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Ich konnte viel an Erfahrungen gewinnen – sowohl beruflich, als auch menschlich

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Tierpflege - Projekt in Südafrika von Kathleen Schulze

Als gelernte tiermedizinische Fachangestellte war für mich klar, dass ich an einem Freiwilligenprojekt für Tiere teilnehmen will. Doch welches von den vielen tollen Tierhilfeprojekten, die Projects Abroad anbietet, sollte ich nur auswählen? Nach langem Überlegen entschied ich mich für das Projekt in Kapstadt. Dort hoffte ich, meine Erfahrungen und Kenntnisse aus Deutschland am besten einbringen zu können.

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Schon in der Organisationsphase für meine Reise wies ich darauf hin, dass ich ausgebildet bin und wurde daher dem OP-Bereich der Tierklinik zugeteilt. Mir wurde schnell bewusst, dass ich nicht nur meine Arbeitskraft als Hilfe einbringen konnte, sondern vielmehr auch sehr viel für mich selbst an Erfahrung gewinnen konnte – sowohl beruflich, als auch menschlich.

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Die ersten Tage waren ziemlich anstrengend, da ich sofort in die Arbeitsabläufe einbezogen wurde und direkt mitarbeiten sollte. Das bedeutete sehr qualifiziertes, routiniertes und vor allem schnelles Arbeiten! Wie es geht, wusste ich zwar schon. Nur fehlte mir in einigen Tätigkeiten einfach die Routine, wie z.B. Anästhesie intravenös verabreichen, Tubus legen oder gar Kater kastrieren. Auch war ich es nicht gewöhnt unter diesem dort täglich vorherrschenden zeitlichen Druck zu arbeiten. Denn im Tierheim wurden bis zu 30 Tiere allein an einem Vormittag operiert – ohne Schnelligkeit, sowie routiniertes und dennoch präzises Arbeiten war dieses Pensum nicht zu schaffen. Aber relativ schnell arbeitete ich mich dann – auch dank der Geduld und Hilfsbereitschaft meiner Kollegen – ein und wurde für meine Arbeit geschätzt.

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Neben der fachlichen Erfahrung war es toll, die Menschen kennenzulernen, die dort eine wunderbare Arbeit leisteten, und sich mit ihnen in den Pausen auch privat auszutauschen und zusammen zu lachen. Trotz des Stresses war immer Platz für ein Lächeln oder einen Witz – davon können wir uns in Deutschland ruhig was abschauen!

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Außer den Tierärzten haben die meisten diesen Beruf nicht gelernt oder auch nicht einmal einen Schulabschluss und werden daher leider schlecht bezahlt, obwohl sie durch ihre praktische Erfahrung sehr qualifiziert arbeiten. Ich hätte vorher nicht erwartet, dort so tolle Menschen kennenzulernen und mich in diesem Team so gut aufgenommen und wohl zu fühlen. Das war auch der Grund, warum mir der Abschied – zu dem ich dann auch für alle einen selbst gebackenen Kuchen mitbrachte – besonders schwer fiel.

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Somit war dieses Projekt für mich nicht nur Freiwilligenarbeit, bei der ich mit meiner Arbeitskraft helfen konnte, sondern eher eine Art Praktikum, bei dem ich meine bisherigen Kenntnisse verbessern und einen Einblick in die tiermedizinische Arbeit in einem fremden Land bekommen konnte. Eine kleine Belohnung und natürlich auch Bestätigung dafür, dass ich gute und harte Arbeit geleistet habe, erhielt ich durch die Wahl zum „volunteer of the month“ und die schriftliche Referenz von einer Tierärztin.

Neben der Freiwilligenarbeit im Projekt sollte natürlich auch die Freizeit nicht zu kurz kommen, in der ich Land und Leute kennenlernte. So habe ich natürlich gerne die organisierten Angebote von Projects Abroad, wie z.B. die Garden Route Tour oder den anstrengenden, aber wundervollen Full Moon Hike genutzt. So oft es möglich war, erkundete ich auf eigene Faust die Stadt und genoss das Nachtleben mit gutem Essen und leckeren Drinks und die Zeit am Strand.

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Mein unvergessliches Highlight war eindeutig das Tandem-Paragliding vom Lion´s Head, bei dem ich einen unbezahlbaren Blick auf Kapstadt hatte! Und eins ist sicher: 8 Wochen reichen nicht aus, um diese tolle Stadt, die Umgebung und das Land kennenzulernen. Es bleibt mir also nichts anderes übrig, als wieder zu kommen – denn verliebt in diese Stadt hatte ich mich nach einem Besuch dort sowieso!

Nicht zu vergessen ist, dass ich auch eine wunderbare Gastfamilie hatte, die meinen Aufenthalt durch ihre authentisch herzliche und offene Art unvergesslich machte. Auch sie haben meinen Wunsch noch größer werden lassen, bald wieder nach Kapstadt zurückzukehren.

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Für mich war es die erste Erfahrung so weit und so lange von meiner Heimat entfernt. Dennoch habe ich kein Heimweh verspürt. Vielmehr war es fast schon ein heimisches Gefühl, da ich mich wirklich willkommen fühlte.

Kathleen Schulze

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Dieser Bericht basiert auf individuellen Erfahrungen des/der Freiwilligen im Projekt und ist eine Momentaufnahme innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bitte beachte, dass sich unsere Projekte in stetigen Wandel befinden und kontinuierlich auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Partnergemeinden zugeschnitten werden. Projektetappen werden nach und nach fertiggestellt und darauf aufbauend neue begonnen. Auch saisonale Wetterbedingungen im Zielland haben einen großen Einfluss auf unsere Projekte. Darum können deine Tätigkeitsbereiche und persönlichen Erfahrungen im Projekt von den Schilderungen in diesem Erfahrungsbericht abweichen. Für weitere Informationen über das, was dich im Projekt erwartet, schaue dir die Projektseite an oder lass dich von unseren Mitarbeiter/innen im deutschen Büro beraten.

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