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Sport-Praktikum in Argentinien

Sport-Praktikum in Argentinien von Caroline P.

Sport-Praktikum Argentinien, Projects Abroad

Auch ich entschied mich dafür nach dem Abitur erst mal ins Ausland zu gehen. Die Wahl fiel dann relativ schnell auf Projects Abroad, da du aus unglaublich vielen unterschiedlichen Projekten wählen, dir ganz flexibel deinen Aufenthaltszeitraum einteilen und mehrere Länder miteinander kombinieren kannst.

Angefangen habe ich meine Zeit mit Projects Abroad dann in Argentinien mit dem Sport-Projekt. Als Feldhockeyspielerin wollte ich immer schon super gerne mal im Ausland Training mit Kindern machen, die nicht so wie mein Team und ich ganz selbstverständlich eine Clubmitgliedschaft bezahlen können. So wählte ich Argentinien, als echtes Hockey- und Fußballland, für das Sport-Projekt aus!

Es war alles soweit super, bis ich dann am Flughafen stand, alleine weg musste, eigentlich keine Ahnung hatte, was genau auf mich zukommt und mich fragte, wieso ich unbedingt so weit weg wollte. Sobald ich dann aber vor Ort war, war alles so neu und anders, dass ich eigentlich keine Zeit mehr hatte mir Gedanken zu machen. Klar braucht es so seine Zeit bis man sich eingewöhnt hat und sich anfängt Zuhause zu fühlen, aber das ist völlig normal, und da muss man, glaube ich, einfach durch.

Sport-Praktikum Argentinien, Projects Abroad

Ganz viel Glück hatte ich mit meiner Gastfamilie! Neben meinen argentinischen Gasteltern und einem Gastbruder, wohnten noch 4 andere Freiwillige/Studenten bei mir im Haus, die aus aller Welt und von unterschiedlichen Organisationen kamen. Für mich war das am Anfang natürlich perfekt, da ich so direkt Anschluss finden konnte. Viele meiner Freunde in Córdoba haben jedoch auch ohne Gastgeschwister oder Freiwillige durch die wöchentlichen Socials schnell andere Leute kennengelernt. Man muss sich natürlich offen aufstellen, aber ich habe von keinem gehört, dass er wirklich Probleme hatte Anschluss zu finden. Meine Gastfamilie hat sich wie meine zweite Familie und mein zweites Zuhause angefühlt und egal ob eine Babyshower für die schwangere Tochter vorbereitet werden musste oder gekocht werden sollte, ich war immer Teil der Familie.

Mein Projekt fand in einem Gemeinschaftszentrum in einem sehr armen Vorort Córdobas statt. Von meinem Zuhause aus, welches in einem im Vergleich sehr reichen Vorort lag, brauchten wir ungefähr 45 Minuten mit dem Bus zur Arbeit. Das Bussystem in Córdoba ist übrigens sowieso ein ganzes Erlebnis, aber da gewöhnt man sich dran. Das Gemeinschaftszentrum wurde nur durch Spenden und die Arbeit Freiwilliger finanziert und war ein Treffpunkt für alle Bewohner der Gegend. Tagsüber wurde es als Kindergarten für die dort lebenden Kinder genutzt und durch Mütter aus der Gegend geleitet. Am Nachmittag fand dann auf dem Sportplatz des Zentrums unser Sport-Projekt statt. Da Argentinien ein relativ teures Land ist, haben viele dieser Kinder nicht die Möglichkeit eine Clubmitgliedschaft zu bezahlen und so gründeten einige der Bewohner einen Sportclub mitten im Viertel. Alle Trainer arbeiten ehrenamtlich und ermöglichen es den Kindern des Viertels so kostenlos an echtem Sportunterricht teilzunehmen. Eine sehr gute Initiative, da ansonsten viele der Kinder, den ganzen Tag nur auf der Straße verbringen würden.

Sport-Praktikum Argentinien, Projects Abroad

Unsere Aufgabe war es die lokalen Trainer bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Zweimal die Woche gab es Fußballtraining für die Jungs, zweimal Hockeyunterricht für die Mädchen und dann am Wochenende meistens ein Turnier. Das Angebot kostenlosen Sportunterricht zu bekommen nahmen natürlich unglaublich viele Kinder an, so dass die 4 Fußballtrainer und 2 Hockeytrainerinnen unsere Unterstützung gut gebrauchen konnten. Nach dem Training wurde von ein paar Müttern immer etwas gespendetes Essen zubereitet, so dass die Kinder mit einem vollen Bauch wieder nach Hause konnten, denn leider gibt es viele, die Zuhause ansonsten nicht genug bekommen.

