteren Kinder (6-7 Jahre) nicht zur Schule gingen. Wenn ich morgens in Sichtweite des Heims auftauchte, standen die rund 30 Kinder im Alter von 1-7 Jahren an den vergitterten Fenstern und begrüßten mich schreiend. Die Kinder hatten sich für ein Morgenritual entschieden: Jeden Morgen ca. eine Stunde "Dauerkuscheln" mit mir. Mir fiel sofort auf, wie nähe- und liebesbedürftig die Kinder waren. Von den Heimarbeiterinnen bekamen sie eher selten irgendwelche Zärtlichkeiten. Zu Beginn irritierte mich der etwas lieblose Umgang der Frauen mit den Kindern, doch schon bald erfuhr ich im Gespräch mit ihnen, unter welch schwierigen Bedingungen sie selbst lebten und arbeiteten. Die meisten von ihnen waren alleinerziehende Mütter. Sie arbeiteten im Schichtdienst jeden zweiten Tag für 24 Stunden in dem Heim und verdienten dafür unglaublich wenig Geld.

Mit anderen Freiwilligen in Negril

Das Heim selber sah von außen recht gut erhalten aus. Im Inneren war es dann doch schon etwas dreckiger und man musste sich erst mal an die Atmosphäre gewöhnen. Bis auf das nicht ganz saubere Trinkwasser erhielten die Kinder regelmäßige und gute Mahlzeiten. Meine Aufgaben bestanden darin, mit den Kindern zu spielen, sie zu füttern und zu wickeln und natürlich ganz viel mit ihnen zu kuscheln. Einem Mädchen schenkte ich besonders viel Aufmerksamkeit. Sie war gehbehindert und da mir von einer Krankenschwester aus England gezeigt wurde, welche Gehübungen ich mit ihr machen konnte, habe ich mich viel mit ihr beschäftigt. Einige Male ging ich mit ihr in den Pool des Mandeville Hotels, um dort mit ihr Übungen zur Muskellockerung zu machen.

Die Arbeit im Heim gefiel mir sehr gut und trotzdem war ich jeden Tag froh, wenn ich nach der manchmal aufwühlenden Arbeit, Ablenkung in Mandeville finden konnte. Zur willkommenen Abwechslung im Arbeitsalltag zählten die Wochenenden, an denen alle Freiwillige Kurztrips zu den schönsten Orten auf Jamaika planten und organisierten. Durch diese Wochenend - Trips und meine "Traveltime" von zwei Wochen, habe ich es geschafft, einmal rund um die Insel zu reisen und von Städten, Stränden bis hin zu den Blue Mountains nichts auszulassen. Ganz besonders schön fand ich auch die Begegnung mit all den anderen Freiwilligen aus aller Welt. Ich konnte tolle Freundschaften knüpfen und selbst jetzt, ca. zwei Monate nach meinem Aufenthalt auf Jamaika, habe ich noch Kontakt zu ihnen.

Trotz mancher Widrigkeiten habe ich die Zeit auf Jamaika genossen! Ich hab einiges an Selbständigkeit und Mut erlangt und viel über Land und Menschen gelernt. Ich wünsche allen folgenden Freiwilligen gute Erfahrungen und den Spaß, den ich während meiner drei Monaten auf Jamaika hatte.

Sarah Türke

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Dieser Erfahrungsbericht enthält eventuell Bezüge zu Arbeit in oder mit Waisenhäusern. Projects Abroad’s aktuellen Standpunkt zu Freiwilligenarbeit in Waisenhäusern und Kinderheimen und Informationen über unseren Schwerpunkt auf gemeindenahe Kinderbetreuung kannst du hier nachlesen.

Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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