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Ein Aktivurlaub der besonderen Art

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Arabisch - Kurs und Sozialarbeit in Marokko von Christine Stange

Meine Zeit in Marokko war reich an neuen Eindrücken, vor allem weil ich von Anfang an am Alltagsleben der Marokkaner teilnehmen konnte. Nach meiner Ankunft in Casablanca wurde ich in Begleitung von Asmaa, einer Mitarbeiterin von Projects Abroad Marokko nach Rabat gebracht. Die Taxifahrt nutzten wir, um uns ausgiebig bekannt zu machen Dabei lachten wir oft laut und ausgelassen. Dann erreichten wir Rabat-Medina, wo ich in meiner Gastfamilie sehr herzlich aufgenommen wurde. Ich fühlte mich von Anfang an zu Hause.

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Doch so richtig ging es los, nachdem ich meinen Einsatzort, die Schule in der Mohamed-Al-Zerktouni-Straße, kennenlernte. Ich arbeitete in verschiedenen Klassen: in einer 1. Klasse mit ca. 26 Schülern, in der einige behinderte Schüler gut integriert waren und in einer anderen Klasse mit geistig behinderten Schülern im Alter von ca. 9 bis 11 Jahren.

Die Schüler empfingen mich mit Neugier und großer Herzlichkeit. Küsse und Umarmungen gehörten dort einfach dazu. Ich konnte Unterrichtsstunden in Arabisch, Mathematik und Französisch erleben und die Schüler ein wenig unterstützen. Mit den geistig behinderten Schülern hatte ich viel Spaß in einer Mal- und Bastelstunde, aber auch in einer sehr lustigen Sportstunde. Mit unseren Schuhen übten wir einige mathematische Aufgaben. Na ja, es ist doch spannend, zu wissen, wie viele Schuhe wir schon zählen können und auf welcher Seite mehr sind: Schuhe der Lehrer oder Schuhe der Schüler? Die Schüler zeigten mir die Tiere in den Käfigen auf dem Schulhof. Da waren Ziegen, Schafe, Tauben, Hühner ….und zwei frei laufende Hunde.

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Die richtige Arbeit begann für mich, als die Lehrer der Schule mich baten, ihnen Methoden und Ideen für den Unterricht mit geistig behinderten Schülern zu vermitteln. Das war eine echte Herausforderung, da mein Arabisch ziemlich lückenhaft und meine Englischkenntnisse nicht allzu gut waren. Doch ich nutzte den Sprachkurs Arabisch, und Dank der unendlichen Geduld meiner Arabischlehrerin und unserer guten Zusammenarbeit erstellten wir eine kleine Sammlung von Methoden und Ideen, die die Lehrerinnen dann in der Schule in ihrem Unterricht einsetzen konnten. Dabei orientierte ich mich hauptsächlich an Materialien und den Gegebenheiten vor Ort sowie den Methoden von Maria Montessori. Ich bin immer noch erstaunt, wie gut ich das geschafft habe. Toll war auch, dass ich dadurch meinen Erfahrungsschatz erheblich vergrößert und den Weg in die Herzen der Marokkaner gefunden habe.

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So vergingen die Tage rasch. Durch meine Gastfamilie konnte ich tiefe Einblicke in das Alltagsleben erhalten, an ihren Freuden, Sorgen und den vielen Begegnungen mit Verwandten, Bekannten, Freunden und Nachbarn teilnehmen. Die beiden Töchter nahmen mich zu einigen spontanen Besuchen mit. Einen sehr tiefen Eindruck hat die umsichtige und gütige Versorgung durch meine Gastmutter bei mir hinterlassen und auch die Begegnung mit ihrem alten Vater, der mir gern einen Platz neben sich anbot.

Sehr wichtig waren mir auch die Treffen mit den anderen Freiwilligen jeweils mittwochs abends in einer der Gastfamilien. Da wurden viele köstliche Speisen von der Gastgeberfamilie angeboten – sehr lecker! Da gab es immer Zeit zum Kennenlernen, Austauschen und Vereinbaren von gemeinsamen Freizeitaktivitäten an den Abenden oder Wochenenden. Und das Spiel „Stille Post“ mit Begriffen aus verschiedenen Sprachen war einfach nur zum Totlachen!

Christine Stange

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Dieser Erfahrungsbericht enthält eventuell Bezüge zu Arbeit in oder mit Waisenhäusern. Projects Abroad’s aktuellen Standpunkt zu Freiwilligenarbeit in Waisenhäusern und Kinderheimen und Informationen über unseren Schwerpunkt auf gemeindenahe Kinderbetreuung kannst du hier nachlesen.

Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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