Die Arbeit in dem Viertel hat mir total viel Spaß gemacht und ich habe meine Zeit viel lieber mit den unglaublich lieben und dankbaren Leuten in dem ärmeren Viertel verbracht, als in dem reichen Viertel, wo mein Zuhause lag. Die Kinder waren so glücklich und begeistert spielen zu können, feierten jedes Tor als hätten sie eben kurz die WM gewonnen und stellten sich bei dem kleinsten Foul genauso an wie die großen Spieler.

Sport-Praktikum Argentinien, Projects Abroad

Leider lief mein Projekt nur von 16.30 – 20.00 Uhr und hatte ich den ganzen Morgen frei, was natürlich am Anfang nicht ganz so super war wenn du an einem neuen Ort bist und den ganzen Morgen nichts zu tun hat. Ein neues Projekt für den Morgen zu finden war leider ein bisschen mühsam, aber solange du da offen ran gehst und bei Projects Abroad Initiative zeigst, findet sich schon was. Zweimal die Woche habe ich dann an ein paar Mütter im Gemeinschaftszentrum noch Englischunterricht gegeben, was auch total viel Spaß gemacht hat. Das Englisch-Niveau in Argentinien ist leider noch nicht so gut, aber die beiden wollten es total gerne versuchen und wir hatten so unseren Spaß damit. Einmal die Woche habe ich dann noch in einer kleinen Arztpraxis im gleichen Viertel gearbeitet. Auch diese wurde nur durch Spenden finanziert und auch hier konnte jegliche Hilfe gut gebraucht werden. Zweimal die Woche abends habe ich dann noch beim Human Rights Projekt mitgeholfen. Hier haben wir Interviews mit den Obdachlosen in der Innenstadt geführt, um zu gucken ob die Human Rights Freiwilligen ihnen helfen können. Auch hier waren alle total nett und waren die Interviews alle immer total interessant. Also im Endeffekt war ich alle Tage gut beschäftigt und hat sich alles gut ergeben.

Sport-Praktikum Argentinien, Projects Abroad

In unserer Freizeit haben wir Freiwillige alle viel zusammen gemacht. Córdoba ist eine große Studentenstadt, somit sind natürlich viele junge Leute da und gibt es viele Bars und Clubs. Die Stadt wirkt auf den ersten Blick nicht direkt wunderschön, aber wenn man sie etwas besser kennenlernt, hat sie echt schöne Viertel. An vielen Wochenenden haben wir die Zeit genutzt um in andere Teile des riesigen und wunderschönen Argentiniens zu reisen. Fernbusse in Argentinien sind total gut und sogar oft mit Bett ausgestattet. Über Nacht (für 10 Stunden, manchmal auch länger) fährst du zu deinem Ziel und bist am nächsten Morgen da. Es finden sich immer Freiwillige, die gerne mit dir mitkommen und wenn ihr die Möglichkeit dazu habt, nutzt die Zeit unbedingt um auch noch andere Teile Argentiniens zu sehen. Ich war in Mendoza, Buenos Aires und bei den Iguazú - Wasserfällen und war von allen 3 großen Reisen total begeistert. Argentinien ist allein schon abgesehen von den super netten und offenen Leuten, ein echt vielseitiges und spektakuläres Land, und ich kann euch nicht genug dazu raten herumzureisen. An den restlichen Wochenenden, gab es auch in der Provinz Córdoba selbst viel zu tun oder wir hatten Community Days, wo wir z.B. Schulen neu gestrichen haben.

Generell waren es 2 unvergessliche Monate, die noch viel besser waren, als ich mir sie je hätte vorstellen können. Der Abschied aus Córdoba ist allen Freiwilligen echt schwer gefallen. Alle Grundlagen sind da um eine super Zeit zu haben, aber man muss eben immer noch selbst das Beste daraus machen. Natürlich gab es auch einige Freiwilligen, denen es nicht so gut gefallen hat, aber das hast du selbst in der Hand und wenn du offen und selbstständig auf all das Neue zugehst, wird es sicherlich eine unvergessliche Zeit!

Ich habe noch total viel Kontakt zu den Leuten sowohl vor Ort als auch zu den ganzen Freiwilligen und bin mir sicher, dass das nicht das letzte Mal war, dass Argentinien mich sehen wird! Ich würde euch nur raten vor eurer Abreise so viel wie möglich Spanisch zu lernen! Die Freiwilligen, die gar kein Spanisch konnten, hatten schon so ihre Schwierigkeiten in den Familien und bei der Arbeit, und Englisch ist in Argentinien nicht so weit verbreitet. Ansonsten genießt eure Zeit, denn sie ist viel zu schnell schon wieder vorbei!

Caroline P.

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