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Die beste Idee, die ich je hatte!

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Sozialarbeit in Tansania von Maria Roither aus Österreich

Im Juni 2010 habe ich an der HLW Bad Ischl im Sozialmanagement maturiert und mein anschließender Plan war, Sonderschullehrerin zu werden. Da mir aber die Energie und Freude am Lernen nach dem ganzen Stress total fehlte, entschied ich mich, ins Ausland zu gehen. Das war die beste Idee, die ich je hatte! Gemeinsam mit einem Freund entschied ich mich für das Land der Serengeti, des Kilimandscharos und des zweitgrößten Süßwassersees der Erde, des Viktoriasees: Tansania!!!

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Im Februar startete unser viermonatiges Abenteuer. Etwa 15 km entfernt von der Stadt Arusha wohnte ich in einem von acht Nonnen geführten Waisenhaus names „St.Gabriel“. Dieses besteht aus drei Häusern, in denen 15 Kinder im Alter zwischen zwei und neun Jahren leben, deren Eltern entweder im Gefängnis oder verstorben sind. Für uns Freiwillige war es eine sehr abwechslungsreiche und spannende Arbeit. Unser Tag startete immer um 7.30 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück mit den Kindern. Um 8 Uhr war Schulbeginn, in der ca 100m entfernten St.Gemma Galgan Pre- & Primary School. Die Arbeit in der Schule war sehr unterschiedlich. Meistens unterstützen wir die Lehrer beim Unterrichten, aber manchmal hielten wir auch Stunden alleine. Zudem tippten wir verschiedene Dinge am Computer, wie zum Beispiel die monatlichen Tests oder die Kontaktdaten der Kinder. Da die Schulbücher nicht beschrieben werden durften, gestalteten wir einige Plakate für verschiedene Klassen.

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Um 13 Uhr gab es für alle Kinder, Lehrer und natürlich auch für uns das Mittagessen, welches von der Schulküche liebevoll zubereitet wurde. Nach der Pause fand meistens der Religion- oder Sportunterricht statt. Der Schulbus holte die Kinder um 15 Uhr ab und damit begann für uns Freiwillige die Freizeit. Diese verbrachten wir auch sehr unterschiedlich. Manchmal halfen wir den Kindern bei der Hausübung oder spielten mit ihnen, an anderen Tagen gingen wir in die Stadt, trafen uns mit anderen Freiwilligen oder besuchten eines der zahlreichen und sehr billigen Internetcafes, um Kontakt mit Familie und Freunden von zuhause aufzunehmen.

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Im St.Gabriel Home fand täglich eine Gebetsstunde statt. Wöchentlich am Dienstag kamen Priester in die hauseigene Kapelle und gestalteten einen Gottesdienst. Als Freiwillige konnten wir daran teilnehmen, wenn wir wollten.

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Nach den Gebetsstunden gab es um ca. 20 Uhr das Abendessen. Vor dem Schlafengehen erzählten die Schwestern manchmal Geschichten oder es wurde gesungen und getanzt, aber um 21 Uhr wurden alle müde. Die Kinder verabschiedeten sich nach einem Nachtgebet und gingen schlafen, um für den nächsten Tag fit zu sein.

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Die drei Monate in meinem Projekt vergingen wie im Flug, da ich immer Spaß hatte und es sehr aufregend und abwechslungsreich war. Durch die vielen Erfahrungen und dadurch, dass ich manchmal ein bißchen ins „kalte Wasser geworfen wurde“, entdeckte ich neue Fähigkeiten in mir, die mir vorher noch unbekannt waren. Mein Wunsch, Lehrerin zu werden, bestätigte sich.

Insgesamt hatte ich sechs Wochen Reisezeit, in der ich ein wenig durch Tansania reiste. Fünf Tage lang fuhr ich mit einem Safarijeep durch die Seregenti, den Ngorongorokrater und den Nationalpark Lake Manyara und beobachtete Löwen, Giraffen, Nashörner, Leoparden, Elefanten, Zebras und viele mehr. Auch den höchsten Gipfel Afrikas, den Kilimandscharo, bestieg ich. Diese sieben Tage waren meine tollsten Tage in Afrika und in meinem bisherigen Leben! Die Natur war unbeschreiblich schön und abwechslungsreich. Gestartet bin ich im Regenwald, dann wanderte ich durch eine steinige Berglandschaft. Am vierten Tag landete ich schließlich nach einer sieben-stündigen Wanderung durch die Nacht erschöpft am schneebedeckten 5895m hohem Gipfel!

Einige Zeit verbrachte ich auch auf Sansibar. Auf dieser Insel östlich von Tansania merkt man auf den ersten Blick gar nicht, dass man sich auf dem ärmsten Kontinent der Erde befindet, da es sehr viele Touristen gibt. Als ich aber auch einmal einen Blick in die Dörfer im Landesinneren warf, die hinter den Prachthotels standen, sah ich, dass auch hier die Armut sehr groß ist.

Nach meiner Reisezeit waren die vier Monate Abenteuer auch schon wieder vorbei. Mit tollen Erlebnissen, einzigartigen Erfahrungen und einer Portion mehr Selbstbewusstsein machte ich mich mit einem traurigen und einem glücklichen Auge auf den Weg nach Hause in das kalte Österreich. Ich habe sehr viel fürs ganze Leben erlebt und gelernt und kann wirklich jedem empfehlen eine Auslandserfahrung zu machen!

Maria Roither

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