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Mein zweites Zuhause

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Sozialarbeit im Senegal von Katharina Frenzel

Im September 2010 reiste ich für sechs Monate in den Senegal, um in einem Zentrum für Straßenkinder zu arbeiten. Ich wollte mich sozial engagieren und eine neue Kultur kennenlernen. Zudem meldete ich mich für einen Französischkurs im Senegal an, da ich schon seit längerem Französisch lernen wollte.

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Bei meiner Ankunft spät abends war noch reges Markttreiben in der Hauptstadt Dakar, so dass ich gleich einen ersten Einblick in die senegalesische Kultur bekam. Die Fahrt nach Saint Louis war ein Abenteuer für sich, da die Taxis für meine Begriffe mehr als schrottreif und außerdem vollgepackt mit Menschen und Gepäck waren. Eine Straßenverkehrsordnung schien es nicht zu geben. Zu meiner Freude kam ich dennoch gut an. Bei meiner Gastfamilie fühlte ich mich schnell zu Hause. Besonders die beiden Kinder im Haus sind mir sehr ans Herz gewachsen. Wir haben oft miteinander gespielt und sie haben sich immer riesig gefreut, wenn ich ihnen Schokolade aus den “Tante Emma Läden“, die es überall gab, mitgebracht habe.

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Ich war erstaunt, wie “europäisch” ich im Senegal leben konnte: jeder noch so kleine Laden führte eine Reihe von westlichen Produkten, so dass es mir an nichts fehlte. Es gab überall Internetcafés, Restaurants und Bars. Besonders angetan war ich allerdings von den Swimmingpools, die man bei den zahlreichen Hotels nutzen konnte. Natürlich war mein Alltag auch mit vielen Einschränkungen verbunden. So musste ich zum Beispiel meine Wäsche per Hand waschen, eiskalt duschen und manchmal auch komplett auf Wasser verzichten. Allerdings wurden viele Dinge schnell zur Gewohnheit, so dass ich sie bald nicht mehr wahrnahm.

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Das Projekt gefiel mir auch sehr gut. An meinem ersten Tag gaben mir die senegalesischen Mitarbeiter im Zentrum sofort den senegalesischen Namen Katy und brachten mir etwas Wolof bei. Es war wirklich toll, wie schnell ich in das Team integriert wurde! Meistens sind wir zu den Daaras (Koranschule und Schlafplatz der Straßenkinder in einem) gegangen und haben uns dort um die medizinische Versorgung der Kinder gekümmert. Es war erschreckend, in welchem Zustand diese Daaras waren und unter welchen unhygienischen Bedingungen die Kinder lebten. Während der ersten Zeit war die medizinische Arbeit für mich etwas gewöhnungsbedürftig, aber die senegalesischen Mitarbeiter hatten viel Verständnis. So übernahmen sie anfangs Dinge, an die ich mich noch nicht traute.

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Besonders schön waren die Freitagnachmittage, an denen wir Milch und Baguettes mit Schokoladenaufstrich an die Kinder bei uns im Zentrum austeilten. Meist waren 200 bis 300 Kinder anwesend, mit denen wir ca. eine Stunde sangen und tanzten. Für die Kinder war das eine willkommene Abwechslung vom harten Leben auf der Straße und sie konnten einfach mal Spaß haben und ihre Sorgen vergessen. Nach einiger Zeit haben wir dann auch in einem der vielen Daaras den Kindern Lesen und Schreiben beigebracht, damit sie später vielleicht bessere Chancen auf Arbeit haben. Aber ohne eine Allgemeinbildung sind die Aussichten darauf leider sehr schlecht.

Schade, dass die Zeit im Senegal viel zu schnell vergangen ist! Ich denke noch jeden Tag an die vielen Erfahrungen und Eindrücke, die ich dort gewonnen habe. Ich habe im Senegal ein zweites Zuhause gefunden und werde sicherlich noch einmal dorthin reisen.

Katharina Frenzel

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