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“Beim Abschied haben wir traditionelle Tänze getanzt”

Togo Sozialarbeit Baby

Sozialarbeit in Togo von Renate Leistner aus Luxemburg

Wer nach Togo reist, wird bunte Stoffe, Sandstraßen, exotische Früchten und Palmen sehen. Hier werden die Babys auf den Rücken gebunden und sonst so ziemlich alles auf dem Kopf transportiert. Das habe ich natürlich auch ausprobiert, es ist wirklich sehr praktisch!

Togo Sozialarbeit Kids

Ich habe 2 Monate in Togo verbracht, und habe während des ganzen Aufenthalts in dem katholischen Waisenhaus “Centre d’Orphelinat la Renaissance” gelebt. Fließendes Wasser gibt es dort nicht, man kauft es bei den Nachbarn, die einen Wasserhahn haben, und die Kinder tragen es in Kanistern nach Hause. Als Klospülung und Dusche benutzt man einfach einen Eimer. Es wird alles von Hand gewaschen. Im Waisenhaus gibt es über 40 Kinder im Alter von ungefähr 9 Monaten bis 20 Jahre. Als ich da war, hatten alle gerade Ferien und waren darum natürlich den ganzen Tag zuhause. Mit allen Kindern habe ich mich sofort super verstanden, sie sind wie meine kleinen Brüder und Schwestern geworden. Toll war für mich, dass es dort auch Jugendliche in meinem Alter gab, die sehr gute Freunde von mir wurden. Oft lagen wir nächtelang wach und redeten. Sie erzählten mir teilweise von ihrem Leben vor der Zeit im Waisenhaus, viele haben davor auf der Straße gelebt und sich von dem ernährt, was sie dort fanden.

Togo Sozialarbeit Strand

Im Waisenhaus habe ich einfach den Alltag mitgelebt, also Kochen, Geschirr spülen, Wäsche waschen, Spielen, Vorlesen, (kleinen) Kindern beim Anziehen, Waschen und Essen helfen etc. Besonders freuen sich die Kinder, wenn man ihnen Lieder und Klatschspiele beibringt oder sie einem die Haare flechten dürfen. Sie sind auch sehr wissbegierig und neugierig, die älteren interessieren sich besonders dafür, wie das Leben in Europa so ist. Sonntags gingen wir immer zur Messe. Das ist aber ganz anders als bei uns. Man kommt eigentlich, wann man will, das Ganze dauert 3 Stunden. Die Messe wird im Freien unter einem riesigen Dach gehalten und es wird viel gesungen und getanzt, es gibt eine Band mit E-Gitarre und Schlagzeug. Um zur Messe zu gehen, werden schicke blitzsaubere Kleider angezogen, kaum zuhause angekommen, ziehen alle ihre Alltagskleidung wieder an.

Togo Sozialarbeit Markt

Obwohl die Kinder Ferien hatten, machten sie nichts Besonderes, es fehlt an finanziellen Mitteln. Selbst die ganz Kleinen helfen bei der täglichen Arbeit tüchtig mit, die großen Mädchen schmeißen eigentlich den Haushalt. Die Größeren kümmern sich um die Kleinen. Die 3 Kleinkinder haben sich jedes eine Art “Ersatzmutter” unter den Mädchen ausgesucht, von denen die eine aber selbst erst 9 Jahre alt ist. Die katholische Schwester, die das Waisenhaus leitet, hilft natürlich auch mit, aber sie kann sich ja nicht alleine um 40 Personen kümmern. Sie ist wirklich außergewöhnlich nett und ich bewundere sie sehr dafür, was sie alles für die Kinder tut.Um den Kindern eine Freude zu machen, organisierten ein paar andere Freiwillige und ich einmal einen Ausflug an den Strand. Nur Wenige von ihn könnten schwimmen, aber alle hatten einen Riesenspaß, in den Wellen zu planschen und im Sand zu spielen. Als Transportmittel benutzten wir einen kleinen Minibus, in den wir uns alle hineinquetschten.

Togo Sozialarbeit Freiwillige

Beim tränenreichen Abschied vom Waisenhaus haben sie für mich eine kleine Party geschmissen und wir haben alle zusammen getanzt, teilweise traditionelle Tänze. Ich war sehr traurig und wollte gar nicht weg. Ich werde auf jeden Fall den Kontakt behalten und so bald wie möglich wieder zurück kommen!

Hier zu Renate Leistners Bericht über das Medizin – Praktikum in Togo

Renate Leistner

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Dieser Erfahrungsbericht enthält eventuell Bezüge zu Arbeit in oder mit Waisenhäusern. Projects Abroad’s aktuellen Standpunkt zu Freiwilligenarbeit in Waisenhäusern und Kinderheimen und Informationen über unseren Schwerpunkt auf gemeindenahe Kinderbetreuung kannst du hier nachlesen.

Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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