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Glückliche Erinnerungen und unvergesslich schöne Momente - 5 Wochen auf Samoa gemeinsam mit meiner 7-jährigen Tochter!

Sozialprojekt auf Samoa von Juliane Drescher

Juliane im Kindergarten

Es begann zunächst mit einer Idee in meinem Kopf. Eine Idee, die nach und nach immer mehr zu reifen begann. Ich brauchte eine neue Herausforderung, die mich wachsen lässt, mir neue Horizonte aufzeigt, Selbstvertrauen vermittelt und den Glauben an mich selbst finden lässt.

Gemeinsam mit meiner Tochter für einige Zeit ins Ausland zu gehen, erwies sich zunächst schwieriger als von mir gedacht. Als ich im Internet auf Projects Abroad stieß, welche gemeinsame Aufenthalte mit Kind anboten, war ich gleich voller Neugier. Die Betreuung per Mail oder auch telefonisch war klasse und ich habe mich sofort aufgehoben gefühlt. Ich entschied mich für die Sozialarbeit in der Südsee. Es sollte für uns nach Samoa gehen, sozusagen einmal um die Welt.

Warum Samoa? Warum entschied ich mich gerade für das Land und mutete mir und vor allem meiner 7-jährigen Tochter 36 Stunden Reisezeit zu?
Ganz einfach: Wenn ich schon einmal diesen Schritt in die Selbstständigkeit gehe, Erfahrungen sammeln und eine ganz neue Welt erleben möchte, die unser weiteres Leben positiv prägen und die uns reifen lassen sollte, dann soweit weg wie möglich.

 Unterrichts-Projekt Samoa, Projects Abroad

Auch wenn ich vorab einen Englischkurs besuchte, der mir die wichtigsten Grundlagen lehrte, begann die Angst doch immer mehr in mir hoch zu steigen. Ich hinterfragte mich, wie ich all das schaffen sollte, im Kindergarten zu arbeiten, wenn ich kein gutes Englisch sprach. Wie sollte ich den Kindern etwas vermitteln, wenn sie mich gar nicht verstehen? Wie sollte ich mich in unserer Gastfamilie verständigen und das Leben dort meistern? Mit all meinen Fragen, Ängsten und Zweifeln wand ich mich an Projects Abroad, die immer ein offenes Ohr für mich hatten. Sie waren für mich da, redeten mir gut zu, nahmen mir meine Ängste und gaben mir das Gefühl nicht allein zu sein. Das beruhigte mich sehr, denn ich wusste, ich habe jederzeit einen Ansprechpartner.

Am 10. Juli begann unsere Reise in die weite Welt und wir waren unheimlich aufgeregt. Meine Tochter Emilia freute sich sehr, dass es los ging und meisterte die langen Flüge und Zwischenstopps problemlos.
Bei der Ankunft in Apia war unser Gepäck leider nicht angekommen, auch wenn ich noch so verzweifelt und hoffnungsvoll auf das Gepäckband starrte und sich meine Augen bereits mit Tränen füllten, fehlte von unserem Gepäck jede Spur.
Leo, die Taxifahrerin von Projects Abroad, die uns vom Flughafen abholte und die Mitarbeiter vom Flughafen kümmerten sich ganz liebevoll um uns und trotz der Verständigungsschwierigkeiten fühlte ich mich verstanden. Unser Gepäck kam letztendlich nach 4 Tagen mitten in der Nacht bei uns in der Gastfamilie an und ich war in dem Moment noch nie glücklicher!

Freiwillige in Samoa Ausflug

Der Start in dem völlig fremden Land, mit der mir völlig fremden Sprache, dem Klima, der langen Zeitverschiebung und der Kultur traf mich zunächst wie ein Schlag und hätte härter nicht sein können. Ich fühlte den dringenden Wunsch zurück nach Hause zu gehen. Dann kamen aber die Gedanken daran, dass es genau diese unvorhersehbaren Auseinandersetzungen sind, die mich wachsen lassen und das Aufgeben nie eine Option ist.

Bei der Ankunft in der Familie wurden wir herzlich begrüßt und alle waren um uns bemüht. Es wohnten ebenfalls noch zwei weitere Freiwillige von Projects Abroad in der Familie, die uns ebenso offenherzig begrüßten. Meine Tochter fand sofort Anschluss bei den Kindern der Familie, als wäre sie schon immer Teil davon gewesen. Ihr freies Denken und ihre unbeschwerte Art gaben mir viel Kraft und halfen mir dabei, gerade in der Anfangszeit, mich leichter zu integrieren.

Am nächsten Tag holte uns ein Mitarbeiter von Projects Abroad ab und zeigte uns die Stadt. Natürlich war der Austausch auf Englisch eine Herausforderung für mich, aber mit Händen und Füßen gelang es einwandfrei und durch die Konfrontation mit der Sprache und der Gedanke daran, dass es keine andere Option für die Verständigung gibt, wurde ich auch immer entspannter. Da wir noch einiges Organisatorisches besprechen mussten, gingen wir dazu in ein Restaurant, welches einen Pool hatte, damit Emilia beschäftigt war und wir uns in Ruhe dem Schriftlichen widmen konnten. Das hat mich sehr beeindruckt. Auf meine Tochter und ihre Bedürfnisse wurde immer Rücksicht genommen.

