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Warum gerade Äthiopien?

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Sport - Praktikum in Äthiopien von Magdalena Baumann

Warum hast du dich gerade für Äthiopien entschieden? Das war die mir wahrscheinlich am meisten gestellte Frage vor meiner Ausreise. Also, generell wollte ich immer mal nach Afrika. Land, Leute und Kultur haben mich schon immer beeindruckt. Hinzu kam, dass ich leidenschaftliche Langstreckenläuferin bin. Daher fühlte ich mich besonders hingezogen zu den Ländern der legendären Topläufer wie Äthiopien oder Kenia. Und als ich dann noch auf der Webseite von Projects Abroad das Sportpraktikum entdeckte, das perfekt auf mich zugeschnitten war, war die Entscheidung gefallen – ich gehe für 3 Monate nach Addis Abeba, Äthiopien, um zu laufen und an einer Schule Sportunterricht zu geben!

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Erst als ich endlich im Flieger saß, realisierte ich, dass mein Abenteuer Äthiopien nun begonnen hatte, und es wuchsen die ersten Zweifel in meinem Kopf, ob dies wirklich die richtige Entscheidung war. Aber was anschließend kam zeigte mir, dass ich die richtige Wahl getroffen hatte!

Da war zum Beispiel meine Gastmama Chuna, die mich so warm und herzlich empfing und versorgte, dass ich von der ersten Minute an das Gefühl hatte, gut aufgehoben zu sein. Durch sie lernte ich vor allem Kaffee und die äthiopische Küche zu lieben. Die beeindruckendste Erfahrung in meiner Familie war das Osterfest. Nach 55 Tagen strengem Fasten (d.h. keine tierischen Produkte wie Fleisch, Milchprodukte, Eier…) gingen wir in der Nacht zum Ostersonntag um Mitternacht in die Kirche. Dort erlebte ich die schönste Messe, die ich je besucht habe! Die Atmosphäre war atemberaubend. Alles war dunkel, bis auf Kerzen, die jeder in seinen Händen hielt. Und die nächsten vier Stunden feierten die Menschen dort mit Gospelgesängen, Trommelmusik und Tanzen das lang ersehnte Osterfest. Um vier Uhr morgens gingen meine Familie und ich dann nach Hause, und es gab einen riesen Festschmauß mit all den Sachen, auf die man so lange verzichten musste: Fleisch, Käse, Ei, Süßigkeiten… und all das quasi mitten in der Nacht. Das war einfach unglaublich!

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Da war außerdem meine Arbeit in der Schule, die mein Abenteuer Äthiopien so unvergesslich machte! Es war erstaunlich, nach welch’ kurzer Zeit ich die Kids schon in mein Herz schloss. Ehrlich gesagt waren die Unterrichtsstunden zwar teilweise ziemlich anstrengend, aber die täglichen Begrüßungs- und Verabschiedungsumarmungen und -küsschen machten dann die ganzen kleinen Strapazen wieder wett.

Der Sportunterricht stellte sich als etwas sehr Kreatives heraus, da es so gut wie keine Materialien an der Schule gab. Somit war meine Fantasie gefragt, den Unterricht auch ohne diese zu gestalten. Aber auch das hat eigentlich immer geklappt… Vielleicht nicht gleich nach dem ersten Versuch, aber dann war es umso schöner, als ich nach einer Weile merkte, dass die Kids den Sinn meiner Spiele und Aufgaben verstanden hatten und diese mit vollem Elan ausführten! Das machte mich irgendwie auch ein klein wenig stolz…

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Der Rest des Lehrerkollegiums war überraschend jung. So kam es, dass 3 andere Lehrer meine besten Freunde wurden, mit denen ich auch ein Großteil meiner Freizeit verbrachte. So waren wir zum Beispiel an den Wochenenden im Fußballstadion, haben Konzerte besucht oder waren abends zusammen feiern.

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Auch das Land an sich hat es mir sehr angetan! Mit einer anderen Freiwilligen tourte ich in den Süden, quasi in den „Busch“, wo noch eine Vielzahl von traditionellen Stämmen wie die Mursi, die Turmi oder die Hamar leben. Auf dem Weg dorthin gab es eine Vielzahl von weiteren Highlights: zum Beispiel machten wir eine Bootstour, auf der wir aus einem Meter Entfernung Krokodile und Nilpferde beobachten konnten! Oder auch eine spaßige Begegnung mit kleinen Äffchen, die wir aus der Hand fütterten – alles in allem eine wirklich einzigartige Erfahrung, die ich jedem nur empfehlen kann!

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Auch wenn es „nur“ 3 Monate waren, kann ich wirklich sagen, dass mich die Zeit in Äthiopien sehr geprägt hat – allen voran die vielleicht nicht so schönen Situationen und Stunden die ich erlebt habe, beispielsweise die Armut oder das Heimweh, das mich manchmal einholte, … All diese Erfahrungen haben mich rückwirkend gesehen nur stärker und reifer gemacht, weil ich die grundlegenden Dinge im Leben mehr zu schätzen lernte und echt stolz war, wenn ich die schwierigeren Zeiten ganz allein gemeistert hatte! So wurde ich auch selbstständiger – das fing schon beim Wäschewaschen an, was zuhause immer die Mama gemacht hatte...

Auch beruflich gesehen brachte mich der Aufenthalt weiter. Die Arbeit in der Schule hat mir gezeigt, dass ich mich bei meiner bevorstehenden Ausbildungswahl auf jeden Fall im sozialen Bereich orientieren möchte. Mir ist allerdings auch klar geworden, dass ich speziell den Beruf als Lehrerin nicht mein ganzes Leben lang machen will, auch wenn ich die 3 Monate an der Schule in Adis Abeba wirklich genossen habe!

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Abschließend möchte ich Projects Abroad für die Unterstützung und den anderen Freiwilligen für die vielen spaßigen Stunden gemeinsam danken: You made my trip!

Und für alle, die mit dem Gedanken spielen sollten, ins Ausland zu gehen und noch ein wenig am zweifeln sind: Macht es! Es wird sicherlich eine wirklich starke Erfahrung für euch werden!

Magdalena Baumann

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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