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Zwei Monate Leben, Lachen und Arbeiten

Äthiopien, Unterrichten, Freiwillige

Unterrichten in Äthiopien von Chantal Frank

Ich wollte nach dem Abitur etwas von der Welt sehen, und zwar am besten von einem Land, das mit meinem zukünftigen Studiengang zu tun haben würde. Vorzugsweise eines, dessen Amtssprache die meisten Europäer noch nicht einmal vom Namen her kennen. Je exotischer, desto besser! So stand ich exakt eine Woche nach meinem Schulabschluss in der Abflughalle des Frankfurter Flughafens. Ich war voller Vorfreude, aber auch Nervosität bei dem Gedanken daran, was mich wohl alles erwarten würde.

Äthiopien, Unterrichten, Gastmutter

Nach einem gedankenreichen Flug sollte ich dann zum ersten Mal in meinem Leben Fuß auf den afrikanischen Kontinent setzen. Beim Warten in der Empfangshalle des Flughafens hatte dann die Neugier endgültig die Oberhand gewonnen. Mit meinem Gepäck machte ich mich auf die Suche nach dem lokalen Betreuer, der mich dort abholen sollte – und wurde sofort fündig. Einer herzlichen Begrüßung folgte eine kurze Autofahrt zu der Unterkunft, die für die folgenden zwei Monate mein zu Hause werden würde.

Ich klopfte an die Hoftür und hielt den Atem an. Im nächsten Moment konnte ich jedoch feststellen, dass all meine Sorgen und Ängste unberechtigt waren. Denn meine Gastmutter Chuna empfing mich mit offenen Armen. Sie brachte mir vom ersten Moment an eine aufrichtige Wärme entgegen, ebenso wie die anderen Mitglieder der Familie. Die anschließenden Osterfeiertage gaben uns zudem die Gelegenheit, uns genauestens kennenzulernen – und mir die Möglichkeit, die fürs Fastenbrechen typischen Gerichte zu probieren!

Äthiopien, Unterrichten, Addis

Mit dem guten Gefühl des Rückhaltes durch meine Gastfamilie ging es dann am ersten Werktag nach den Festtagen auf eine Stadtrundfahrt. Am darauf folgenden Tag lernte ich meinen zukünftigen Arbeitsplatz an der Hill Side Grundschule kennen. Zusammen mit Bikesegn, einem der lokalen Betreuer von Projects Abroad, betrat ich zum ersten Mal das Gelände der Grundschule – und glaubte meinen Augen nicht zu trauen! Dutzende von Kindern stürmten auf uns zu, um die fremden Neuankömmlinge per Handschlag oder wahlweise mit Küsschen auf die Wangen zu begrüßen. Der Schulleiter und die Lehrer begrüßten mich freundlich und gaben mir sofort das Gefühl, ein vollwertiges Mitglied des Kollegiums zu sein.

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Nach zwei Tagen Vorbereitung ging es dann ans Englisch Unterrichten für die Klassenstufen 1 bis 3. Gleich zu Beginn der ersten Einheit stellte ich fest, wie hoch motiviert, begeisterungsfähig und eifrig die Schüler waren. Ich war sehr erleichtert! So wurde jede Schulstunde zu einem einzigartigen Erlebnis, das ich nicht missen möchte. Nicht nur die von mir unterrichteten Kinder konnten dabei viel dazulernen, sondern auch ich! So war es nicht verwunderlich, dass es uns allen am letzten Tag vor den Sommerferien schwerfiel, uns voneinander zu verabschieden.

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Da mir noch über zwei Wochen Zeit bis zu meiner Heimreise blieben, stand nun ein Arbeitsplatzwechsel zu einer Sprachschule an, der sich als echter Glücksgriff erweisen sollte. Dort leitete ich so genannte ‚Konversationsklassen‘. Ich freute mich besonders, dass ich nun mit meinen Schülern gesellschaftspolitische Themen erörtern konnte. In tiefgründigen Diskussionsrunden erhielt ich einen Einblick in das Selbstverständnis und die Kultur der Äthiopier. In der Sprachschule lernte ich auch Menschen aus Nachbarländern Äthiopiens wie Dschibuti, Eritrea und Somalia kennen. Es war sehr interessant für mich, mit ihnen zu sprechen. Außerdem konnte ich bereits viel für mein zukünftiges Studienfach „Regionalstudien Afrika/Asien“ lernen.

Auch die regelmäßigen Treffen mit den anderen Freiwilligen waren sehr abwechslungsreich. Ich fand vor allem den interkulturellen Austausch untereinander sehr spannend. Außerdem konnten wir uns auch über das austauschen, was wir in unseren jeweiligen Projekten erlebt hatten.

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Nach insgesamt zwei Monaten Leben, Lachen und Arbeiten in Äthiopien stand ich wieder meinen Gedanken nachhängend am Flughafen. Dieses Mal in Afrikas diplomatischer Hauptstadt Addis Abeba. Die emotionale Verabschiedung von den lokalen Betreuern und meiner Gastfamilie saß mir noch in den Knochen. Sie waren mir alle sehr ans Herz gewachsen. Nun war es an der Zeit, ein Land zu verlassen, dessen Menschen, Landschaften und einzigartige Kultur mich nachhaltig verzaubert hatten: Äthiopien. Mit einem für das Wesentliche geschärften Blick kehrte ich nach Deutschland zurück und bin überzeugt, gerade eine der prägendsten Erfahrungen meines Lebens gemacht zu haben!

Chantal Frank

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