Sozial-Projekt Samoa, Landschaft

Ich arbeitete vormittags bis mittags im Kindergarten und weil dieser nur bis 12:00 Uhr geöffnet hatte, arbeitete ich im Anschluss noch in einer Schule. Die Arbeit war anfangs sehr schwer für mich. Es gab einen großen Raum mit zirka 60 Kindern im Alter von 2-5 Jahren und 4 Erzieherinnen. Eine enorme Lautstärke, ein Durcheinander und das komplette Chaos. Aufgrund meiner Grundkenntnisse in Englisch war es mir deshalb nur schwer möglich, die Kinder anzuleiten oder zu beschäftigen. Oftmals herrschte ein strenger Ton und die Erziehrinnen erteilten bisweilen rigorose Maßnahmen. Situationen mit denen ich mich nicht identifizieren konnte - bis zum Schluss nicht. Trotz allem waren die Kinder unheimlich glücklich und offenherzig. Das singen und tanzen war ein großer Bestandteil im Kindergarten und wurde spielerisch in das Lernen mit einbezogen.
Daran hatten auch wir viel Freude und machten gemeinsam mit den Kindern im großen Kreis mit.
Um selbst etwas mehr zu agieren, bereitete ich im Büro von Projects Abroad Formen vor, die ich den Kindern in einem Lied spielerisch vorstellte. Zu jeder Form gab es ein Lied, welches alle schon nach kurzer Zeit mitsangen und ihnen viel Freude bereitete.
Das war ein wirklich schöner Moment für mich. Meine Tochter Emilia blieb zunächst die ersten zwei Wochen mit mir gemeinsam im Kindergarten, fand dann aber doch, aufgrund der Mädchen und Jungs in ihrem Alter, mehr Gefallen an der Schule. Somit brachte ich sie früh, bevor ich in den Kindergarten lief, in die Schule und nahm sie am Nachmittag wieder mit.
Die Arbeit in der Schule hat mir besser gefallen. Die Kinder waren älter und die Verständigung viel leichter. Wenn ich etwas nicht wusste, halfen die Kinder mir mit Hingabe und gaben mir Tipps. Ich lernte mit den Kindern das Lesen oder half bei verschiedene Grundaufgaben in Deutsch und Mathe. Meine Tochter blühte auf und fand die Schule großartig, auch wenn sie das komplette Gegenteil von Deutschland war. Sie integrierte sich in die Klasse und lernte auch schnell Worte der neuen Sprache.

Gastfamilie Samoa, Projects Abroad

Im Büro von Projects Abroad, wo alle Freiwilligen oft zusammen kamen, etwas für ihre Projekte vorbereiteten oder den Austausch nutzten um das Wochenende zu planen, war die Stimmung immer sehr schön.
Wir verstanden uns alle sehr gut und unterstützten uns gegenseitig.
Die Betreuung von Projects Abroad hätte nicht besser sein können.
Einmal die Woche machten wir als Gruppe gemeinsame Unternehmungen, gingen wandern oder lernten das traditionelle Kochen.

Meine Tochter musste aufgrund von Bauschmerzen zum Arzt und ich ebenso, weil ich aufgrund eines Stiches einen dicken Fuß bekam und durch einen erneuten Stich Ausschlag am Körper und Fieber. Die Wege zum Arzt gingen sie mit uns gemeinsam und erkundigten sich auch telefonisch oder auch persönlich nach unserem Wohlbefinden. Wir hatten nie das Gefühl alleine zu sein.

Am Wochenende machten wir viele Unternehmungen mit anderen Freiwilligen. Samoa bietet eine atemberaubende Landschaft und die schönsten Sandstrände.
Das machte viel Spaß, denn wir alle verstanden uns sehr gut und verbrachten gern die freie Zeit gemeinsam. Mit einer Freiwilligen aus Japan, die ebenfalls mit Kind bei Projects Abroad teilnahm, verstand ich mich besonders gut. Sie sprach wie ich wenig Englisch und das hat uns gleich verbunden. Meine Tochter und ihr Sohn verstanden sich sehr gut und wir genossen oft Zeit zu viert. Auch heute stehen wir noch in Kontakt und schreiben uns regelmäßig.

Strandausflug Samoa, Projects Abroad

Unsere Gastfamilie hätte keine Tollere sein können. Sie wurde für uns zur zweiten Familie. Wir fühlten uns rundum wohl und sind dankbar für die Herzlichkeit, die wir erfahren durften. Uns fehlte es an nichts, auch wenn wir bei weitem nicht den Komfort wie in Deutschland hatten. Gerade das für uns einfache Leben hat mir gezeigt, wie glücklich man doch mit so wenigen Dingen sein kann. Die Menschen sind zufrieden mit sich und ihrem Leben. Eine Erkenntnis, die mir persönlich die größte Erfahrung gebracht hat.
Emilia, die Einzelkind ist, bekam auf einen Schlag fünf Geschwister dazu. Die Familie nahm sie mit zu Ausflügen und Familienfesten. Sie wollte gar nicht mehr weg. Auch ihre Gastschwester, mit der sie so ein enges Verhältnis entwickelte, packte am Tag unsere Abreise ihren Koffer und verkündigte ihrer Mama lautstark, dass sie mit uns nach Deutschland gehe. Der Abschied der beiden war so herzzerreißend, dass ich heute noch Gänsehaut bekomme, wenn ich an diesen Moment zurück denke.

Das war es in der Tat. Ich hatte es nicht für möglich gehalten, dass uns diese Reise so viel geben und der Abschied uns so schwer fallen würde.
Die Zeit in Samoa tat uns unheimlich gut, hat uns viel gelehrt und neue Horizonte mit auf den Weg gegeben. Ich bin froh, mich für diesen Schritt entschieden zu haben - es war definitiv einer in die richtige Richtung. Auch heute noch sprechen wir fast täglich über diese schöne Zeit und schwelgen zu gern in den wunderbaren Erinnerungen.

Ich bin mir sicher, dass wir irgendwann noch einmal zurückkehren werden in dieses wundervolle Land -zurück in unsere zweite Heimat.

Juliane Drescher

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