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"Wildkatze, Waschbär und Co."

Ich mit einer Cobra

Tierpflege in Mexiko von Julia Wimmers

Oh je war ich aufgeregt, als es losging. Eine 24-stündige Reise von Hamburg bis Guadalajara lag vor mir, und viele Fragen schwirrten in meinem Kopf umher: Wie würde die Familie sein, würde ich mich in der Stadt zurechtfinden, würde ich Freunde und Ansprechpartner haben?

Die Stunden im Flugzeug und die Wartezeiten erschienen mir endlos, aber dann war ich endlich da und wurde von Jorge (einem Mitarbeiter von Projects Abroad) vom Flughafen abgeholt. Ich war erleichtert, als ich sah, dass jemand auf mich wartete - aber die Anspannung fiel noch lange nicht von mir ab, denn die erste Nacht konnte ich noch nicht bei meiner Gastfamilie sein. Ich war zu spät angekommen und musste im "office" übernachten. Am nächsten Tag gab Jorge den Neuankömmlingen (so auch mir) eine Führung durch die Innenstadt, ging mit uns etwas essen und trinken zeigte uns alles, was wir sehen wollten. Wir bekamen den schönen, alten Stadtkern mit alten Regierungsgebäuden, dem Theater, mehreren kleinen Parks und Plätzen, einer langen Einkaufsstraße und vielen Kirchen zu sehen - und ich war von Anfang an begeistert. Ein wunderbares Ambiente!

Ein Leguan im Tierpflege - Heim

Und danach ging es dann endlich zu meiner Gastfamilie! Ich wurde sehr herzlich empfangen und wie ein Familienmitglied behandelt. Die ersten Tage habe ich mich noch sehr fremd gefühlt und hatte ziemliches Heimweh. Doch ich habe mich recht schnell eingelebt und wie zu Hause gefühlt. Mit meinem mexikanischen Gastbruder Luis habe ich sehr viel unternommen und viel Spaß gehabt. Die Gastfreundlichkeit der Mexikaner ist wirklich bemerkenswert!

Zu Beginn fiel es mir noch schwer, mit meinem Schulspanisch flüssig zu sprechen und alles zu verstehen, aber das Lernen ging so schnell, wie ich es nie geglaubt hätte: Schon bald darauf lernte ich auch meinen Arbeitsplatz für 2 Monate kennen: das Tierheim. Die Arbeit war haargenau das Richtige für mich. Nette, lustige und offene Leute, viele unterschiedliche Wildtiere und es gab immer etwas zu tun. Die vielen Papageien unterschiedlichster Größe und Art und auch Wildkatze, Waschbär und Co haben immer für einen hohen Geräuschpegel und für Stimmung gesorgt. Wir waren eine lustige Truppe und ich bin jeden Tag sehr gern zur Arbeit gegangen. Käfige sauber machen, Früchte und Fleisch zubereiten, verletzte Tiere abholen und bei Operationen helfen gehörte zu meinen Alltag. Meistens bin ich noch über meine Arbeitszeit hinaus dort geblieben, weil es mir so gut gefallen hat. Ab und zu habe ich auch in meiner Freizeit mit den anderen Arbeitern etwas unternommen. Wir sind einkaufen gegangen, haben zusammen gekocht oder haben uns in einer Bar getroffen. Und auch mit den anderen Freiwilligen habe ich manche schöne Abende verbracht, an die ich noch gerne zurück denke. Jeden Donnerstag wurde mit der ganzen Projects Abroad- Mannschaft Salsa getanzt, getrunken und gelacht.

So allmählich hatte ich auch Guadalajara besser kennen gelernt und mich meistens zurechtgefunden in dem Straßenwirrwarr. Ab und zu habe ich mich dann aber doch verlaufen, aber das war kein Problem, denn die Leute waren super freundlich und halfen mir gern weiter. Schnell habe ich erkannt, dass die Autos immer Vorfahrt haben und es kaum Fußgänger-Ampeln gibt. Niemals werde ich vergessen, wie kurios die Busfahrten jeden Tag waren. In den klappernden und rappelnden Bussen hatte der Busfahrer das Sagen. Er rauchte während der Fahrt, stieg aus, um Freunde zu begrüßen oder um sich etwas zu essen zu kaufen oder hielt auch schon mal mitten auf der Straße neben einem anderen Bus an, um mit dem anderen Busfahrern zu schnacken oder zu streiten und blockierte somit den ganzen Verkehr. Undenkbar in Deutschland, aber in Mexiko total normal!

Im Zentrum von Guadalajara

Guadalajara hat zu Recht den Namen "Perle von Mexiko", denn es liegt im Hochland der Sierra Madre und ist von grün bewachsenen Bergen umgeben. Einmalige Blicke!

Wer meint, dass er in Mexiko von den Süßigkeiten verwöhnt wird, der liegt falsch: Es gibt viele Zuckerbomber ohne Geschmack. Zum Beispiel in Gelatine eingelegte Früchte oder andere für den Mitteleuropäer gewöhnungsbedürftige Dinge. Auch Mole (Hühnchen in Schokoladesoße) war für mich sehr ungewohnt. Wer jedoch Limonen mag, so wie ich, der ist in Mexiko gut aufgehoben, denn fast alles wird mit Limone, Salz und Chili gegessen (so z.B. Früchte, Eier und vieles mehr). Zusätzlich wird immer Tortilla serviert und zum Nachtisch sowie auch zum Frühstück gibt es häufig süßes Brot.

Die vielen Ausflüge in die umliegenden kleinen Städte haben mich begeistert. Es war toll in Tequila zu sehen, wie Tequila aus den Agaven hergestellt wird. Der riesige Markt in Tonala war faszinierend, und das schöne Städtchen Tlaquepaque ebenso. Nicht zu vergessen Puerto Vallarta. Umgeben von Bergen und zum Meer hin offen hat es seinen ganz eigenen Charme, auch wenn es mitunter sehr touristisch ist.

Obwohl ich vor der Reise viel Angst hatte, bin ich sehr froh, dass ich es gemacht habe, denn ich habe sehr viele Eindrücke und Erfahrungen gesammelt. Ich werde wieder nach Guadalajara fahren, um alle zu besuchen und ich freue mich schon jetzt riesig darauf!

Julia Wimmers

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